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AUCH BAUM-INVESTMENTS ERFORDERN EINEN PROSPEKT

Pressemitteilung vom

Für riskante Anlageprodukte wie Direktinvestments gilt in Deutschland die Prospektpflicht. Wer vom Anbieter keinen Verkaufsprospekt erhalten hat, kann möglicherweise wieder aus dem Vertrag aussteigen. Die Verbraucherzentrale Hessen rät betroffenen Anlegern, genau zu prüfen, ob sie ein Recht auf Rückabwicklung ihres Vertrags haben.

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Anbieter von Holzinvestments bewerben ihre Produkte gerne als „grüne Geldanlage“ und stellen oft zweistellige Renditen in Aussicht. Verbraucher sollen dabei zum Beispiel Eigentum an Bäumen auf Plantagen in Costa-Rica erwerben. 

Wenn der Prospekt fehlt, ist Rückabwicklung möglich

Wer solche Geldanlagen anbietet, muss in Deutschland einen Verkaufsprospekt erstellen. Der soll Interessenten über die Risiken informieren – zu ihrem eigenen Schutz. Mehrere Anbieter von Holzinvestments mit Sitz in der Schweiz wandten sich in der Vergangenheit an deutsche Anleger – unter Umgehung der Prospektpflicht.

Brigitte Mayer, Beraterin und Expertin für Altersvorsorge bei der Verbraucherzentrale Hessen, sieht hier eine Ausstiegsoption: „Verbraucher sollten prüfen, ob sie aufgrund des fehlenden Prospekts einen Anspruch auf Rückabwicklung des Vertrags haben. Dabei müssen aber die Verjährungsfristen berücksichtigt werden“, erläutert sie. Die Verbraucherzentrale Hessen berät Anleger zu konkreten Handlungsoptionen.

Riskante Graumarkt-Investition im grünen Gewand

Trotz des grünen Images gehören diese Direktinvestments zum grauen Kapitalmarkt. Problematisch ist für Anleger dabei hauptsächlich die lange Laufzeit – bis zu 20 Jahre oder mehr. „Kein Mensch weiß, ob sich das Holz dann so rentabel verkaufen lässt wie versprochen“, so Mayer. Häufig stehen die Baumplantagen weit entfernt. „Kaum ein Anleger wird überprüfen können, ob er wirklich Eigentum erworben hat und die Plantagen entsprechend in Schuss gehalten werden“.

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