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LEBENSMITTEL: MEHR SCHEIN ALS SEIN

Pressemitteilung vom

Ziegenkäse mit Kuhmilch, Guacamole fast ohne Avocado, Ahornsirup, der zu 80 Prozent aus Agavendicksaft besteht …: „Manche Hersteller sind sich für nichts zu schade, um an das Geld der Verbraucher zu kommen“, ärgert sich Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale Hessen. Aktuell ging die Verbraucherzentrale Hessen bereits zum zweiten Mal erfolgreich gegen Tintenfischringe aus Formfisch vor.

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Nach der Lebensmittelinformationsverordnung müssen Fischerzeugnisse und Fischzubereitungen, die wie ein gewachsenes Stück Fisch aussehen, aber tatsächlich aus verschiedenen Stücken bestehen, den Hinweis: „aus Fischstücken zusammengefügt“ tragen. „Es reicht aus unserer Sicht nicht, den Hinweis nur auf die Rückseite zu schreiben. Denn wie die Beschwerde eines hessischen Verbrauchers zu den Calamares à la Romana von Icewind beim Portal lebensmittelklarheit.de zeigt: Verbraucher haben durch die Aufmachung der Vorderseite keinen Anlass, an der Qualität zu zweifeln“, meint Franz.

Der Hersteller Icewind folgte daher der Unterlassungsforderung der Verbraucherzentrale und verpflichtet sich, Tintenfischringe, die aus Fischstücken zusammengefügt sind, ab 2020 nicht ohne deutlich erkennbaren Hinweis zur tatsächlichen Beschaffenheit auf der Schauseite zu bewerben und anzubieten.

Gesundes Misstrauen gefragt

„Dass der Schein häufig trügt, zeigen zahlreiche Meldungen von Verbrauchern und unsere Marktbeobachtungen“, so Franz weiter. Mit Produktnamen und Abbildungen versprechen die Anbieter oft mehr als die Lebensmittel halten. „Wir empfehlen Verbrauchern deshalb, immer genau hinzusehen. Schauen Sie sich die Aufmachung verpackter Lebensmittel möglichst genau an. Prüfen Sie auch die Angaben auf der Rückseite. Fragwürdige Kennzeichnung und Werbung für Lebensmittel können Sie an lebensmittelklarheit.de melden“, rät Franz.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.