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News: Mehr Plastik sparen: Das ändert sich 2022

Stand:
Um Plastikmüll zu reduzieren und die Recyclingquote von Plastik zu erhöhen, traten am 01. Januar neue Gesetze in Kraft. Was sich 2022 ändert und was danach noch geplant ist, erfährst Du hier.
Die Jahreszahl 2022 aus weißem Holz auf einer Wiese

Bereits im vergangenen Jahr ging es Kunststoff an den Kragen: Neben Verboten für bestimmte Einweg-Produkte und dem Aus für Kunststoffgeschirr mit Bambusbeimischungen wurde eine Kennzeichnungspflicht für kunststoffhaltige Einweg-Produkte eingeführt. Jetzt geht es vielen Plastiktüten an den Kragen, und  weitere Getränke in Einweg-Verpackungen werden pfandpflichtig.

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Plastiktüten-Verbot

Seit dem 01. Januar darf der Handel keine Einweg-Plastiktüten (mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometer) mehr an Kunden ausgegeben. Weiterhin erlaubt sind dünnere, so genannte "Hemdchenbeutel" in Obst-, und Gemüseabteilungen und an Frischetheken sowie Mehrwegtaschen aus dickerem Kunststoff und Einweg-Papiertüten.

Wer umweltfreundlich einkaufen möchte, packt Lebensmittel am besten in selbst mitgebrachte Behältnisse wie Mehrweg-Gemüsenetze und Frische-Boxen. Für den Transport nach Hause eignen sich (Mehrweg-)Tragetaschen, Kisten und Körbe. 

Pfandpflicht erweitert

Dem ein oder anderen ist es schon aufgefallen: Für die meisten Flaschen und Dosen fällt nun Pfand an. Damit diese nicht in der Umwelt, sondern beim Recycler landen, wurde die Pfandpflicht auf Säfte, alkoholhaltige Getränke und Co. in Einwegflaschen und -dosen erweitert. Bereits an den Handel gelieferte Flaschen und Dosen ohne Pfand dürfen noch bis zum 1. Juli abverkauft werden. Ausgenommen von der Pfandpflicht sind bis 2024 noch Milch- und Milcherzeugnisse in Plastikflaschen. Für Getränkekartons gilt die Pfandpflicht auch weiterhin nicht. 

Unser Tipp: Kaufe Getränke in Mehrwegflaschen, und zwar möglichst aus der Region. Das ist für die Umwelt am besten. Warum? Das erfährst du hier.

2023 – Darauf können wir uns jetzt schon freuen

Wer sich Essen bestellt oder sich am Imbissstand etwas mitnimmt, kam bisher um (Einweg-)Müll kaum herum. Das ändert sich ab dem nächsten Jahr. Dann müssen größere Gastronomiebetriebe neben Einwegvarianten auch Mehrwegalternativen anbieten. Diese dürfen nicht teurer als die Einwegvarianten sein. Kleinere Betriebe mit einer Verkaufsfläche bis 80 Quadratmeter und maximal fünf Mitarbeitern betrifft die Regelung nicht. Sie sollen stattdessen kundeneigene Behältnisse annehmen. Erfreulicherweise geben einige Gastronomen Speisen schon jetzt in mitgebrachten oder Mehrwegverpackungen ab.