Unsere Beratungsstellen sind wieder geöffnet. Nutzen Sie, wenn möglich, auch unsere anderen Beratungswege: telefonisch, per Video oder E-Mail.

Coronavirus: Wie Sie sich schützen und wer sich testen lassen sollte

Stand:

Viele Verbraucher:innen fragen sich: Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen? Sollte ich mich testen lassen und an wen kann ich mich wenden?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Seit dem 13. November 2021 können Sie sich wieder einmal pro Woche kostenlos testen lassen.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen sollten Sie sich bei Ihrem Hausarzt melden und testen lassen: Wenn Sie typische Symptome für Corona aufweisen, falls Sie Kontakt zu Corona-Kranken hatten, in einem Gesundheitsberuf arbeiten. Oder nach bestimmten Reisen.
  • Zur Vorsorge gelten ähnliche Tipps wie gegen die Grippe: Händewaschen, Vorsicht beim Husten und ein gewisser Abstand zu krank wirkenden Menschen.
  • Zum Schutz der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen wird dringend empfohlen, alle Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten.
Eine kranke Frau sitzt auf dem Sofa und niest in ein Taschentuch
On

Um welches Virus handelt es sich und welche Erkrankungen verursacht es?

Das Coronavirus, SARS-CoV-2, verursacht in erster Linie Erkrankungen der Atemwege. Inzwischen weiß man, dass auch andere Organe betroffen sein können. Die häufigsten Symptome sind Fieber mit mehr als 38°C, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Kratzen im Hals. Es kann auch zu einem vorübergehenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns kommen. Bei schweren Verläufen kommen Atemprobleme oder Lungenentzündung hinzu.

Bei einem Teil der Patienten kann das Virus einen schwerwiegenden Verlauf nehmen. Todesfälle traten vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder chronische Grunderkrankungen hatten. Die ausgelöste Krankheit wird als COVID-19 bezeichnet. Das Wort setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen Corona Virus Disease 2019.


Alle unsere Verbraucher-Informationen zu Corona finden Sie übrigens auf unserer Übersichtsseite zum Thema.


Welche Länder sind von Erkrankungen mit dem Coronavirus betroffen?

Aktuelle Fallzahlen und Informationen zu den Virusvarianten-Gebieten und Hochinzidenz-Gebieten finden Sie beim Robert Koch-Institut.

Was bedeutet die 3G-Regel in Innenräumen?

Am 10. August 2021 hat die Konferenz zwischen Bundeskanzleramt und den Ministerpräsident:innen beschlossen, die sogenannte 3G-Regel in Innenräumen spätestens ab dem 23. August 2021 verbindlich vorzuschreiben. Dies bedeutet, dass öffentliche Innenräume wie etwa von

  • Kranken- oder Pflegeheimen,
  • Restaurants,
  • Fitnessstudios,
  • Friseuren,
  • Hotels oder
  • Schwimmbädern
  • etc.

nur noch Personen zugänglich sein sollen, die geimpft, genesen oder getestet sind. Die Tests müssen dabei aktueller als 24 Stunden (Antigen-Test) bzw. 48 Stunden (PCR-Tests) sein. In Bereichen mit besonders hohem Risiko für Mehrfachansteckungen (z.B. Diskotheken, sexuelle Dienstleistungen) können die Länder außerdem eine PCR-Testung vorschreiben, sodass Antigen-Tests in diesen Fällen nicht ausreichen.

In einzelnen Bundesländern, wie etwa Nordrhein-Westfalen, sind auch Großveranstaltungen im Freien (ab 2500 Teilnehmenden) von der 3G-Regel betroffen.

Mit dem Wechsel von der 7-Tage-Inzidenz zur Hospitalisierungsrate als maßgeblichem Indikator für das Pandemiegeschehen können die Länder die 3G-Regel für bestimmte Bereiche lockern oder vorübergehend aussetzen. Dazu arbeiten sie teilweise mit Krankenhausampeln (etwa in Berlin oder Bayern) oder einer 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz. Die gilt zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen, wobei es noch keine definierten Grenzwerte gibt.

Die 3G-Regel gilt ferner nicht für Schüler:innen, da an Schulen ohnehin regelmäßige Tests durchgeführt werden.

Wann sollte ich mich per PCR-Test auf das Coronavirus testen lassen?

Der PCR-Test (auch Labortest genannt) gilt als der zuverlässigste Test zum Nachweis von Coronaviren. Beim PCR-Test wird Erbmaterial des Erregers vervielfältigt. Dadurch gelingt es, Viren nachzuweisen, auch wenn nur wenige vorhanden sind.

