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Private Krankenversicherungen erhöhen Beiträge

Pressemitteilung vom

Roland B. ist entsetzt: der Beitrag für seine private Krankenversicherung beträgt ab Januar 22 Prozent mehr. So wie Herr B. haben viele privat Krankenversicherte Ende des Jahres 2019 Schreiben von ihren Versicherungsunternehmen bekommen, in denen Beitragserhöhungen zum Jahresanfang angekündigt wurden.

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„Wer in einen anderen Tarif des gleichen Unternehmens wechselt, kann viel Geld sparen. Unter Umständen ist auch eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich“, sagt Daniela Hubloher, Patientenberaterin bei Verbraucherzentrale Hessen. „Bei unserem Aktionstag am 23. Januar in Frankfurt gehen wir auf diese Möglichkeiten näher ein.“

Wechsel in einen anderen Tarif

Eine deutliche Reduzierung des Beitrags ist oft nur möglich, wenn Verbraucher auf bestimmte Leistungen verzichten – zum Beispiel auf die Chefarztbehandlung oder ein Ein-oder Zweibettzimmer im Krankenhaus.

Wer das nicht möchte, kann von seinem Recht Gebrauch machen, innerhalb des Unternehmens unter Anrechnung der erworbenen Rechte und der Altersrückstellung in einen gleichartigen Tarif zu wechseln. Zu den erworbenen Rechten gehört auch, dass eine Veränderung des Gesundheitszustandes nicht zu einem Risikozuschlag führen darf.

Wechsel in den Standardtarif

Der Standardtarif ist ein Tarif, der ungefähr dem Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht (in manchen Bereichen sogar darunter) und von allen Versicherungsunternehmen angeboten wird. Anspruch darauf haben alle Versicherten, die vor dem 01.01.2009 eine Vollversicherung in der Privaten Krankenversicherung abgeschlossen haben und bestimmte weitere Voraussetzungen (Alter, Rente bzw. Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze) für den Zugang erfüllen. Für langjährig Versicherte kann der Standardtarif eine finanzierbare Alternative sein, mit entsprechenden Einschränkungen im Leistungsniveau.

Wechsel in die gesetzliche Krankenvericherung

Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist für unter 55-Jährige möglich, wenn sie versicherungspflichtig sind. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn man eine Angestelltentätigkeit mit einem Gehalt unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze ausübt oder Arbeitslosengeld I bezieht. Wer 55 Jahre und älter ist, kann in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, wenn die Voraussetzungen für eine beitragsfreie Familienversicherung  erfüllt sind.

Veranstaltungshinweis

Die Verbraucherzentrale Hessen bietet am Donnerstag, den 23. Januar  2020 in  ihrem Beratungszentrum Frankfurt, Große Friedberger Straße 13-17 kostenlose Vorträgen und Kurzberatungen zum Thema „Beitragserhöhungen in der Privaten Krankenversicherung“ an.

  • Die Vorträge beginnen um jeweils um 11.00 und um 16.30 Uhr (Dauer ca. 1,5 Stunden).
  • Die Kurzberatungen finden in der Zeit von 13.00 bis 15.30 Uhr statt.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Ausführliche individuelle persönliche Beratungen zum Thema Krankenversicherungen bietet die Verbraucherzentrale Hessen auch in ihren Beratungsstellen Darmstadt, Frankfurt, Fulda und Kassel.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.