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Reisegewinn mit Zusatzkosten

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Das ärgert uns

Eine Traumreise, und dann auch noch geschenkt – wer wird da nicht neugierig? Acht Tage auf die „Sonneninsel Zypern“ wollte die Kompass Holidays GmbH aus Bremen die hessische Empfängerin eines Briefes gerne schicken. Regulär würde diese Reise angeblich fast 800 Euro kosten, schreibt die Firma.

Glücklicherweise liest Larissa R. genau und entdeckt: „Sie (…) erhalten diese Reise (…) fast geschenkt*.“

Dieses Sternchen hat es in sich. Denn die „fast geschenkte“ Reise wird tatsächlich an vielen Stellen teuer. So sollen „exklusive lokale Gebühren“, außerdem eventuell ein Flughafenzuschlag und ein Saisonzuschlag anfallen. Der Flughafenzuschlag beträgt laut Schreiben angeblich bis zu 59 Euro, der Saisonzuschlag bis zu 189 Euro.

Wer nun noch nicht abgeschreckt ist, kann sogar noch weitere Kostenpunkte finden: Zum Beispiel nicht näher genannte Kosten für ein Ausflugsprogramm und „lokale Gebühren“ in Höhe von „ca. 49 Euro“. Obendrein wird der glückliche Gewinner dieser Reise auch noch zur Kasse gebeten, wenn er die Reise alleine antreten möchte. Pro Person und Nacht will man stolze 25 Euro für das Einzelzimmer kassieren – für eine „fast geschenkte“ Reise. Spätestens damit ist der vermeintliche Gewinn wohl in ganz weite Ferne gerückt.

Das rät die Verbraucherzentrale Hessen

Die Verbraucherzentrale warnt vor solchen Schreiben. Die „fast geschenkte“ Reise wird teuer erkauft. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verbietet es, scheinbare Gewinne in Aussicht zu stellen, die nur gegen Zahlung erhältlich sind. Genau diesen Eindruck erweckt das Schreiben unserer Ansicht nach.

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