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Strava muss AGB ändern

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Smartphone-Bildschirm mit der Fitness-App Strava
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Darum geht’s

Mit Fitness-Apps wie Strava Training können Smartphone-Nutzer ihre Lauf- und Radstrecken messen. Die App-Betreiberin mit Sitz in den USA gab in ihren ausführlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine außergerichtliche Streitschlichtung vor und wollte die Verjährung auf ein einziges Jahr begrenzen. Auch fehlte der Webseite von Strava ein korrektes Impressum. Die Strava-App hat allein für Android derzeit mehr als 10 Million Downloads und über 300.000 Rezensionen.

Das ist geregelt

Wer auf einer deutschen Webseite für seine deutschsprachige App wirbt, muss sich an das Schutzniveau halten, das hierzulande für Verbraucher gilt. Die Garantie, im Streit vor Gericht ziehen zu können, geht auf das Grundgesetz zurück. Sie darf nur unter strengen Voraussetzungen begrenzt werden. Von der gesetzlichen Verjährungsfrist, die in der Regel drei Jahre beträgt, darf gegenüber Verbrauchern nicht einfach abgewichen werden.

Das haben wir erreicht

Mit der Abmahnung forderte die Verbraucherzentrale Hessen die Betreiberin der App auf, die AGB anzupassen und ein vollständiges Impressum zu veröffentlichen. Gerade letzteres ist für Verbraucher wichtig, weil sie sonst im Streitfall Schwierigkeiten haben, einen Ansprechpartner zu finden. Die Abmahnung führte dazu, dass die erforderlichen Daten nun einfach zu finden sind und die AGB angepasst wurden.

Status

Das Unternehmen veröffentlichte ein Impressum und kündigte eine umfassende Überarbeitung an und verpflichtete sich, die beanstandeten Punkte zu ändern. Allerdings sind die AGB bisher nicht verständlicher geworden. Die ohnehin langen Klauseln wurden nun um Zusätze ergänzt, dass sie für Bürger aus der EU teilweise nicht gelten.

Das können Sie tun

Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Unternehmen AGB verwendet, die gegen Verbraucherrecht verstoßen, können Sie sich unter anderem an die Verbraucherzentralen wenden.