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6 Tipps für solidarisches Einkaufen in der Corona-Krise

Stand:

Erfahre jetzt, wie viele Vorräte du brauchst und was du beim Einkaufen beachten musst.

Mann am Gemüseregal im Supermarkt beim Einkauf
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Von Cosima, 20.3.2020

Wie viele Vorräte sind richtig?

Die Corona-Krise hält Deutschland und die Welt in Atem. Viele Menschen fühlen sich verunsichert und haben Angst. Das ist total verständlich. Schließlich war so eine Situation noch nie da. Eine Situation, in der es auf Abstand halten und Mitgefühl gleichzeitig ankommt. In der Abstand halten vielleicht sogar die einzige Form ist, wie wir wahres Mitgefühl zeigen können.

Auch beim Thema Einkaufen haben viele Menschen Fragezeichen. Es wird geraten, Vorräte anzulegen, aber nicht zu viele. Man soll für 7-10 Tage ohne Einkaufen auskommen können. Aber nicht hamstern. Wie viele Tomatendosen sind denn jetzt richtig? Zwei oder drei? Darf ich mehr als eine Packung Klopapier mitnehmen? Oder bin ich dann schon am Ziel vorbei?

Vorräte einkaufen mit Maß

Die Bundesregierung empfiehlt dir, dass du Vorräte anlegst, ohne dabei zu übertreiben. Der Hintergrund dafür ist der: Wenn du nicht jeden Tag einkaufen gehst, sondern nur noch einmal in der Woche, dann reduzierst du den Kontakt zu anderen. Solltest du spontan in Quarantäne müssen oder Krankheitssymptome entwickeln, musst du nicht mehr vor die Tür und hilfst so, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Wenn sich aber alle gleichzeitig nicht für 10 Tage, sondern für die nächsten drei Monate eindecken möchten, dann reicht es nicht für alle.

Die Folge: Die Menschen gehen wieder öfter vor die Tür, vielleicht sogar dann, wenn sie sich eigentlich nicht richtig gut fühlen. Und alte und schwache Personen können sich nicht mehr richtig schützen, weil sie immer wieder raus müssen, um zum Beispiel eine Packung Toilettenpapier zu ergattern. Übrigens: Echte Engpässe sind in Deutschland nicht zu erwarten. Das hat das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung immer wieder betont.

Auch in Italien gibt es auch nach Wochen im Krisenmodus immer noch genug für alle. Hier hamstert trotz Ausgangssperre niemand mehr

So sorgst du für dich und andere

Wenn alle mit Maß einkaufen, reduzieren wir die Ansteckungsgefahr und tragen dazu bei, dass niemand für die persönliche Hygiene auf Zeitungspapier umsteigen muss.

Wir wollen euch zeigen, wir ihr beim Einkaufen für euch und andere sorgen könnt. Deshalb kommen hier unsere sechs ultimativen Einkaufstipps für den Lebensmitteleinkauf in Corona-Krisenzeiten.

6 Tipps für solidarisches Einkaufen

1. Eine Liste machen

Du weißt nicht, wie viel wovon du einkaufen sollst? Kein Problem. Setz dich in Ruhe hin und mach dir eine Liste. Überlege, wie viel du und die anderen Personen in deinem Haushalt in einer Woche verbrauchen. Notiere ganz konkret, was ihr essen würdet (zum Beispiel Montagmorgen Müsli, mittags Nudeln mit Gemüse, abends Brot mit Käse). Mach dir Gedanken, ob die veränderte Situation (Home Office, Kinder zuhause) etwas an euren bisherigen Ernährungsgewohnheiten verändert.

Wenn du einen Speiseplan zusammengestellt hast, baue daraus eine Einkaufsliste. Check deine Putz- und Waschmittelvorräte und notiere, was aufgefüllt werden muss. Aber auch hier gilt: du musst nicht für die nächsten vier Monate vorsorgen. Sondern für die kommenden zwei Wochen.

