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Hautpflege im Winter: plastikfrei und nachhaltig

Pressemitteilung vom
Drei Tipps der Verbraucherzentrale Hessen
Zwei geöffnete Cremedosen aus Metall auf einer blauen Tischdecke

Kälte, Wind und Heizungsluft trocknen die Haut aus. Das macht sich vor allem gegen Ende des Winters bemerkbar. Hautpflegende Produkte bieten Schutz, enthalten aber häufig Kunststoffe und andere bedenkliche Inhaltsstoffe. Die Verbraucherzentrale Hessen gibt Tipps für eine nachhaltige und möglichst unbedenkliche Hautpflege. 

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Die meisten Kosmetikhersteller verwenden in ihren Produkten neben festen Mikroplastik-Teilchen vor allem Kunststoffe in flüssiger, gel- oder wachsartiger Form. „Flüssigkunststoffe sind in Kosmetikprodukten mengenmäßig das viel größere Problem“, sagt Daniela Hubloher, Gesundheitsexpertin der Verbraucherzentrale Hessen. „Bisher ist viel zu wenig bekannt, was diese Kunststoffe bewirken, wenn sie auf die Haut und später ins Abwasser gelangen. Daher sollten Hersteller vorsorglich auf den Einsatz verzichten.“

Für eine nachhaltige und plastikfreie Hautpflege empfiehlt die Verbraucherzentrale: 

  1. Inhaltsstoffe checken und auf Siegel achten 
    Zertifizierte Naturkosmetik ist frei von synthetischen Inhaltsstoffen. Sie ist an Siegeln von NATRUE oder COSMOS/BDIH zu erkennen. Allergiker sollten zusätzlich auf das Siegel des Deutschen Allergie und Asthmabundes (kurz: DAAB) zu achten.

    Hinter Vorsilben wie „Poly-„ oder Begriffen wie „-polymer“, „-methicone“ und „-siloxane“ stecken Kunststoffe. Der online verfügbare Einkaufsratgeber „Mikroplastik und andere Kunststoffe in Kosmetika“ und die Smartphone-App ToxFox des BUND helfen dabei, Kosmetikprodukte mit Kunststoffen zu erkennen.
  2. Fetthaltige Pflege aus Pflanzenölen 
    In den kalten Monaten produziert die Haut von Natur aus weniger Fett. Wer die Haut vor Austrocknung und damit vor Krankheitserregern schützen möchte, nutzt am besten fetthaltige Pflegemittel. Dafür bieten sich besonders Pflanzenöle wie Mandel- oder Jojobaöl an, da sie weder Konservierungs-, noch Duft- oder andere Synthetik-Stoffe enthalten.

    Feste Körperbutter enthält in der Regel keine synthetischen Inhaltsstoffe und benötigt weniger Verpackungsmaterial als Körpercremes und Lotionen. Immer mehr Drogerien, Bioläden, Supermärkte und Unverpacktläden haben feste Körperbutter im Sortiment. Motivierte können Körperbutter mit wenigen Zutaten wie Sheabutter oder Kokosfett auch selbst herstellen. 
  3. Gesunde Lebensweise und viel trinken 
    Empfindliche und gereizte Haut sollte schonend behandelt werden. Wer Probleme mit der Haut hat, sollte Peelings, aggressive Duschgels und heiße Bäder vermeiden. Eine gesunde Ernährung und Sport wirken sich dagegen positiv auf die Haut aus. Insbesondere viel Trinken hilft bei trockener Haut. 

Mehr Informationen auf verbraucherzentrale-hessen.de/plastiksparen 

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