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Für Weihnachten ganz entspannt online shoppen

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Deine To-Do-Liste für Dezember ist jetzt schon voll? Die gute Nachricht: Wenn du keine Zeit oder Nerven für die Runde durch das Kaufhaus hast, kannst du es dir mit einer Decke auf dem Sofa bequem machen und die Geschenkeliste im Netz erledigen. Besonders entspannt wird dein Onlineeinkauf mit unseren Tipps. Und falls das ein oder andere Geschenk vielleicht doch nicht passen sollte – hier findest du alles Wissenswerte zu Rückgabe, verspäteter Lieferung & Co.

Junger Mann mit Tablet-PC kauft online Weihnachtsgeschenke
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6 Tipps für dein Online-Weihnachts-Shopping von Cosima

  1. Mach eine Liste: Bevor du loslegst, solltest du dir eine Liste machen. Wen möchtest du beschenken? Wie ist dein Budget? Hast du schon Ideen oder hat dir das ein oder andere Familienmitglied bereits einen Wunsch verraten? Mach für jedes gekaufte Geschenk einen Eintrag. Profis bewahren diese Liste auf. So kaufst du im nächsten Jahr nicht aus Versehen das gleiche Geschenk noch einmal.
  2. Lieber spät als früh: Der frühe Vogel fängt den Wurm? Jein. Klar, wer am 22.12. bestellt, muss damit rechnen, dass das Paket nicht mehr rechtzeitig ankommt. Wer aber bereits im November oder Anfang Dezember seine Weihnachtseinkäufe online tätigt, vergibt möglicherweise sein 14-tägiges Widerrufsrecht (mehr Infos gibt es weiter unten). Zwar bieten viele Händler um die Weihnachtszeit ein verlängertes Rückgaberecht an, aber eben nicht alle. Wenn du sicher sein möchtest, dass du dein Geschenk im Zweifelsfall zurückgeben kannst, solltest du die 14-Tage-Frist bei deiner Bestellung berücksichtigen.
  3. Ohne Risiko bezahlen: Gerade bei Geschenken solltest du darauf achten, dass du im Fall einer Rückgabe deinem Geld nicht mühsam hinterherlaufen musst. Deshalb empfehlen wir beim Online-Shoppen den Kauf per Rechnung oder per Einzugsermächtigung. Wenn du per Rechnung bezahlst, überweist du erst, wenn du die Ware erhalten hast. Bei einem Kauf per Lastschrift kannst du mindestens innerhalb von acht Wochen nach dem Bankeinzug widersprechen. Anders bei der Direktüberweisung. Hier musst du das Geld im Zweifel vom Händler zurückfordern.
  4. Vorsicht bei Fakeshops: Wenn du dir nicht sicher bist, ob ein Anbieter im Netz seriös ist, solltest du als erstes das Impressum suchen. Dort müssen auf jeden Fall eine Firmenadresse und – je nach Geschäftsform – auch ein Geschäftsführer zu finden sein. Zurückhaltung ist auch bei phänomenal günstigen Preisen geboten, die weit unter dem Durchschnitt der anderen Anbieter liegen. Dahinter verbirgt sich meist nichts Gutes. Weitere Tipps, wie du unlautere Anbieter erkennst, gibt es >> hier.
  5. Desktop statt mobil: Onlinehändler gehen davon aus, dass Einkäufe, die unterwegs gemacht werden, eher impulsive Entscheidungen sind. Wer schnell zuschlägt, vergleicht keine Preise. Deshalb ist das Einkaufen per Handy und Tablet oftmals teurer als das Shoppen am Computer.
  6. Mach den Browser leer: Preislich kann es sich lohnen, die Verlaufsdaten in deinem Browser zu löschen. Onlineshops werten – wie viele andere Seiten auch – dein Nutzerverhalten aus und schlagen zum Beispiel bei Produkten, die du dir schon ein paar Mal angesehen hast, gerne auch mal etwas drauf.

Schreibtisch mit Verpackungsmaterial und Geschenkpäckchen

Gut zu wissen – das sind deine Rechte beim Onlineshopping!

Passt nicht! Und jetzt?

