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Groupons - Rabattgutscheine im Internet

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Rund ein Dutzend Unternehmen, darunter Platzhirsche wie Groupon und DailyDeal, aber auch regionale Anbieter, verkaufen per Internet täglich tausende Gutscheine. Doch lohnen sich solche Angebote wirklich?

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Rund ein Dutzend Unternehmen, darunter Platzhirsche wie Groupon und DailyDeal, aber auch regionale Anbieter, verkaufen per Internet täglich tausende Gutscheine. Die Bandbreite der Angebote ist groß und reicht von Frisör- und Restaurantbesuchen, Reisen, Autowäschen, Konzertkarten und Technikartikel bis hin zu Gesundheits- und Wellnessbehandlungen.

Gelockt wird mit Gruppenrabatten bis zu 98 Prozent. Doch lohnen sich solche Angebote wirklich? Die Verbraucherzentrale Hessen hat den Test gemacht und zeigt auf, wo mögliche Fallstricke und Lücken im System liegen und was bei der virtuellen Schnäppchenjagd zu beachten ist. Denn letztlich hat niemand etwas zu verschenken. Je größer der angepriesene Rabatt, desto kritischer sollte man das Angebot prüfen.

Gruppendynamik ermöglicht Preisnachlass

Bei den neuen Portalen spielen das Prinzip des Live-Shoppings und der Gruppenkauf eine wichtige Rolle. Die Idee: je mehr Menschen sich zu einer Gruppe zusammenschließen und gemeinsam etwas einkaufen, desto günstiger wird es am Ende. Man könnte auch von organisiertem Mengenrabatt sprechen. Angelehnt an das Gutschein-Portal groupon.de ist bezüglich der neuen Onlineangebote auch häufig von "Groupon-Diensten" die Rede. Der Begriff "Groupon" ist eine Wortschöpfung aus dem englischen Wort Group (Gruppe) und dem französischen Coupon (Wertmarke).

Theoretisch kann jedes Unternehmen nach Absprache mit den Portal-Betreibern ein Gutscheinangebot veröffentlichen. Meist suchen die Betreiber der Gutscheinportale Unternehmen auf und bitten um deren Mitarbeit. Welche Bedingungen an den Gutschein geknüpft sind, welche Preise veranschlagt werden und wie hoch die Anzahl der zu erwerbenden Gutscheine ist, entscheiden letztlich die Aussteller der Coupons selbst.

Coupons aus dem Internet – wie funktioniert das?

Käufer haben auf den verschiedenen Coupon-Portalen in einem festgesetzten Zeitrahmen – oft sind dies nur 24 Stunden – die Möglichkeit, einen Coupon zu erwerben. Die Anbieter sprechen in diesem Zusammenhang von einem "Deal". Der Gutscheinkauf kommt erst dann zustande, wenn sich die vom Anbieter vorgegebene Mindestanzahl an potenziellen Käufern gefunden hat.

Um einen "Deal" zu tätigen, sind nur wenige Schritte erforderlich

  • Da die Gutschein-Angebote regional nach Städten unterteilt sind und in der Regel von lokalen Anbietern stammen – zum Beispiel von einem Frankfurter Restaurant oder einem Bad Homburger Wellness-Bad –, wird zunächst die in Betracht kommende Stadt ausgewählt.
  • Klingt ein Gutschein interessant, sollten nicht nur Angebot und Preis selbst, sondern auch die Vertragsbedingungen des jeweiligen Anbieters genau unter die Lupe genommen werden. Die meisten Angebote sind nämlich an vielerlei Bedingungen geknüpft oder mit Einschränkungen verbunden.
  • In der Regel folgt dann die Registrierung durch Angabe der persönlichen Daten inklusive Bankverbindung oder Kreditkartendaten; dann kann der Button "Jetzt kaufen" betätigt werden.
  • Bei allen Coupon-Angeboten im Internet muss der Käufer für die Rabattgutscheine im Voraus bezahlen. Die Bezahlung wird meist per Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal vorgenommen.
  • Der Rabattcoupon wird dann in der Regel per E-Mail mit einem entsprechenden Code zum Ausdrucken zugesandt. Vereinzelt werden Coupons auch auf dem Postweg zugeschickt, was meist mit einer zusätzlichen Versandkostenpauschale verbunden ist.
  • Kommt der Vertrag zustande, kann er innerhalb von 14 Tagen ab Erhalt des Gutscheins widerrufen werden. Voraussetzung für den Beginn der Widerrufsfrist ist allerdings, dass der Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt worden ist.

 

 

 
  • Prüfen Sie die Angebote vorab. Stellen Sie Preisvergleiche an, um herauszufinden, ob das angebotene Schnäppchen tatsächlich eines ist. Achten Sie auf mögliche Einschränkungen.
  • Achten Sie auf mögliche Zusatzkosten, zum Beispiel für den Versand.
  • Beachten Sie, dass der Gutscheinkauf erst dann zustande kommt, wenn die vorgegebene Mindestkäuferzahl erreicht ist.
  • Kommt der "Deal" zustande, können Sie den geschlossenen Vertrag mindestens innerhalb von 14 Tagen ab Erhalt des Gutscheins widerrufen.
  • Überlegen Sie genau, welche Daten zur Abwicklung des Vertrages unbedingt erforderlich sind und achten Sie auf eine sichere Datenverbindung, damit die Daten verschlüsselt übertragen werden.