Laut Robert Koch-Institut sollen PCR-Tests durchgeführt werden, wenn aufgrund von Anamnese, Symptomen oder Befunden der Verdacht auf eine SARS-CoV-2- Infektion besteht, insbesondere bei

  1. schweren respiratorischen Symptomen, z.B. akuter Bronchitis, Pneumonie, Atemnot oder Fieber ODER
  2. Störung des Geruchs- und Geschmackssinns ODER
  3. Symptomen oder engem Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall (Kontaktperson)
    → Verdachtsfall meldepflichtig! ODER
  4. Verschlechterung des klinischen Bildes nach anhaltenden akuten respiratorischen Symptomen ODER
  5. akuten respiratorischen Symptome jeder Schwere.

    Insbesondere bei:
  • Zugehörigkeit zur Risikogruppe,
  • Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus,
  • Teilnahme beispielsweise an Veranstaltungen mit unzureichender Einhaltung der AHA+L-Regeln,
  • Kontakt zu Personen mit akuten Atemwegserkrankungen, z.B. im Haushalt, wenn die Ursache ungeklärt,
  • Kontakt zu vielen Personen ODER
  • voraussichtlichem, engem Kontakt zu vielen Personen oder Risikopatienten.

Im stationären Bereich ist es sinnvoll, Patient:innen vor oder bei der Aufnahme, bzw. Mitarbeitende in der Patientenversorgung auch ohne erkennbare Beschwerden zu testen, ebenso in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen.

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht regelmäßig Empfehlungen für Ärzte, nach welchen Voraussetzungen getestet werden sollte.

Da die Immunität nach Infektion oder Impfung sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann, empfiehlt das Robert Koch-Institut bis auf Weiteres, bei geimpften Personen die gleichen Indikationen zur SARS-CoV-2 Testung zu Grunde zu legen wie bei Ungeimpften.

Wer übernimmt die Kosten für einen PCR-Test?

Für die genannten Personengruppen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung/Pflegeversicherung die Kosten für die Tests. Das gilt unabhängig von Ihrem Versicherungsstatus, und damit auch für Personen ohne Versicherungsschutz. Dabei handelt es sich um eine versicherungsfremde Leistung, für die der Bund einen Zuschuss aus Steuermitteln leistet.

Wenden Sie sich als Privatversicherte mit Symptomen an Ihren Arzt und wird der Test ärztlich verordnet, so handelt es sich um einen Versicherungsfall Ihrer privaten Krankenversicherung. Sie bekommen eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Wird der Test vom Gesundheitsamt durchgeführt oder beauftragt, übernimmt der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) die Kosten. Sie werden aus dem Gesundheitsfonds der gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Rückkehrer aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten (sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte) tragen die Kosten der Tests selbst.

Was tun, wenn Praxen PCR-Tests als vertragsärztliche Leistung verweigern?

Mehrfach haben sich Verbraucher:innen aus verschiedenen Bundesländern beschwert, dass sie trotz klarer Rechtslage keine Ärzt:innen gefunden haben, die den PCR-Test mit der Kassenärztlichen Vereinigung in bestimmten, in der Corona-Test-Verordnung festgelegten Konstellationen abrechnen. Meist ging es um Tests, die vor Antritt einer stationären Reha oder vor einer Krankenhausaufnahme verlangt werden – und die die Praxen nur als Selbstzahlerleistung erbringen wollten.

Vor einer stationären Reha oder einem Krankenhausaufenthalt sind PCR-Tests eine Leistung, die die Kassenärztliche Vereinigung erstatten muss. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Rechtsauffassung der Verbraucherzentralen bestätigt.

Wenn Sie den Krankenhausaufenthalt oder Reha-Maßnahme noch vor sich haben, gelten aufgrund des Risikos, das Virus von außen in die Einrichtung zu tragen, aber strengere Vorsichtsmaßnahmen. So sieht es auch die nationale Teststrategie des Robert Koch-Instituts vor.

Anders verhält es sich, wenn Sie bereits aufgenommen wurden. Sie können auf den Antigen-Schnelltest verwiesen werden können, bekommen also keinen kostenfreien PCR-Test.


Die Grafik zeigt verschiedene Tests im Zusammenhang mit Corona

Die Grafik können Sie in voller Auflösung herunterladen (in vielen Browsern: Rechtsklick und Speichern unter...).


Corona-Selbsttest: Eignen sich Do-it-yourself-Tests für zu Hause?

Mit der Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte inzwischen Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung für Privatpersonen zugelassen.

