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WER FRÜHER STIRBT, GEWINNT

Pressemitteilung vom

Die meisten Sterbegeldversicherungen lohnen sich nur für diejenigen, die früh versterben. Sie locken mit dem Hinweis, dass keine Gesundheitsprüfung erforderlich ist. Doch wer lange lebt, zahlt drauf. Bestattungen kosten je nach Region und Art der Bestattung zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Aufwändige Bestattungen können teurer sein. Dafür lässt sich auch anders als mit einer Sterbegeldversicherung vorsorgen.

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Schließt ein heute 65-Jähriger eine Sterbegeldversicherung mit einer Beitragspflicht bis zum 85. Geburtstag und einer Auszahlungssumme von 5.000 Euro ab, zahlt er dafür zwischen 22 und 32 Euro monatlich. Bis zum 85. Geburtstag kämen so 5.280 Euro bis 7.680 Euro zusammen. Bei einem monatlichem Beitrag von 32 Euro wäre der Vertrag schon wenige Monate nach dem 78. Geburtstag überzahlt. Würde der Versicherungsnehmer bereits mit 70 versterben, bekämen die Hinterbliebenen die vereinbarte Auszahlungssumme ausbezahlt, obwohl noch nicht alle Beiträge bezahlt wurden.

„Eine Sterbegeldversicherung ist deshalb für beide Seiten eine Wette auf die Zukunft. Wir empfehlen, vor Abschluss einer Sterbegeldversicherung immer auch die Alternativen zu prüfen“, sagt Brigitte Mayer, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Hessen. 

Mit diesen Tipps sorgen Sie für Ihre Bestattung vor

  • Verschaffen Sie sich Klarheit über die Kosten der Bestattung. Holen Sie Angebote verschiedener Bestatter ein.
  • Ist ausreichend Vermögen vorhanden, das Ihre Hinterbliebenen erben, lassen sich davon auch die Bestattungskosten bezahlen.
  • Falls nicht, legen Sie monatlich etwas Geld für die Bestattung beiseite. Dafür bietet sich ein Banksparplan an, wenn es die Möglichkeit gibt, diesen kurzfristig zu kündigen. Alternativ können Sie das Geld auch auf einem Tagesgeldkonto anlegen.
  • Wenn Sie die Einzelheiten Ihrer Bestattung schon zu Lebzeiten festlegen wollen, schließen Sie mit einem Bestatter Ihrer Wahl einen Bestattungsvorsorgevertrag ab. Doch Vorsicht: zahlen Sie die Kosten für die Bestattung auf keinen Fall an den Bestatter, sondern ausschließlich auf ein Treuhandkonto, zum Beispiel bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG. Anderenfalls könnte Ihr Geld im Falle einer Insolvenz des Bestatters verloren sein. Alternativ können Sie auch bei Ihrer Bank ein Sparbuch mit Sperrvermerk einrichten, das auf Ihren Namen für Rechnung eines Dritten – also des Bestattungshauses – läuft.
  • Informieren Sie Ihre Hinterbliebenen über die Vorkehrungen, die Sie getroffen haben und Ihre Wünsche zum Ablauf der Bestattung. Legen Sie Ihre Wünsche am besten schriftlich fest.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.