Menü

URTEIL GEGEN „FATBURNER“

Pressemitteilung vom

Das Landgericht Hamburg verurteilte auf eine Klage der Verbraucherzentrale Hessen die Firma Body Attack. In dem Urteil untersagt das Gericht der Firma unter anderem, ihr Nahrungsergänzungsmittel LIPO 100 als „Fatburner“ (Fett-Verbrenner) zu verkaufen.

Off

Der Hamburger Anbieter für „Sportler-Lebensmittel“ versprach, dass sein „Fatburner“ aus Koffein, L-Carnitin und weiteren Pflanzenstoffen nicht nur die Fettverbrennung optimiert, sondern auch die mentale und muskuläre Stärke verbessert und die Ermüdung bei körperlicher Belastung minimiert. In diesen Aussagen sah die Verbraucherzentrale Hessen Verstöße gegen geltendes Recht.

Nach der europäischen Health Claims Verordnung sind gesundheitsbezogene Angaben verboten, die nicht speziell zugelassen und in eine entsprechende Liste aufgenommen sind. Für die von der Verbraucherzentrale beanstandeten gesundheitsbezogenen Aussagen gibt es keine Zulassung, entschied das Landgericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Body Attack Sports Nutrition GmbH & Co. KG hat Berufung eingelegt.

Unbelegte Behauptungen

„Wir freuen uns, dass das Landgericht Hamburg weitgehend unseren Argumenten folgte“, sagt Kerstin Wolf, Referentin für Rechtsdurchsetzung bei der Verbraucherzentrale Hessen. „Produkte, die Hilfe bei der Gewichtsabnahme und Fitnesssteigerung versprechen, sind gerade bei jungen Menschen gefragt. Wir befürchten, dass sie sich auf fragwürdige Behauptungen zur Gesundheit zu sehr verlassen. Deshalb gehen wir gegen solche Produkte vor.“

Hintergrund

Das Produkt fiel der Verbraucherzentrale Hessen im Rahmen eine Marktchecks zu Fatburner-Angeboten im Internet auf. Den Marktcheck führte die Verbraucherzentrale Hessen für das Projekt Klartext Nahrungsergänzungsmittel durch, gefördert vom Bundesministerium für Lebensmittel und Ernährung.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.