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Fast jeder Dritte wurde schon einmal gehackt

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentralen informieren über Häufigkeit von gehackten Accounts und die Erwartungen der Betroffenen
Unsere Verbrauchercafés "Meine Daten im Griff": Jemand tippt auf einem Smartphone, im Hintergrund eine Kaffeetasse auf einem Tisch

Der E-Mail-Account gehackt, aus dem eigenen Bankkonto ausgesperrt – für die meisten Menschen ist das ein Alptraum. Eine Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen zeigt nun: Knapp ein Drittel aller Nutzerinnen und Nutzer von Online-Accounts in Deutschland musste bereits Erfahrungen mit Account-Hacking machen. Besonders Social-Media-Konten sind von solchen Angriffen betroffen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts Gelszus im Auftrag der Verbraucherzentralen.

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Von einem gehackten Social Media-Account berichten 35 Prozent der Betroffenen, 28 Prozent hatten schon einmal mit einem gehackten E-Mail-Konto zu tun und bei 21 Prozent wurde deren Konto bei einem Online-Marktplatz angegriffen.

Die große Mehrzahl der Befragten (84 Prozent) empfindet einen Angriff auf ihr Online-Banking-Konto als besonders besorgniserregend, gefolgt von Messenger-Diensten (75 Prozent) und E-Mail-Konten (73 Prozent).

Lohnt sich: Unterstützung durch Anbieter

86 Prozent der Betroffenen konnten die Kontrolle über ihren Account wiedererlangen. Die Umfrage zeigt auch: Im Fall eines Hacker-Angriffs lohnt es sich, den Anbieter einzuschalten. 97 Prozent derjenigen, die sich an den Anbieter wandten, konnten mit dessen Hilfe die Kontrolle über ihren Account zurückerlangen. Bei denjenigen, die keine Hilfe vom Anbieter hatten, gelang dies nur 74 Prozent.

Ausbaufähig: Hilfsangebote der Unternehmen

Im Falle eines Hacker-Angriffs wüsste nur die Hälfte der Befragten, wie sie sich verhalten sollen. Die Befragten wünschen sich dabei vor allem Hilfe zur Selbsthilfe: Für 45 Prozent der Befragten ist das die bevorzugte Option. 30 Prozent würden sich zuerst an den Kundenservice des Unternehmens wenden und 17 Prozent würden Hilfe von Dritten, vor allem aus ihrem privaten Umfeld, in Anspruch nehmen.

E-Mail-Adresse und Passworte sind digitale Schlüssel

Bei den meisten Online-Accounts funktioniert die Anmeldung über eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. Wurden die Zugangsdaten gehackt, hält jemand anderes die Schlüssel in der Hand. Die Verbraucherzentralen haben daher Informationen zusammengestellt, wie sich Datendiebstahl verhindern lässt und was im Falle eines gehackten Accounts zu tun ist.

 

Hintergrund

Die Umfrage „Persönlicher Support von Unternehmen bei Account-Hacking“ wurde im Sommer 2023 von der Gelszus rmm Marketing Research GmbH durchgeführt. Befragt wurden 1027 Personen ab 18 Jahren mit Hauptwohnsitz in Deutschland. Die Teilnehmenden der Online-Befragung wurden bevölkerungsrepräsentativ nach Geschlecht, Alter und Wohnregion ausgewählt.

Weitere Ergebnisse der Umfrage auf www.verbraucherzentrale-hessen.de/account-hacking.

Die Umfrage wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz geförderten Projektes „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ erstellt.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
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