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Steigende Zinsen verteuern auch Immobilienkredite

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale Hessen weist auf höhere Belastungen bei der Immobilienfinanzierung hin
Modellhaus mit einem Schlüssel

Wenn Zinsen steigen, hat dies Auswirkungen auf die Finanzierung von Immobilien. In der aktuellen Situation betrifft das vor allem diejenigen, die vor etwa einem Jahr angefangen haben, ihre Immobilienfinanzierung zu planen – damals noch unter anderen Rahmenbedingungen. Aber auch diejenigen, die in nächster Zeit eine Anschlussfinanzierung benötigen, müssen sich auf höhere Zinsen einstellen. 

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Für alle, die aktuell planen, eine Immobilie zu finanzieren oder die in naher Zukunft eine Anschlussfinanzierung benötigen, ist die zentrale Frage: Wie hoch kann die monatliche Belastung mit Zins und Tilgung sein? 

Monatliche Raten können sich nahezu verdoppeln

Wie sich die steigenden Zinsen auf die monatlichen Raten auswirken, lässt sich am besten an einem Beispiel nachvollziehen. Wer vor etwa einem Jahr einen Kredit in Höhe von 400.000 Euro aufgenommen und dabei mit einem Zins von 1,5 Prozent und 2 Prozent Tilgung gerechnet hat, musste im Monat rund 1.167 Euro abbezahlen. Wer heute die gleiche Kreditsumme ebenfalls mit 2 Prozent Tilgung abbezahlen will, muss bei dem aktuellen Zinsniveau von rund 4 Prozent mit einer monatlichen Rate von etwa 2.000 Euro rechnen. „Diese enorme Steigerung der monatlichen Belastung kann bei Vielen über dem Budget liegen, das für eine Finanzierung zur Verfügung steht“, sagt Gudrun Römhild, Beraterin bei der Verbraucherzentrale Hessen.

Vor der Anschlussfinanzierung möglichst viel tilgen

Bei den aktuell steigenden Zinsen ist es noch wichtiger als zuvor, innerhalb der vereinbarten Zinsbindung, so viel wie möglich zu tilgen. Ein Blick in den Darlehensvertrag gibt Aufschluss darüber, ob die Tilgung erhöht werden kann oder welche Möglichkeiten für eine Sondertilgung bestehen. „Wer bereits eine Immobilie finanziert und mehr tilgen kann, sollte diese Möglichkeit mit Blick auf eine zu erwartenden Anschlussfinanzierung nutzen. Denn eine möglichst geringe Restschuld ist die beste Absicherung in Zeiten steigender Zinsen“, so Römhild weiter. Läuft die Zinsbindung innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre aus, kann möglicherweise ein Forward-Kredit in Frage kommen, der die Zinsen für die Zukunft auf dem heutigen Niveau absichert. „Das ist von Vorteil, wenn die Zinsen weiter steigen, kann aber auch nachteilig sein, falls die Zinsen wieder sinken sollten“, erklärt Römhild. 

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