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Stark gegen Corona: Essen Sie bunt

Pressemitteilung vom

Gerade in diesen Zeiten ist es Verbrauchern wichtig, ausgewogen und vielfältig zu essen, um alle notwendigen Nährstoffe aufzunehmen und fit zu sein. Viele vertrauen dabei auf Maßnahmen wie hochdosiertes Vitamin C oder Zink über Nahrungsergänzungsmittel oder auf Wundermittel mit Spirulina oder Vitalpilzen. „Das ist nicht nur überflüssig und teuer, sondern kann sogar riskant sein“, sagt Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale Hessen. „Besser ist es, sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren.“

Weitere Fragen zum Thema Ernährung und Corona beantworten unsere Expertinnen an der kostenlosen Hotline (069) 972010-46 dienstags und donnerstags von 10 bis 14 Uhr.

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Eine „Verbesserung“ der Abwehrfunktionen durch Lebensmittel einschließlich Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht belegt. Überzogene Werbung ist für sie daher verboten. Aussagen wie „schützt vor Viren“ oder ähnliches sind unseriös und unzulässig. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht zur Prävention, Linderung oder Therapie von Erkrankungen gedacht. Sie werden weder zugelassen noch vor dem ersten Verkauf von Behördenseite geprüft.

Weitere Informationen zu Corona und Nahrungsergänzungsmitteln gibt es unter klartext-nahrungsergänzung.de, dem Onlineangebot der Verbraucherzentralen zu Nahrungsergänzungsmitteln.

Ausgewogen und vielfältig – leichter als gedacht

Kein Lebensmittel allein liefert alle Nährstoffe. Wer sich gesund ernähren möchte, sollte daher täglich genügend Produkte aus allen Lebensmittelgruppen wählen. Die Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bieten dafür eine einfache Richtschnur:

  • Das Wichtigste sind Gemüse und Obst. Rechnen Sie drei Portionen Gemüse (etwa 400 Gramm) und zwei Portionen Obst (etwa 250 Gramm) pro Person. Hülsenfrüchte (ca. 60 Gramm) und Nüsse (ca. 25 Gramm) können je eine Portion Gemüse und Obst ersetzen.
  • Getreideprodukte sind in der Vollkornvariante die beste Wahl, denn sie liefern neben Energie auch Ballaststoffe, Eisen, Zink und B-Vitamine.
  • Täglich Milch und Milchprodukte bringen Eiweiß, Vitamin B2 und Calcium auf den Speisenplan.
  • Kommen wöchentlich ein- bis zweimal fettreicher Seefisch und maximal 300-600 Gramm Fleisch hinzu, wird der Körper unter anderem Omega-3-Fettsäuren, Jod, Vitamin B12 und Selen versorgt.
  • Eier, vorwiegend pflanzliche Öle wie Rapsöl und rund 1,5 Liter kalorienfreie Getränke vervollständigen den Speisenplan.

Für gesunde Abwehrkräfte sorgen

Ausgewogen zu essen ist gut für unsere Abwehrkräfte. Denn Vitamin C, Folat, B12, B6 und Vitamin A tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Auch bestimmte Mineralstoffe wie Selen, Zink, Eisen und Kupfer sind wichtig für das Immunsystem. „Das heißt aber nicht: Viel hilft viel. Beispielsweise lässt sich schon mit ein bis zwei Stücken Obst oder einer Portion Brokkoli der Vitamin C-Tagesbedarf decken. Eine darüber hinausgehende Vitamin C-Zufuhr bringt nichts, sie wird ausgeschieden“, so Franz weiter.

Einzig Vitamin D kann der Körper meist nicht ausreichend über Lebensmittel aufnehmen. Denn es kommt nur in fettreichen, tierischen Lebensmitteln wie Meeresfischen (z. B. Hering, Lachs), Eigelb, Leber und einigen Speisepilzen vor. Regelmäßige Aufenthalte im Freien von April bis Oktober sorgen normalerweise für eine ausreichende Bildung von Vitamin D in der Haut.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.