Wir sind für Sie da – vor Ort und weiterhin telefonisch und per E-Mail. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin.

INFORMIEREN, FRAGEN, BESCHWEREN

Weit über eine halbe Million Ratsuchende nutzten den Internetauftritt klartext-nahrungsergänzung der Verbraucherzentralen seit dem Onlinestart im Januar 2017. Die Verbraucheranfragen zeigen: Hauptärgernis sind vollmundige Werbeversprechen bei so manchem Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere bei Produkten, die in Online-Shops oder Direktvertrieb angeboten werden. Die Verbraucherzentralen mahnen bei Gesetzgebung und Überwachungsbehörden dringenden Handlungsbedarf für die Sicherheit, Kennzeichnung und den Vertrieb von Nahrungsergänzungsmitteln an.

Off

Die Hersteller werben mit übertriebenen Behauptungen wie „verschafft massive Muskelzunahme“, „Schönheit von innen“ oder „Gelenkbeschwerden lösen sich auf“. Doch Nahrungsergänzungsmittel können keine Wunder bewirken. Anders als Arzneimittel dienen sie auch nicht der Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen.

Direktvertrieb und Internethandel im Fokus

Die Auswertung der rund 650 Fragen und Beschwerden an klartext-nahrungsergänzung zeigt, dass bei den Nutzern vermehrter Informationsbedarf zu Produkten aus Direktvertrieb und Internet besteht. „Wenn Nahrungsergänzungen im Direktvertrieb – oft von Freunden, Verwandten und Bekannten zuhause – angeboten werden, ist es für die Betroffenen besonders schwer, rational und unbeeinflusst zu entscheiden, ob derartige Produkte wirklich notwendig sind“, sagt Andrea Schauff, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Hessen. Mündliche Werbeaussagen und Empfehlungen der selbstständigen Verkäufer, bei denen es sich oftmals um Laien handelt, sind von den zuständigen Behörden kaum überprüfbar. Darüber hinaus häufen sich Hinweise und Beschwerden zu Internetshops. Wie brisant das Thema ist, zeigen die veröffentlichten Warnungen und Untersuchungen zu riskanten Mitteln mit gefährlichen und zum Teil illegalen Zutaten wie Schlankheitskapseln mit Sibutramin oder zu unseriösen Vertriebswegen wie Abo-Fallen.

Heilende Wirkungen nicht belegt

Jeder dritte Ratsuchende erwartet aufgrund der Werbung und Aufmachung vieler Nahrungsergänzungsmittel, dass diese Produkte krankheitslindernde oder -heilende Wirkungen haben. Dabei sollen sie lediglich eine unzureichende Versorgung mit Nährstoffen ausgleichen. Besonders bei Nahrungsergänzungen, die bei Gelenk- oder Muskelbeschwerden angeboten werden, versprechen die Hersteller oft mehr als wissenschaftlich belegt werden kann. „Auch in puncto Wirkversprechen fallen Online-Shops und Direktvertreiber negativ auf“, warnt Schauff. „Das belegen unsere Marktchecks zu Magnesiumprodukten und zu Gelenkmitteln auf klartext-nahrungsergaenzung.de.“

Werbung und Wirklichkeit – Videos und Informationen auf der IGW

Werbung und Wirklichkeit von Nahrungsergänzungsmitteln sind auch Thema am Stand der Verbraucherzentralen in Halle 23 a auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin vom 19. bis 28.01.2018. Besucher sind eingeladen, sich zu informieren und ihr Wissen am Quizrad zu testen. Zwei Videos zum Thema stellen die Verbraucherzentralen hier erstmals vor. Diese zeigen in kurzweiligen Storys, was von typischen Werbeversprechen mancher Versandhändler und Internetanbieter zu halten ist und wie Alternativen zu Gelenkmitteln, Sportler- und Anti-Aging-Produkten aussehen. Am 19. und 20.Januar informiert dort Andrea Schauff zu Nahrungsergänzungsmitteln.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.