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Drei Schulen in Hessen erhalten Auszeichnung als Verbraucherschule

Pressemitteilung vom

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ehrt am 1. März 2021 bundesweit 39 Schulen für ihr Engagement in der Verbraucherbildung. Das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt erhält die Auszeichnung „Verbraucherschule Gold“. Die Solgrabenschule Bad Nauheim und das Adorno Gymnasium Frankfurt werden in der Kategorie Silber geehrt.

Lehrerin auf einem Schulflur, Kinder rennen vorbei
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Mit dem ersten Smartphone und eigenem Geld werden Kinder zu Konsumenten. Aber sind sie bereit für das riesige Angebot an Produkten, Dienstleistungen und Medieninhalten? Wo verstecken sich Werbung und Fake News in sozialen Medien, wo die Zuckerbomben im Supermarktregal? Schulen, die Orientierung geben und dazu beitragen, dass junge Menschen zu starken Verbraucherinnen und Verbrauchern werden, zeichnet der vzbv als Verbraucherschulen aus. 

Die drei ausgezeichneten Schulen in Hessen beschäftigen sich unter anderem mit den Themen Medien und Nachhaltigkeit. Schülerinnen und Schüler der Solgrabenschule zum Beispiel informieren als Medienscouts zum Umgang mit digitalen Medien, am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium unternahmen sie einen konsumkritischen Stadtspaziergang. 

Bundesweit 39 neue Verbraucherschulen

Die Auszeichnung Verbraucherschule wird zum vierten Mal vergeben – diesmal an bundesweit 39 Schulen. Sie haben die Jury mit Maßnahmen der Verbraucherbildung aus dem Schuljahr 2019/2020 und oftmals langfristigem Engagement überzeugt. Die Auszeichnung steht unter Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, und wird in drei Kategorien vergeben: 

  • Schulen erhalten die Auszeichnung Verbraucherschule Bronze, wenn sie mindestens eine Maßnahme zur Verbraucherbildung mit einem besonderen Bezug zum Umwelt- und Ressourcenschutz aktiv umgesetzt haben.
  • Die Auszeichnung Verbraucherschule Silber erhalten Schulen, die zu allen vier Handlungsfeldern der Verbraucherbildung Maßnahmen umgesetzt haben, das sind: Ernährung und Gesundheit, Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht, nachhaltiger Konsum und Globalisierung sowie Medien und Information. Die Auszeichnungskategorien Silber und Bronze werden jeweils für ein Jahr vergeben. 
  • Die Auszeichnung Verbraucherschule Gold erhalten Schulen, wenn sie zusätzlich Verbraucherbildung im Schulcurriculum oder Qualitätsprogramm verankert haben. Der Goldstatus wird für zwei Jahre vergeben. 

Insgesamt dürfen sich damit aktuell 64 Schulen in Deutschland Verbraucherschule nennen: Die 39 neuen Verbraucherschulen – und 25 Verbraucherschulen Gold, die 2020 für zwei Jahre ausgezeichnet wurden. Dazu zählen auch zwei Schulen aus Hessen: die Ursulinenschule Fritzlar und die Johannes-Kepler-Schule Neuhof.
„Ich gratuliere den ausgezeichneten Schulen zu ihrer Ehrung als Verbraucherschule. Mit aktuell fünf Verbraucherschulen ist Hessen auf einem guten Weg. Die Verbraucherzentrale Hessen und der Verbraucherzentrale Bundesverband unterstützen hessische Lehrkräfte ganz praktisch dabei, Verbraucherbildung in Unterricht und Schulalltag  umzusetzen. Ich bin froh, dass diese Angebote immer häufiger genutzt werden“, sagt Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen. 

Bildungsangebote der Verbraucherzentrale Hessen

Mit Bildungsangeboten und Unterrichtsmaterial zu unterschiedlichen Themen und für verschiedene Klassenstufen unterstützt die Verbraucherzentrale Hessen die Verbraucherbildung an hessischen Schulen. Die LehrerInfothek bietet den Lehrkräften einen Überblick über aktuelle Unterrichtsmaterialien zu wirtschaftlich-rechtlichen Verbraucherthemen. 

Der Verbraucherzentrale Bundesverband ergänzt diese Angebote im Rahmen des Netzwerks Verbraucherschule – mit kostenlosen Online-Fortbildungen für Lehrkräfte, konkreten Ideen für Aktivitäten und Erfahrungsaustausch mit anderen Lehrkräften. Bislang haben sich bundesweit mehr als 265 Schulen dem Netzwerk angeschlossen. Eine Anmeldung ist jederzeit und kostenlos möglich. 

Hintergrundinformationen

Deutschlandkarte mit eingezeichneten Standorten der Verbraucherschulen
Grafik: vzbv

Das Projekt Verbraucherschule wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit auf Beschluss des Deutschen Bundestages sowie durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.