Die Abstriche können Sie eigenständig aus der vorderen Nase entnehmen. Ein tiefes Eindringen in den Nasenrachenbereich ist nicht notwendig. Der Test weist das Virus-Protein im Sekret nach, sofern eine ausreichende Virusmenge vorhanden ist. Ist das Ergebnis positiv, erscheint nach rund 15 Minuten im Sichtfeld ein zweiter farbiger Strich, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest.

Bei den Corona-Speicheltests, auch "Spucktests" genannt, handelt es sich um Antigen-Tests, bei denen der Speichel auf Virusbestandteile getestet wird. Hierbei spucken Sie in einen Speichelsammler. Anschließend tragen Sie die Probe mit einer Pipette auf eine Testkassette auf oder geben sie je nach Hersteller in ein Röhrchen. Nach etwa 15 Minuten können Sie das Testergebnis ablesen.

Schnelltests zeigen eine Infektion erst ab einer bestimmten Anzahl Viren an. PCR-Tests dagegen (Labortests) sind wesentlich empfindlicher und zuverlässiger. Einen positiven Selbsttest müssen Sie mit einem PCR-Test bestätigen lassen.

Was tun, wenn der Selbsttest positiv anschlägt?

Sie müssen ein positives Selbsttestergebnis umgehend durch einen PCR-Test bestätigen lassen. Bitte begeben Sie sich in häusliche Isolation und nehmen Sie telefonisch mit einer Ärztin oder einem Arzt, dem Gesundheitsamt oder einem Testzentrum in Ihrem Bundesland Kontakt auf.

Gibt es eine Meldepflicht bei einem positiven Selbsttests?

Nein. Einen Selbsttest, der positiv ausfällt, sollten Sie jedoch durch einen PCR-Test bestätigen lassen. Bitte begeben Sie sich in diesem Fall in häusliche Isolation, bis das Ergebnis vorliegt. Sie müssen weiterhin die AHA+L-Regeln beachten. Positive Ergebnisse von Antigen-Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden, sind dagegen meldepflichtig. Sie müssen dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden.

Was ist ein Antikörper-Test?

Antikörper-Tests weisen eine abgelaufene Infektion nach, wenn der Körper bereits Antikörper gegen den Erreger gebildet hat. Getestet wird auf spezifische Antikörper im Blut oder Serum. Antikörpertests sagen nichts darüber aus, ob Sie noch infektiös sind, wie lange die Infektion zurück liegt oder ob ein ausreichender Immunschutz gegen eine erneute Infektion vorhanden ist. Diese Tests eignen sich eher dazu herauszufinden, wie viele Menschen in der Bevölkerung die Infektion schon durchgemacht haben. Es gibt Antikörpertests in Form von Labor- oder Schnelltests.

Antikörpertests sind daher zum Nachweis einer akuten Infektion nicht geeignet.

Die Schnelltests werden kommerziell angeboten. Preise liegen zwischen 20 bis 52 Euro. Inzwischen dürfen auch Apotheken solche Tests anbieten.

Seit dem 21. Dezember 2020 dürfen Apotheken nach einer Entscheidung von Bund und Ländern Antikörper-Schnelltests vornehmen. Die Kosten für einen Schnelltest zahlen Sie selbst. Die Preise können die Apotheken frei bestimmen. Da die Durchführung eines Tests eine Schulung voraussetzt, ist der Selbstgebrauch nicht möglich.

Allerdings dürfen Sie in Apotheken nur getestet werden, wenn Sie keine Krankheitssymptome aufweisen. Haben Sie Symptome, müssen Sie sich weiterhin an einen Arzt wenden.

Apotheken können selbst entscheiden, ob sie einen Test-Service anbieten möchten. Sollten Sie einen Antikörper-Schnelltest machen wollten, fragen Sie in Ihrer Apotheke nach. Da das nur mit umfangreichen Arbeitsschutzmaßnahmen geht, werden vermutlich nicht alle Apotheken diesen Service anbieten.

Wohin wende ich mich, wenn ich mich testen lassen möchte?

Der erste Ansprechpartner ist der Hausarzt. Rufen Sie in der Praxis an und schildern Sie Ihren Verdacht.

