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Unberechtigte Forderung auf Verhandlungsbasis

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Das ärgert uns

Maria E. aus Frankfurt soll zahlen. So will es jedenfalls ein Unternehmen namens E-Net Payment Group und wendet sich mit einer schriftlichen Mahnung über 760 Euro an Frau E. Angeblich bestünden Forderungen bei „EuroMillions, EuroWinAg, WebLotto, EuroWin24, NKL/SKL, EuroJackpot“ und anderen, die das Unternehmen geltend machen will.

Bei einer schnellen Zahlung innerhalb von nur 3 Tagen bietet E-Net Payment Group ein vermeintliches „Vergleichsangebot“. Das Unternehmen fordert dann noch 305 Euro. Auch droht es mit der Zwangsvollstreckung und sogar der „Pfändung zukünftiger Rentenansprüche“.

Das rät die Verbraucherzentrale Hessen

Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Zahlen Sie nicht. Die Forderung erscheint unberechtigt und unseriös. Die Firma sitzt angeblich in Bremen, hat aber eine britische Hotline und gibt eine falsche Handelsregister-Nummer an. Zahlung verlangt sie auf ein rumänisches Konto.

Für eine Zwangsvollstreckung braucht man einen sogenannten vollstreckbaren Titel (zum Beispiel ein Urteil). Den Titel erhält ein Gläubiger grundsätzlich nicht, ohne dass man als angeblicher Schuldner davon etwas mitbekommt. Gegen unberechtigte Forderungen kann man sich dann immer noch zur Wehr setzen. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an eine Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe.