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Quarantäne-Überraschung

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale Hessen gibt Tipps für sichere Auslandsreisen
Reiserecht

Portugal gilt inzwischen als Virusvariantengebiet. Andere Länder könnten folgen. Für Reisende bedeutet das, sie müssen wieder genauer beobachten, wie die Behörden die Lage einschätzen. Die Verbraucherzentrale Hessen gibt Tipps für einen sicheren Urlaub.

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Es war nur eine kurze Phase, in der Verbraucherinnen und Verbraucher relativ sorgenfrei ihren Urlaub planen konnten. Mit der stärkeren Verbreitung der Delta-Variante kommen die Reisewarnungen zurück. Portugal steht daher nun gemeinsam mit Großbritannien und anderen Ländern auf der Liste der Virusvarianten-Gebiete. Vor Reisen in diese Länder warnt das Auswärtige Amt. Steigende Infektionszahlen im Ausland könnten bald zu weiteren Reisewarnungen führen.

Lage beobachten

„Sie sollten die Lage im geplanten Reiseziel genau beobachten“, sagt Kai-Oliver Kruske, Referent bei der Verbraucherzentrale Hessen. „Aus dem letzten Jahr wissen wir noch alle, wie schnell sich die Situation teilweise veränderte und zu welchen Problemen das führte.“ Gegenwärtig ist die Einreise nach Portugal auch für Geimpfte nur unter erschwerten Bedingungen möglich (PCR- oder Antigentest ist Pflicht). Rückreisende müssen sich direkt in Quarantäne begeben. Diese vierzehntägige Quarantäne-Pflicht gilt auch für Geimpfte und Genesene. Ein Freitesten ist nicht möglich.

Nach Bekanntgabe der Entscheidung wurden Flüge aus Portugal plötzlich teurer. Ein schneller Rückflug vor der überraschenden Quarantäne-Pflicht kann dann auch eine finanzielle Belastung darstellen. Staatliche Rückholaktionen für Reisende wird es hingegen vorerst nicht mehr geben.

Vor der Buchung

Wer noch nicht gebucht hat, sollte prüfen, wohin die Reise aktuell gehen kann. Für unsichere Situationen bieten flexible Tarife einfachere Storno-Möglichkeiten. Solche Stornierungen sind aber meist an bestimmte Fristen gebunden.

Vor dem Abschluss von Versicherungen sollten Sie genau überprüfen, wogegen die Versicherung schützt und in welchen Fällen die Versicherung eine Zahlung verweigert. 

Nach der Buchung

Bei Pauschalreisen sind Sie rechtlich besser geschützt. Außergewöhnliche Umstände berechtigen Pauschalreisende beispielsweise zur kostenfreien Stornierung. Eine aktuelle Reisewarnung kann dafür ein Indiz sein. Individualreisende müssen Leistungen, die ausfallen, aber in der Regel auch nicht bezahlen.

„Flugärger“-App der Verbraucherzentralen

Kommt es zu Streit mit den Unternehmen, kann eine rechtliche Beratung sinnvoll sein. Speziell für Probleme mit Airlines bieten die Verbraucherzentralen die „Flugärger“-App. Die App hilft, etwaige Ansprüche bequem und kostenlos zu berechnen und bei der Airline geltend zu machen - zum Beispiel, wenn der Flug verspätet, gestrichen oder umgebucht wurde, oder, wenn es Probleme mit dem Gepäck gibt. Mehr Informationen dazu im Artikel Fluggastrechte - was man bei Flugärger tun kann.

Aktuelle Informationen liefert außerdem das Auswärtige Amt auf seiner Website und in der App „Sicher reisen“. 

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.