  1. Handelt es sich um eine leichte Atemwegserkrankung ohne Anzeichen für Corona, kann Sie der Hausarzt krankschreiben. Die Krankschreibung am Telefon ist befristet vorerst bis 31. Dezember 2021 möglich. Sie können, wenn Sie an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei von Ihrem Zustand durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Die Krankschreibung kann telefonisch einmalig für weitere sieben Kalendertage verlängert werden.
  2. Bei einem Termin in einer Arztpraxis sollten Sie bei Verdacht auf Corona räumlich oder zeitlich von anderen Patienten getrennt sein.
  3. Sollte zusätzlich ein Test auf das Coronavirus erforderlich sein, nimmt ihn der der Arzt entweder selbst vor oder informiert Sie darüber, wo Sie sich testen lassen können. Brauchen Sie für diese Untersuchung eine Überweisung, stellt Ihnen der Hausarzt eine aus.
    Achtung: Falls Sie als Verdachtsfall mit leichten Symptomen nach Rücksprache mit dem Arzt erst einmal zu Hause bleiben und es Ihnen dann doch schlechter geht, rufen Sie unverzüglich wieder beim Arzt an und geben Sie Bescheid!

Gibt es eine Testpflicht am Arbeitsplatz?

Nach der bundesweit geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sind Arbeitgeber verpflichtet, Ihnen als Beschäftigten mindestens zweimal pro Woche einen kostenfreien Test anzubieten, wenn Sie durch andere geeignete Schutzmaßnahmen nicht gleichwertig geschützt werden können.
 
In einzelnen Bundesländern, wie etwa in Nordrhein-Westfalen seit dem 1. Juli 2021, gibt es darüber hinaus eine Testpflicht, wenn Sie nach mehrtägiger Abwesenhet, etwa durch Urlaub, in den Betrieb oder die Dienststelle zurückkehren. Ausnahme: Sie sind vollständig geimpft oder genesen. Dann gilt diese Verpflichtung nicht. Beachten Sie aber, dass Ihr Arbeitgeber, etwa durch Betriebsvereinbarungen, selbst noch andere Regelungen für weitere Pflichten der Mitarbeitenden treffen kann.

Ersteinschätzung zu Infektion auch telefonisch unter 116 117 möglich

Unter der Rufnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdiensts können Sie eine telefonische Ersteinschätzung bekommen, ob Sie möglicherweise an COVID-19 erkrankt sind.

Wählen Sie die Nummer und fragen nach der Ersteinschätzung, wird man Sie nach Patienten­daten wie Geschlecht und Alter, chronischen Krankheiten, Vorerkrankungen und Medika­tion, Leitsymptomen und Begleitbeschwerden fragen. Das Ergebnis ist dabei keine Diagnose, sondern eine Einschätzung, wie dringlich eine Behandlung ist.

Sie bekommen außerdem eine Empfehlung, wer für Sie die richtige Anlaufstelle für eine Behandlung ist.

Weitere verlässliche Antworten und konkrete Informationen, wie Sie sich schützen und anderen helfen können, finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums unter https://www.zusammengegencorona.de.

Auch bei Schnupfen und Halsschmerzen: mindestens fünf Tage in Isolation

Wer bei leichten Erkältungssymptomen die Testkriterien nicht erfüllt, sollte sich laut dem Robert Koch-Institut (RKI) für mindestens fünf Tage zu Hause isolieren, bis die akuten Symptome abklingen. Sich auszukurieren, ist medizinisch für die Heilung sinnvoll, auch wenn keine zusätzliche ärztliche Behandlung erforderlich ist. Das RKI weist darauf hin, dass alle Personen mit respiratorischen Symptomen potenziell an Covid-19 erkrankt sein könnten.

Haben Sie eine Atemwegserkrankung, können Sie sich vorerst bis zum 31. Dezember 2021 telefonisch bei Ihrem Hausarzt krankschreiben lassen (siehe auch "Wohin wende ich mich, wenn ich mich testen lassen möchte?").

Da sich die geänderten Test-Empfehlungen auf die Dunkelziffer der Infizierten auswirken können, ist es wichtig, dass Sie die AHA+L-Regeln einhalten und die Zahl der individuellen Kontakte reduzieren.

Weitere Informationen zu Corona erhalten Sie auch bei den zuständigen Stellen in Ihrem Bundesland. Einige haben spezielle Telefonnummern geschaltet.

Wie sollte ich mich in Quarantäne verhalten?

Im Kampf gegen Corona kommt es entscheidend darauf an, dass Erkrankte das Virus nicht weiter verbreiten. Für Betroffene und ihre Kontaktpersonen können die Behörden darum Isolation und häusliche Quarantäne verhängen.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Experten gehen derzeit davon aus, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt, im Mittel etwa fünf Tage. Als Inkubationszeit gilt der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung.

Wie wird das Virus übertragen?

Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist laut Robert Koch-Institut die Aufnahme von virushaltigen Partikeln beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen. Je nach Partikelgröße unterscheidet man zwischen größeren Tröpfchen und kleineren Aerosolen. Während größere Partikel schnell zu Boden sinken, können Aerosole über längere Zeit in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen.

