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Was sich im Alter ändert

Stand:

Das Alter bringt neben einer veränderten Körperzusammensetzung auch ein anderes Geschmacksempfinden und ein vermindertes Durstgefühl mit sich. Wir geben Tipps wie Sie sich den Genuss beim Essen erhalten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Körperliche Veränderungen wie eine andere Körperzusammensetzung, Geschmackswahrnehmungen oder Durstempfinden sind im Alter normal.
  • Mahlzeiten sorgen für Struktur im Tagesablauf und bringen Freude und Genuss.
  • Körperliche Betätigung, Spaziergänge und Gymnastik fördern den gesamten Stoffwechsel und das Gleichgewichtsgefühl und helfen möglichst vital und selbständig zu bleiben.
  • Trinken nicht vergessen: Auch wenn das Durstempfinden abnimmt, ist ausreichendes Trinken wichtig.
Senioren halten die Hände aufeinander
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Wie sich der Körper verändert

In Deutschland leben immer mehr Ältere, laut Statistischem Bundesamt waren Ende 2018 rund 17,9 Millionen Menschen 65 Jahre alt und älter. Dabei ist die große Gruppe der Älteren sehr unterschiedlich, was die körperliche Aktivität oder die Beeinträchtigung durch Erkrankungen betrifft. So machen sich körperliche Veränderungen früher oder später im Alter bemerkbar. Mit zunehmendem Alter werden die Muskel- und Knochenmasse und der Anteil an Wasser im Körper geringer, während der Anteil an Körperfett steigt. Tipp: Bleiben Sie entsprechend Ihren Fähigkeiten körperlich aktiv. Das hilft die Muskel- und Knochenmasse möglichst lange zu erhalten. Eine calciumreiche Kost kann dies unterstützen.

Weniger Energie, mehr Nährstoffe nötig

Der Bedarf an Energie bzw. Kalorien sinkt durch die körperlichen Veränderungen. Der Körperbraucht also weniger Kohlenhydrate und Fett. Die Menge an Protein (Eiweiß), Vitaminen und Mineralstoffen für den Erhalt des Stoffwechsels bleibt hingegen gleich. Tipp: Greifen Sie zu bei Lebensmitteln mit geringem Energie- und hohem Nährstoffgehalt, wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukten.

Schmecken, sehen, riechen – welchen Einfluss haben die Sinne

Geruchs- und Geschmackssinn nehmen mit dem Alter ebenfalls ab. Wie stark sich die Wahrnehmung für die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter verringert, ist von Person zu Person unterschiedlich, häufig werden süß und salzig weniger wahrgenommen. Medikamente, Veränderungen der Mundschleimhaut oder Zahnprothesen können dies verstärken. Wer zudem nicht mehr gut sieht, kann Form und Farbe von Speisen weniger unterscheiden. Dadurch kann schnell die Lust am Essen verloren gehen.

Tipp: Verwenden Sie Kräuter und Gewürze statt Salz, diese regen den Appetit an und liefern zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe. Richten Sie das Essen appetitlich an und achten Sie auf farbliche Kontraste. Das Auge isst mit, sodass ein schön gedeckter Tisch und gute Beleuchtung die Freude am Essen erhöhen.

Wenn der Appetit nachlässt

Insbesondere im hohen Alter ist Appetitlosigkeit verbreitet. Diese kann viele Ursachen haben:

  • Veränderungen im Hormonhaushalt,
  • eine verringerte Speichelbildung,
  • eine langsamere Magenentleerung und Verdauung,
  • ein schnelleres Sättigungsgefühl,
  • Kaubeschwerden,
  • das Nachlassen der Sinneswahrnehmung,
  • Erkrankungen und Medikamente,
  • Einsamkeit und mangelnde Ansprache.

Diese Beeinträchtigungen können förmlich auf den "Magen schlagen" - die Lust auf Essen schwindet. Hält die Appetitlosigkeit längere Zeit an, kann sie sogar zu Mangelernährung führen. Tipp: Körperliche Bewegung im Freien wirkt appetitanregend. Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Gestalten Sie das Speisenangebot bunt und abwechslungsreich.

Trinken nicht vergessen

Eine eingeschränkte Nierenfunktion, nachlassendes Durstempfinden, der abnehmende Wasseranteil des Körpers oder einfaches Vergessen führen schnell zum Austrocknen des Körpers und möglichen gesundheitlichen Schäden. Dabei ist eine Trinkmenge von 1,5 Liter im Alter besonders wichtig, denn eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme verursacht Müdigkeit, Kopfschmerzen, Vergesslichkeit oder Verwirrtheit, die durch eine ausreichende Trinkmenge behoben werden können.

Tipp: Trinken Sie, auch ohne Durst zu haben. Geeignete Getränke sind Trink- und Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen aus ¼ Saft und ¾ Wasser. Auch Suppen oder wasserhaltige Lebensmittel wie Gurke oder Wassermelone können einen kleinen Beitrag leisten. Sie wollen Ihre Trinkmenge überprüfen? Hier kann ein Trinkprotokoll helfen