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ALLE JAHRE WIEDER: BERGE VON VERPACKUNGSMÜLL

Pressemitteilung vom

Vor Weihnachten boomen Online-Shopping und Versandhandel. Produkte wie Luxus-Lebensmittel oder Kosmetika stecken in aufwändigen Geschenkverpackungen, die anschließend teuer entsorgt werden.

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„Wir sehen die Politik in der Pflicht, Strukturen und Anreize zur Abfallvermeidung für alle Akteure am Markt zu schaffen“, sagt Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale Hessen. „Verbraucher wollen und können die Last der Abfallvermeidung nicht alleine tragen.“ Deshalb fordert die Verbraucherzentrale Hessen:

  • Die Verpackungsindustrie muss ressourcenschonende und recycelfähige Verpackungen anbieten.
  • Die Lebensmittelhersteller müssen durch passgenauere Verpackungen und Verzicht auf mehrfach verpackte Ware Material einsparen.
  • Der Handel muss mehr Mehrweg statt Einweg und mehr unverpackte Lebensmittel anbieten.
  • Der Gesetzgeber muss ambitionierte und wirksame Vorgaben auf den Weg bringen. Das neue Verpackungsgesetz muss nachgebessert werden.

Hintergrund

Trotz schockierender Nachrichten von Plastikinseln im Meer und Mikroplastik in Lebensmitteln steigen die Verpackungsabfälle insbesondere aus Kunststoff stetig an. Verantwortlich für den Anstieg sind das Online-Shopping, To-go-Verpackungen, Einwegplastikflaschen und Getränkedosen. In Deutschland fällt mit 220 Kilogramm Verpackungsmüll pro Jahr und Einwohner mehr an als in den meisten anderen Ländern. Dabei sind viele Verpackungen unnötig materialintensiv oder überflüssig. Verpackungsarme Lösungen wie Mehrwegsysteme müssen stärker genutzt werden.

Viele weitere Informationen rund um Verpackungen und Verpackungsmüll gibt es auf verbraucherzentrale-hessen.de.

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