Wenn du es noch konkreter wissen möchtest: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt ganz genaue Tipps, wie viele wovon du einlagern sollst. Mehr Infos dazu findest du in unserem Artikel Corona-Pandemie: Antworten auf die wichtigsten Alltagsfragen.

2. Beim Einkaufen an die Liste halten

Nahaufnahme eines Korbs mit Gemüse
    leonie wise/unsplash

Wenn du im Supermarkt bist, überkommt dich vielleicht der Reflex, von allem doch ein bisschen mehr einzukaufen. Halte dich zurück. Denk einfach daran, dass die anderen auch noch etwas brauchen. Wenn du von einer Sache viel zu viel im Regal hast, schadet das allen.

3. Verändere deine Zeiten

Eigentlich kaufst du am liebsten unter der Woche nachmittags ein? Das ist momentan vielleicht nicht die beste Zeit. Auch für deinen eigenen Schutz ist es besser, wenn weniger Menschen im Geschäft sind. Die Bundesregierung hat die Öffnungszeiten für Lebensmittel- und andere Märkte gelockert. Sie dürfen jetzt zum Beispiel auch sonntags öffnen. Vielleicht ist also unter der Woche spätabends oder am Sonntag sehr früh morgens eine gute Zeit, um Menschenansammlungen im Supermarkt zu vermeiden. Probier aus, was in deiner Gegend gut funktioniert.

Informationen dazu, welche Geschäfte geöffnet bleiben und welche vorläufig nicht weiter verkaufen dürfen, findest du bei der Bundesregierung.

4. Halte Abstand

Achte im Supermarkt darauf, dass du Abstand zu anderen hältst. Um genau zu sein mindestens 1,5 Meter. Kein Drängeln an der Kasse, kein „Nur-mal-eben-dazwischen-Greifen“, kein freundlicher Schnack in nächster Nähe. Solltest du dich krank fühlen, bleib ganz zuhause und bitte jemand anderen für dich zu gehen.

Mehr Tipps zur Corona-Prävention findest du in dieser Infografik des Robert-Koch-Instituts.

5. Wasch deine Hände

Nahaufnahme von Händen beim Waschen unter einem Wasserhahn
claudio schwarz/unsplash

Neueste wissenschaftliche Veröffentlichungen legen nahe, dass das Virus auf glatten Oberflächen einige Tage überleben kann. Die Dose Pizzatomaten kannst du trotzdem kaufen. Dass Viren auch außerhalb des Körpers eine gewisse Überlebensspanne haben, ist prinzipiell erstmal nichts Neues. Umso wichtiger ist es, dass du auf deine persönliche Hygiene achtest. Fass dir beim Einkaufen nicht ins Gesicht, iss nicht unterwegs und wasch dir zuhause als allererstes gründlich (also mindestens 20 bis 30 Sekunden) die Hände mit Seife.

Mehr Informationen zu den Eigenschaften des neuen Virus bekommst du beim Bundesamt für Risikobewertung.

Weitere Tipps, wie du dich vor der Erkrankung schützen kannst, findest du auf unserer Infoseite zum Corona-Virus.

6. Teile

Trotz aller guten Vorsätze doch gehamstert? Ist nicht das Ende der Welt. Besonders dann nicht, wenn du deine zu viel gekauften Waren mit anderen teilst. Du könntest zum Beispiel eine Liste in deinem Haus aushängen und darauf notieren, wo von du etwas abgeben kannst. Nachbarn, die etwas dringend brauchen, können sich in die Liste eintragen und du stellst ihnen das Gewünschte vor die Tür. Oder du spendest deine Lebensmittel an die Tafel. Obdachlose und Bedürftige werden von der Corona-Krise gerade besonders hart getroffen.

Du möchtest noch mehr wissen? Zum Beispiel ob du mit Pflanzentees Corona vorbeugen kannst? Oder welchen Betrag du erstattet bekommst, wenn deine Urlaubsreise flach fällt? Dann schau auf unseren Infoseiten vorbei!

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