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UNSERIÖSE TRADING-ANGEBOTE IM INTERNET

Pressemitteilung vom

Satte Gewinne beim Handel von Differenzkontrakten (CFD) und am Devisenmarkt (Forex-Trading) versprechen Handelsplattformen im Internet. Den Marktwächter-Experten der Verbraucherzentrale Hessen liegen Beschwerden zu 43 verschiedenen Plattformen vor. Oft machen Verbraucher nach anfänglichen Gewinnen nur noch Verluste, die Anbieter verzögern oder verweigern die Auszahlung der Gewinne oder reagieren schließlich gar nicht mehr. Seit Aufsichtsbehörden den Vertrieb Binärer Optionen an Privatanleger verboten haben, beobachten die Marktwächterexperten, dass von dort bekannte Anbieter zu CFD- und Forex-Trading gewechselt sind.

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CFD steht für Contract for Difference (Differenzkontrakt). Anleger spekulieren dabei auf die Kursentwicklung eines bestimmten Basiswerts (zum Beispiel einer Aktie oder Kryptowährung). CFDs bergen hohe Verlustrisiken. Beim Forex-Trading setzen Anleger auf Veränderungen von Wechselkursen. Depots zum Handel kann man auf verschiedenen Trading-Plattformen eröffnen.

Alte Masche mit neuen Produkten

Wie Verbraucher schildern, sind die Maschen, mit denen auf diesen Plattformen gelockt werden, oft ähnlich. Anfangs wird ein kleines Startkapital von meist 250 Euro oder Dollar gefordert. Anleger berichten, dass sie zunächst Gewinne machten und ein „persönlicher Broker“ sie überzeugt habe, mit höheren Einzahlungen mehr Gewinne zu erzielen. Die vorliegenden Fälle zeigen: Sobald dann eine höhere Summe auf dem Konto der Trading-Plattform eingegangen ist, fangen die Probleme an. „Die Auszahlung von Guthaben wird verschleppt, die ‚persönlichen Broker‘ sind dann meist nicht mehr erreichbar. Oder sie belästigen Verbraucher, die aus dem Handel aussteigen möchten, mit Telefonanrufen“, berichtet Wolf Brandes, Teamleiter Grauer Kapitalmarkt beim Marktwächter Finanzen der Verbraucherzentrale Hessen.

Seriosität vorgetäuscht

Mit aufwändigen Internetseiten, die persönliche Erfolgsgeschichten erzählen, prominenten Namen oder durch die Verwendung von Logos bekannter Medien täuschen die Anbieter Seriosität vor. Ein Impressum suchen Verbraucher auf den Seiten aber meist vergeblich. Da etliche dieser Plattformen im Ausland registriert sind, haben Verbraucher kaum eine Chance, an ihr Geld zu kommen.

Nach Verboten weichen Anbieter auf neue Produkte aus

„Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA den Vertrieb von Binären Optionen an Privatanleger verboten haben, wechseln manche Anbieter offensichtlich einfach zu CFD- und Forex-Trading“, berichtet Brandes. „Teilweise begegnen uns hier dieselben Anbieternamen wieder.“ Im August hat die BaFin Verbraucher auch vor Geschäften mit Differenzkontrakten gewarnt, die auf Plattformen ohne EU-Lizenz abgewickelt werden. Ob Anbieter eine Zulassung für die EU haben, können Verbraucher in der Unternehmensdatenbank der BaFin erfahren.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.