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Telefonerotik: Immer wieder unberechtigte Forderungen

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Das ärgert uns

Völlig fassungslos wandte sich Herr M. aus Gießen an die Beraterinnen der Verbraucherzentrale in Gießen. Bereits Anfang September 2019 erhielt er eine Rechnung für einen angeblich über seinen Telefonanschluss genutzten „Service für Erwachsene“. 90 Euro sollte er in bar per Einschreiben an eine P.O.Box in Prag (Tschechische Republik) schicken oder auf ein tschechisches Konto überweisen. Gut drei Wochen später erhielt er eine Mahnung über 140 Euro (90 Euro zuzüglich „Verzugskosten“ in Höhe von pauschal 50 Euro). Inzwischen war im Betreff von einem „Service für besondere sexuelle Ansprüche“ die Rede.

Herr M. konnte sich an solche besonderen Dienstleistungen nicht erinnern und blieb hartnäckig: Er reagierte und zahlte auch nicht. Mit der zweiten Mahnung, die er Ende Oktober erhielt, wurden weitere 58 Euro „Überprüfungs- und Bearbeitungsgebühren“ draufgeschlagen, so dass sich die vorläufige Endsumme auf 198 Euro belief. Was hier überprüft und bearbeitet werden musste, bleibt das Geheimnis des ominösen Anspruchstellers, der sich in den aktuellen Fällen „Wetson“ nennt und die Zahlungsansprüche im Wege des sogenannten Factorings (Abtretung) erworben haben will.

Die Masche ist nicht neu: Die Verbraucherzentralen warnen immer wieder vor den Firmen TRC Telemedia, MB Direct Phone Ltd. bzw. Czech Media Factoring, Kaver Plus, Euro Solutions s.r.o. oder Factor. Diese verschickten Rechnungen mit Hauptforderungen in Höhe von 75 bis 90 Euro. Wer nicht zahlt, wird mit vielen weiteren Mahnungen traktiert. 

Das rät die Verbraucherzentrale Hessen

  • Niemals zurückrufen, wenn man die Rufnummer nicht kennt.
  • Keinesfalls zahlen.
  • Der vermeintlichen Forderung schriftlich widersprechen. .