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Digitales Antennenfernsehen: Aus DVB-T wurde DVB-T2 HD

Stand:

DVB-T - das Digitale Antennen-Fernsehen - ist hinter den Kulissen zu DVB-T2 HD weiter entwickelt worden. Der neue Standard ist seit Sommer 2016 in Ballungsräumen im Testbetrieb und wurde zwischen März 2017 und April 2019 dann regionsweise in ganz Deutschland eingeführt.

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Während die analoge Fernsehtechnik, die in den 50er Jahren den Weg in die Haushalte fand, teilweise bis heute beim Kabelfernsehen in Betrieb und damit gut 65 bis 70 Jahre alt werden konnte, geht es mit den digitalen Abkömmlingen wesentlich schneller zu Ende: DVB-T wurde nur ca. 18. Jahre verbreitet, in einigen Regionen Deutschland sogar weniger, teilweise etwa 10 Jahre, denn die letzten Umstellungen erfolgten erst im Jahre 2008.

Grund der Umstellung ist auch eine Anpassung an die heute weit verbreiteten großen Flachbildfernseher. Dafür werden die Programme per DVB-T2 HD, wie der Name schon sagt, "hochauflösend" im HD-Standard ("High Definition") verbreitet. Weiterhin wird durch ein neues Kompressionsverfahren auch die Anzahl der Programme erhöht.

Leider können die herkömmlichen DVB-T Empfänger nicht mit einem Software-Update für den Empfang von DVB-T2 HD fit gemacht werden.

Deshalb mussten sich alle DVB-T-Nutzer über kurz oder lang neue Empfangsgeräte zulegen. Analoge Röhrenfernseher benötigen dann ebenso einen DVB-T2 HD Receiver als externe Set-Top-Box wie ältere Flachbildfernseher, die seit Jahren oft schon ein DVB-T-Empfangsteil eingebaut haben.

Für "Röhren"-Gucker entfällt natürlich die HD-Qualität; beim Kauf einer Set-Top-Box müssen sie darauf achten, dass diese auch einen SCART-Ausgang hat, mit dem sie an den Fernseher angeschlossen werden kann.

Hierzulande wird DVB-T2 HD zusammen mit dem neuen Kompressionsverfahren HEVC eingeführt, während in Frankreich, Großbritannien und Österreich DVB-T2 (ohne den Zusatz „HD“) mit einem anderen Verfahren läuft. Es hat also keinen Sinn DVB-T2 Boxen oder Fernseher im Ausland zu kaufen: Diese funktionieren in Deutschland nicht.

Set-Top-Boxen und Flachbildfernseher, die für den DVB-T2 HD-Empfang in Deutschland geeignet sind, erkennt man im Handel mit dem grün-weißen DVB-T2 HD Logo.

Für den Empfang der privaten, werbefinanzierten Fernsehsender sind dabei Set-Top-Boxen und Fernseher erforderlich, die auch mit verschlüsselten Programmen umgehen können und über entsprechende Schnittstellen für die Entschlüsselung verfügen. Für die Entschlüsselung fallen Kosten von 69 Euro pro Jahr. Die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender werden grundsätzlich unverschlüsselt übertragen.

Die Umstellung auf DVB-T2 HD erfolgte stufenweise. Nach dem Testbetrieb ging DVB-T2 HD ab dem 29. März 2017 zunächst in den Ballungsgebieten in vollem Umfang auf Sendung. Gleichzeitig erfolgt die DVB-T-Abschaltung. Einen Parallelbetrieb gibt es nicht. Bis Mitte 2019 wurden weitere Regionen aufgeschaltet bzw. DVB-T Sender abgeschaltet.

Wer über eine Dach- oder Außenantenne verfügt, kann diese genauso weiter nutzen wie die weit verbreiteten kleinen Zimmerantennen. Dach- oder Außenantennen werden aber immer eine stabilere Empfangssituation auch in größeren Entfernungen von DVB-T2 HD Sendern gewährleisten.

Wer derzeit über die Anschaffung eines neuen Fernsehers nachdenkt, sollte auf das grüne "DVB-T2 HD" Logo achten. Gerade besonders günstige oder ältere Geräte haben dieses Logo nicht.

Die einfache Bezeichnung "DVB-T2-Tuner integriert" oder "DVB-T HD" reicht nicht aus.