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VERBRAUCHERWISSEN IN DIE SCHULE BRINGEN

Ob beim Surfen im Netz oder beim Einkaufen: Schülerinnen und Schüler treffen auf viele Konsummöglichkeiten – und viele Fallstricke. Im Rahmen des ersten hessischen Verbrauchertages für junge Leute berichteten Experten der Verbraucherzentrale Hessen am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium in Frankfurt über aktuelle Beispiele. In praxisnahen Foren rund um Finanzen, neue Medien, Verbraucherrecht und Ernährung vertieften die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen rund um Konsum und Verbraucherrechte. Der Verbrauchertag für junge Leute wurde gefördert vom Hessischen Verbraucherschutzministerium.

Auszeichnung des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums Frankfurt als Verbraucherschule mit Dr. Vera Fricke (Stiftung Verbraucherschutz), Verbraucherschutzministerin Priska Hinz und Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz

Auszeichnung des Heinrich-von-Gagern-Gymnasium Frankfurt als Verbraucherschule, mit Dr. Vera Fricke (Stiftung Verbraucherschutz), Verbraucherschutzministerin Priska Hinz und Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz

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Online-Shoppen? Mein eigenes Konto? Woran erkenne ich Fake-Shops? Die gestern gekaufte Tasche gefällt nicht mehr – kann ich sie einfach zurückgeben? Was bedeutet es, Vegetarier oder Veganer zu sein? Diesen und anderen Fragen mit unmittelbaren Bezug zu ihrem Konsumalltag gingen die Schülerinnen und Schüler mit den Experten der Verbraucherzentrale in fünf Foren nach. Über ihre Ergebnisse tauschten sich die Schülerinnern und Schüler abschließend im Plenum aus.

„Die Vermittlung von verbraucherrelevanten Themen im Klassenzimmer oder außerhalb des Unterrichts ist für junge Erwachsene wertvoll“, sagt Dr. Andrea Jahnen, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen. „Besonders bei den umfassenden Themen Finanzen, Medien, Ernährung und nachhaltiger Konsum schärft fundiertes Wissen den Blick im Umgang mit den vielfältigen Angeboten.“   

Auszeichnung Verbraucherschule in Silber

Verbraucherschutzministerin Priska Hinz sowie Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz beglückwünschten im Rahmen der Veranstaltung die Schule zu ihrer Auszeichnung als erste hessische Verbraucherschule in Silber und überreichten zusammen mit Dr. Vera Fricke vom Verbraucherzentrale Bundesverband die Urkunde.

Verbraucherschutzministerin Priska Hinz verwies auf die zahlreichen Maßnahmen der Landesregierung zur Stärkung des Verbraucherschutzes für junge Leute. Dazu zählt auch die Neuauflage der „Lehrerinfothek“ mit werbefreien Materialien für den Unterricht. „Die Datenbank war etwas in die Jahre gekommen – jetzt ist sie wieder frisch. Der Input kommt von der Verbraucherzentrale und das Geld vom Land Hessen. Das stärkt die Vermittlung von Verbraucherthemen im Unterricht.“ Außerdem ermöglicht die deutlich bessere Landesförderung, dass die Verbraucherzentrale nunmehr auch ihr Beratungsangebot modernisieren und ausbauen kann, beispielsweise durch eine Beratung per E-Mail.

Junge Menschen brauchen keine Angst zu haben vor dem Start ins Erwachsenenleben – mit dem ersten eigenen Geld und mit wachsender Verantwortung. „Aussagen wie „Deutschlands Jugend hat keine Ahnung von Finanzen“ sind Quatsch! Im Gegenteil: Ich glaube, dass immer mehr Jugendliche recht gut gerüstet sind für die Herausforderungen im Alltag – als gut informierte Verbraucherinnen und Verbraucher, die mit kritischem Geist ihren Weg gehen und sich ‚kein X für ein U‘ vormachen lassen. Wo wir als Landesregierung dabei helfen können, tun wir dies und wollen dies auch weiterhin tun“, sagte die Ministerin.

„Verbraucherbildung hat ihren festen Platz in der schulischen Bildung in Hessen, damit unsere Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen im Privat- wie auch im Berufsleben vorbereitet sind. Der heutige Verbrauchertag hier am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, das in diesem Bereich in Hessen Pionierarbeit leistet, bietet für die Schüler daher die ideale Gelegenheit, das Wissen auch einmal außerhalb des Klassenzimmers mit den verschiedenen Experten der Verbraucherzentrale zu vertiefen“, erklärte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) honoriert mit der Auszeichnung Verbraucherschule seit 2016 das besondere Engagement von Schulen in der Verbraucherbildung. 2018 erhielten bundesweit 32 Schulen aus 13 Bundesländern die Auszeichnung. Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz gefördert.

Verbraucherthemen am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium

Etwa 860 Kinder aus Frankfurt am Main besuchen das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium – ein altsprachliches Gymnasium mit neusprachlichem Zweig. Die Schule hat sich mit allen vier Handlungsfeldern der Verbraucherbildung auseinandergesetzt, unter anderem mit den Verbraucherthemen Konsum und globaler Handel. Außerdem wurden ein Präventionskonzept erarbeitet und ein Präventionstag gemeinsam mit den Schülern durchgeführt (Themen: unter anderem Mediennutzung, Ernährung). Es wurde das Thema Finanzen bei einem Besuch eines Vertreters der deutschen Bundesbank behandelt.

Das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium ist offizielle Partnerschule des Projekts „PolECule“ der Goethe Universität Frankfurt. Im bilingualen Unterrichtsprojekt „Politics, Economics and Culture“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie dem internationalen Welthandel, Nachhaltigkeit sowie Fair Trade auseinander – und werden somit auf eine globale Wirtschaft und Gesellschaft vorbereitet. Das Gymnasium legt großen Wert auf handlungsorientierten Unterricht. Themen der Verbraucherbildung, wie Medien- und Gesundheitserziehung, werden verstärkt fächer- und klassenübergreifend vermittelt.

Weitere Informationen auf www.verbraucherbildung.de/artikel/heinrich-von-gagern-gymnasium-hessen

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