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Sharing Economy – Der Trend zum Teilen

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Junge Frau auf E-Scooter
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Nicht selbst kaufen, sondern teilen ist das Motto der Welt der Sharing Economy. Doch wo kommt der Trend her und wie funktioniert das mit dem Ausleihen eigentlich? Hier erfahren Sie alles rund um E-Scootern, Fahrrad- oder Carsharing & Co.

Ursprung des Gedankens zur gemeinschaftlichen Nutzung von Gütern kommen aus der Landwirtschaft und wird dort seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert. Die modernen Sharing Economy-Plattformen werden vielseitiger und bekommen durch das Internet immer mehr Anhänger. So lassen sich von Haushaltsgeräten, Wohnungen, Autos bis hin zu Kleidung sehr viele Dinge teilen.
Dabei steht bei einigen Plattformen, insbesondere bei nachbarschaftlich organisierten, der soziale Aspekt im Vordergrund: Unter Schonung der Ressourcen werden bei einer geringen Kostenbeteiligung Haushaltsgeräte, Fahrzeuge oder Wohnungen mit einer meist kleineren Gruppe geteilt.
Dagegen wird der Sharing-Markt aber auch immer mehr professionell durch kommerzielle Anbieter gestaltet. Bunte E-Scooter stehen in den Städten an jeder Ecke, Elektroautos warten an Zapfsäulen auf den nächsten Nutzer und Wohnungen werden zur Kurzzeitnutzung bequem per App gebucht. Der moderne Sharing-Markt ist eine Weiterentwicklung der klassischen Mietmodelle.
Gerade im Bereich Mobilität können Sharing-Angebote eine umweltfreundliche Ergänzung zu herkömmlichen Verkehrsmitteln sein, die an feste Zu- und Ausstiegsstellen gebunden sind und auch nicht alle Verkehrswege erschlossen haben. Gerade mit Mieträdern, E-Scootern und E-Rollern lassen sich bequem kurze Strecken ohne Abgase zurücklegen.

Registrierung & Buchung

Wer ein Fahrzeug mieten will, muss sich zunächst beim Anbieter registrieren. Der Buchungsvorgang läuft meistens digital über die Internetseite oder App des Anbieters. Über die App/Internetseite lassen sich dann die Verfügbarkeiten und Standorte der Fahrzeuge feststellen. Das Entsperren der Fahrzeuge erfolgt dann mittels Code oder Kundenkarte.

Kosten

Die Buchungssysteme und Kosten sind je Anbieter meist sehr unterschiedlich. Meist ist die Registrierung kostenfrei. Kosten fallen dann anbieterabhängig für die Reservierung, die Grundgebühr, zeitliche Nutzung (Minuten/Stunden) oder aber zurückgelegte Kilometer an.

Fallstricke

Gerade wenn Nutzer die Fahrzeuge nicht vereinbarungsgemäß nutzen, fallen teure Sondergebühren an. Neben Vertragsstrafen für Verkehrsvergehen, kann aber auch das Abstellen der Fahrzeuge an anderen Standorten als vereinbart richtig teuer werden.
Insofern sollte man bei jedem Anbieter darauf achten, ob das Fahrzeug nur an bestimmten Orten (Rückgabestation) geparkt werden darf, oder aber an jedem beliebigen Ort (Free-Floating-System).
Auch muss üblicherweise bei Unfällen eine Selbstbeteiligung bis zu 1.000 Euro bezahlt werden, die jedoch gegen eine Gebühr (Einmal- oder Jahresgebühr möglich) auf 0 reduziert werden kann.
Werden Fahrzeuge nicht digital, sondern telefonisch reserviert, können auch hier Zusatzkosten entstehen.

Datensammlungen, Werbung

Um das Angebot der Sharing-Anbieter nutzen zu können, müssen den Anbietern zahlreiche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Neben der Standortbestimmung, um freie Fahrzeuge zu finden, sammeln die Anbieter über das Nutzungsverhalten zahlreiche Daten: Insofern werden detaillierte Bewegungsprofile der Nutzer über Zeiten, Wegstrecken und Haltepunkte erstellt. Alle Anbieter in Deutschland müssen sich eigentlich nach der DSGVO richten. Allerdings werden viele Daten über die Apps mit weiteren Partnern der Anbieter geteilt, so dass nicht nur notwendige Partner (Schufa, Bank) Daten von der Buchung erhalten, sondern auch Werbefirmen. Wichtig ist hier bei Einrichtung des Kundenkontos entsprechende Einwilligungen nicht zu geben oder sofern schon erteilt, nachträglich zu widerrufen.