Neben der Tröpfcheninfektion kommen auch Kontakt- und Schmierinfektionen in Betracht, weshalb eine gute Händehygiene sinnvoll ist.

In der Regel können Sie für andere ansteckend sein, sobald die Symptome eintreten. In einigen Fällen können Sie aber auch ansteckend sein, wenn Sie milde oder keine Symptome haben.

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

Nach bisherigem Wissensstand zu möglichen Übertragungswegen schützen

  • Husten- und Nies-Etikette,
  • Händehygiene,
  • Mund-Nase-Bedeckungen und
  • ein bis zwei Meter Abstand zu krankheitsverdächtigen Personen.

Diese Maßnahmen sind übrigens immer sinnvoll: Sie schützen gerade in Erkältungs- und Grippezeiten auch vor einer Infektion mit anderen Erregern.

Viele Verbraucher:innen waren beunruhigt, weil sowohl in den Apotheken, als auch in den Drogerien Händedesinfektionsmittel knapp wurden. Aber: Händewaschen ist eine ebenfalls sehr wirksame und einfache Methode, um sich und andere vor Infektionen zu schützen. Allerdings waschen viele Menschen ihre Hände zu kurz und reduzieren damit die Anzahl der Keime auf der Haut nicht wirksam. Gründliches Händewaschen sollte 20 bis 30 Sekunden dauern und fünf Schritte umfassen:

  1. Halten Sie Ihre Hände unter fließendes Wasser und wählen Sie die Temperatur so, wie es Ihnen angenehm ist.
  2. Seifen Sie Ihre Hände gründlich ein: Handaußen- und -innenflächen, Fingerspitzen, Daumen und Fingerzwischenräume sowie Fingernägel.
  3. Reiben Sie die Seife 20 bis 30 Sekunden gründlich ein.
  4. Spülen Sie die Hände unter fließendem Wasser ab. In öffentlichen Toiletten schließen Sie den Wasserhahn am besten mit einem Einweghandtuch oder dem Ellbogen.
  5. Trocken Sie die Hände gründlich ab, in öffentlichen Toiletten am besten mit einem Einmalhandtuch.

Wenn Sie keine Waschmöglichkeiten haben, achten Sie darauf, mit Ihren nicht Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren und Speisen nicht mit den Händen zu essen.

Normale Seife ist ausreichend. Bisher gibt es keine Studien, nach denen die Verwendung von Seifen mit antimikrobiellen Zusätzen einen Nutzen bringt. Sogar ohne Seife reduziert allein das Waschen mit Wasser die Anzahl der Krankheitserreger.

Gut zu wissen: Infos, dass Nahrungsergänzungsmittel vor Corona schützen, sind übrigens falsch.

Husten- und Nies-Etikette

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen Abstand von anderen Personen.
  • Haben Sie kein Taschentuch griffbereit, husten oder niesen Sie in die Armbeuge und wenden sich dabei von anderen Personen ab.

Mund-Nasen-Schutz

Die Bundesländer haben eine Maskenpflicht für bestimmte Bereiche beschlossen. Welche das im Einzelnen sind, sehen Sie z.B. auf der Internetseite Ihrer Landesregierung.

Gerade medizinische Masken, wie OP-Masken und FFP2- Masken, verringern die Virenmenge, die Sie aus- und einatmen. Ausführliche Informationen zu Mund-Nase-Schutz finden Sie in diesem Artikel.

Wichtig ist außerdem, dass Sie die sogenannten AHA+L-Regeln einhalten: Abstand – Hygiene – Alltagsmaske und Lüften.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gegen das Coronavirus stehen mir zur Verfügung?

Eine spezifische Therapie gibt es derzeit nicht. Sie werden, wenn Sie erkrankt sind, entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes symptomatisch behandelt, z.B. mit Sauerstoff, Flüssigkeit und Antibiotika bei bakteriellen Begleitinfektionen.

Quellen / weitere Informationen

Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zu Corona

Informationen der Bundesregierung zum Coronavirus

Informationen zum Coronavirus beim Gesundheitsamt Frankfurt

FAQ zu Corona beim Robert Koch-Institut

Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (unter anderem zu Hygiene bei Husten und Niese sowie Händewaschen)

Bundesarbeitsministerium zu Fragen von Berufstätigen

Die Bundesregierung stellt außerdem Informationen zu Corona in Leichter Sprache bereit.

Der Verein Ethno-Medizinisches Zentrum hat einige Informationen zu Corona und den Regelungen in Deutschland auf verschiedene Sprachen übersetzt - damit Menschen mit Migrationshintergrund sich möglichst gut informieren können.