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Mit Vitaminen und Mineralstoffen für gute Abwehrkräfte sorgen

Pressemitteilung vom

Die zweite Corona-Welle hat Deutschland fest im Griff. Gleichzeitig beginnt die Erkältungszeit. Da ist ein funktionierendes Immunsystem wichtiger denn je. Keine Frage: Wie gut wir mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt sind, beeinflusst unsere Abwehrkräfte. Über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommene einzelne hochdosierte Nährstoffe wie Vitamin C oder D schützen uns jedoch nicht vor einer Infektion mit dem Grippe- oder neuartigen Corona-Virus. „Wer Lebensmittel abwechslungsreich und bunt auswählt, wappnet sich besser für eine mögliche Infektion“, sagt Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale Hessen.

Einkaufskorb voller Gemüse
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Eine „Steigerung“ der Abwehrfunktionen durch Nahrungsergänzungsmittel ist nicht belegt. „Derartige Versprechen oder Aussagen wie ‚schützt vor Viren‘ sind für die Produkte verboten und reine Geschäftemacherei“, meint Franz. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht zur Prävention, Linderung oder Therapie von Erkrankungen gedacht.

Viel hilft nicht immer viel

Die Vitamine A, C, Folat, B6 und B12 tragen zwar zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Auch bestimmte Mineralstoffe wie Selen, Zink, Eisen und Kupfer sind wichtig für die Abwehrkräfte. Viel hilft aber nicht viel: Eine deutlich über der jeweils empfohlenen Tageszufuhr liegende Aufnahme verbessert die Immunabwehr nicht. Ganz im Gegenteil kann sie zu Gesundheitsstörungen oder Wechselwirkungen mit gleichzeitig aufgenommenen Medikamenten führen. Es gibt kein Nahrungsergänzungsmittel, das nachweislich eine Covid- oder Grippe-Erkrankung verhindern kann.

„Hingegen ist es über herkömmliche Lebensmittel kaum möglich, zu große Mengen von einem einzelnen Nährstoff aufzunehmen. Wir sind mit einer abwechslungsreichen Lebensmittelauswahl bestens versorgt“, so Franz. Dazu gehören neben viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen und dem vollen Korn kleine Mengen tierischer Lebensmittel wie Milchprodukte, Eier, Fisch und Fleisch. Meist reichen schon kleine Mengen aus, um die empfohlene Zufuhr der fürs Immunsystem wichtigen Nährstoffe zu erreichen. So decken bereits ein bis zwei Paranüsse oder eine Portion Fisch den Selen- und eine Portion Grünkohl den Folatbedarf.

Einzig Vitamin D kann der Körper meist nicht ausreichend über Lebensmittel aufnehmen. Denn es kommt nur in fettreichen, tierischen Lebensmitteln wie Meeresfischen (z. B. Hering, Lachs), Eigelb, Leber und einigen Speisepilzen vor. Regelmäßige Aufenthalte im Freien von April bis Oktober sorgen normalerweise für eine ausreichende Bildung von Vitamin D in der Haut und Speicher für die sonnenarmen Monate. Wenn ein Arzt dennoch eine unzureichende Versorgung feststellt, sollte er ein Arzneimittel verschreiben und die Dosierung festlegen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Verbrauchern, über Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr als 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag aufzunehmen.

Auf einen Blick

Lebensmittelquellen und Zufuhrempfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe unter klartext-nahrungsergaenzung.de

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