Wir suchen Verstärkung! Hier geht es zu unseren offenen Stellen.

Regionalfenster: Ein Schritt zur einheitlichen Kennzeichnung von regionalen Lebensmitteln

Stand:
Mit dem "Regionalfenster" wird seit Januar 2013 eine freiwillige Kennzeichnung für regionale Lebensmittel in fünf Modellregionen, darunter Berlin und Brandenburg, erprobt. Die Verbraucherzentralen haben in den Testmärkten überprüft, ob das neue Deklarationsfeld Verbraucher klar und eindeutig über die regionale Herkunft der Produkte informiert. Die Ergebnisse zeigen vor allem Nachbesserungsbedarf in der Kennzeichnung für zusammengesetzte Lebensmittel.

Mit dem "Regionalfenster" wird seit Januar 2013 eine freiwillige Kennzeichnung für regionale Lebensmittel in fünf Modellregionen, darunter Berlin und Brandenburg, erprobt. Die Verbraucherzentralen haben in den Testmärkten überprüft, ob das neue Deklarationsfeld Verbraucher klar und eindeutig über die regionale Herkunft der Produkte informiert. Die Ergebnisse zeigen vor allem Nachbesserungsbedarf in der Kennzeichnung für zusammengesetzte Lebensmittel.

Off

Für viele Verbraucher ist die regionale Erzeugung, Verarbeitung und Herkunft der Rohstoffe der Lebensmittel ein wichtiges Kaufkriterium. Doch die derzeitige Kennzeichnung von Herkunftsangaben ist unklar und ungenügend. Was sich hinter Begriffen wie ‚Heimat’ oder ‚Region’ und den unzähligen Siegeln versteckt, bestimmen Handel und Hersteller.

Mit dem vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderten Regionalfenster soll mehr Transparenz bei der Kennzeichnung regionaler Lebensmittel geschaffen werden. Dies gelingt aber nach Einschätzung der Verbraucherzentralen nur in eingeschränktem Maße: Das zeigen die Ergebnisse der Marktchecks in den vom Trägerverein Regionalfenster e.V. ausgewählten Testmärkten in den Regionen Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin/ Brandenburg und Hamburg/Schleswig-Holstein.

Bei Monoprodukten, deren einzige Zutat zu 100 Prozent aus der genannten Region stammen muss, war die Kennzeichnung im Regionalfenster eindeutig. Bei zusammengesetzten Produkten wurden jedoch Mängel in den Kennzeichnungsregeln offensichtlich. Die Kriterien des Regionalfensters lassen es nämlich zu, dass der Regionalanteil der Zutaten lediglich gut die Hälfte des Produktgewichtes betragen muss. Ist der Anteil geringer, müssen so viele weitere Zutaten regionaler Herkunft sein, bis mindestens 51 Prozent erreicht sind. Wie hoch der tatsächliche Anteil an regionalen Zutaten im Produkt ist, erfährt der Verbraucher aber erst aus der Zutatenliste. Hier müsse in doppelter Hinsicht nachgebessert werden, kritisiert Schauff. "Der Anteil der regionalen Zutaten am Gesamtgewicht muss im Regionalfenster nachvollziehbar deklariert sein und generell der Mindestanteil an Regionalzutaten erhöht werden."

Der Zusatz "neutral geprüft" im Kennzeichnungsfeld suggeriert, dass eine staatliche Stelle die Einhaltung der Angaben kontrolliert. Die Kontrollstellen müssen im Kennzeichnungsfeld genannt werden, nur dann lässt sich wirklich nachvollziehen, wer die Kontrollen durchführt.

Die Markttests zeigen, dass die Kennzeichnung mit dem Regionalfenster für Verbraucher nur eindeutig ist, wenn sie gut sichtbar auf dem Produkt und gleichzeitig am Regal beim Preisschild erfolgt. Wenn das Label als Herkunft der Zutat weniger bekannte geographische Regionen angibt, sollte zum besseren Verständnis zusätzlich das jeweilige Bundesland genannt sein.

Die Verbraucherzentralen fordern seit Jahren ein rechtlich verbindliches System mit strengeren Standards für die Regionalkennzeichnung. Bei zusammengesetzten Lebensmitteln sollte der Regionalanteil mindestens 95 Prozent des Produkts ausmachen.

Die Gemeinschaftsaktion "Lebensmittelkennzeichnung" wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.
Essenreste auf einem Teller

Marktcheck: kleine Portionen in der Gastronomie noch nicht Standard

Wenn Restaurantgäste zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen oder übriggebliebenes Essen mitnehmen könnten, würden weniger Lebensmittel als bisher im Müll landen. Doch nur wenige Restaurants nutzen bisher ihre Möglichkeiten, wie der Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt.
Menschen strecken bei Demonstration die Hände in die Luft

#zusammengegenrechts - #saytheirnames

für Demokratie und Rechtsstaat