Dein Geschenk war nicht der Hit? Macht nichts. Bei online Einkäufen steht dir per Gesetz meistens ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Das bedeutet, dass du innerhalb dieser Frist ohne Angaben von Gründen von dem Kaufvertrag zurücktreten kannst. Denn anders als im Laden hattest du vor dem Einkauf ja keine Möglichkeit, die Ware gründlich in Augenschein zu nehmen. Deshalb gesteht dir der Gesetzgeber hier eine 14-tägige Bedenkzeit zu.

14 Tage Widerrufsrecht

Die Frist für den Widerruf beginnt am Tag, nachdem du die bestellten Waren vollständig erhalten hast. Handelt es sich beim Gegenstand des Vertrags um eine Dienstleistung, dann beginnt die Widerrufsfrist am Tag nach Vertragsschluss.

Wenn du die gekaufte Ware zurückgeben möchtest, dann musst du dem Händler erklären, dass du von deinem Widerrufsrecht Gebrauch machst. Rein theoretisch kannst du das auch am Telefon tun, aber wir empfehlen, hier immer schriftlich vorzugehen. Also am besten per Mail, Fax oder Brief. Dann hast du im Streitfall einen Beleg zur Hand. Oftmals liegt den Paketen auch ein Vordruck für ein Widerrufsformular bei, das du einfach ausfüllen kannst. Nachdem du den Händler informiert hast, musst du die Ware innerhalb von 14 Tagen wieder auf den Weg bringen. Der Verkäufer ist verpflichtet, dir das Geld innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware zurückzuzahlen. Er kann mit der Überweisung aber so lange warten, bis er die Ware von dir zurückerhalten hat oder du ihm einen Einlieferungsbeleg zusendest.

Bitte beachte: Die kommentarlose Rücksendung des Warenpakets ist kein wirksamer Widerruf. Du hast die Widerrufsfrist gewahrt, wenn du die rechtzeitige Absendung des Widerrufs beweisen kannst. Ob der Widerruf vor Ablauf der Frist beim Händler ankommt, ist dabei nicht entscheidend.

Und was ist mit den Versandkosten?

Die Versandkosten, die bei der Bestellung auf dem Weg zu dir entstanden sind, kann der Händler dir nicht in Rechnung stellen, wenn du von deinem Widerrufsrecht Gebrauch machst. Ausnahme sind Sonderkosten zum Beispiel bei einer Expresslieferung. Im Gegenzug musst du die Kosten für die Rücksendung der Waren tragen, es sei denn, der Händler hat sich bereit erklärt, sie zu übernehmen oder dich nicht vor Vertragsschluss über die Kosten bei der Rücksendung informiert. Das ist besonders bei Auslandsbestellungen zu beachten, da hier der Rücktransport sehr teuer werden kann.

Gibt es Ausnahmen vom Widerrufsrecht bei Onlineshopping?

Ja, die gibt es. Nicht alles kann zurückgeschickt werden. Ein für dich geschneiderter Maßanzug, ein mit Namen besticktes Handtuch für deine Nichte oder ein Füller mit Wunschgravur – wenn die Ware nach deinen Wünschen zugeschnitten ist, besteht kein Widerrufsrecht. Auch schnell verderbliche Lebensmittel oder online erworbene Bahntickets, Pauschalreisen und Konzertkarten sind vom Widerrufsrecht ausgeschlossen.
Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene verschlossen sind, sowie versiegelte CDs und DVDs kannst du nur mit unbeschädigtem Siegel innerhalb der Widerrufsfrist zurückgeben. Auch wenn du prinzipiell ein Widerrufsrecht hast - wenn du das Siegel entfernst, verlierst du es – auch, wenn die Widerrufsfrist noch nicht abgelaufen ist. Auch beim Erwerb von digitalen Inhalten wie Musik, Filmen oder Serien kann das Widerrufsrecht erlöschen, sobald der Download oder das Streaming beginnt.

Viele weitere wichtige Informationen rund um das Widerrufsrecht findest du in diesem Artikel.

Zu spät geliefert – wie geht’s weiter?

Der Onlinehandel boomt. Besonders an Weihnachten. Das bringt manche Händler und besonders die Logistikdienstleister zuweilen an ihre Grenzen. Wenn die verzögerte Lieferung Probleme verursacht, weil du zum Beispiel über die Feiertage zu deinen Eltern gefahren bist und das Päckchen jetzt beim Nachbarn auf deine Rückkehr wartet, kannst du innerhalb von 14 Tagen problemlos von deinem Widerrufsrecht Gebrauch machen.

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