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Hauseingang schön, sicher und energiesparend gestalten - 11 Tipps

Stand:

Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf einer neuen Haustür achten sollten, und worauf es bei einem barrierefreien und sicheren Hauszugang ankommt. Sie erfahren auch, welche Fördermittel es dafür gibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Hauseingang muss für seine Bewohner und erwünschte Besucher leicht und möglichst unfallfrei erreichbar sein, aber auch vor Einbruch und Starkregen schützen.
  • Schutz bietet nicht nur eine stabile Haustür, auch ein durchdachtes Kommunikationssystem, eine gute Beleuchtung erhöhen die Sicherheit.
  • Für Investitionen in einen energiesparenden, barrierefreien und sicheren Hauseingang gibt es Fördermittel. 
Hauseingang
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Was macht einen guten Hauseingang aus?

Die Eingangstür ist wie eine Visitenkarte: Sie vermittelt einen wichtigen ersten Eindruck Ihres Zuhauses. Doch nicht nur das Aussehen der Tür muss stimmen, sondern auch ihre Funktion. Die Haustür soll einfach zugänglich sein, aber auch gegen Einbruch und vor Starkregen schützen. Durch sie darf keine Wärme nach außen entweichen oder Sommerhitze ins Haus dringen. Das verhindert eine Tür nur, wenn sie fachgerecht eingebaut wurde und dicht genug schließt. 

Wann ist es Zeit, um eine neue Haustür zu kaufen?

Erfüllt die alte Haustür ihre Aufgaben nicht mehr, sollten Sie sie aufarbeiten oder durch eine neue ersetzen. Eine neue Haustür reduziert Wärmeverluste und hilft, Energiekosten zu senken. Der beste Zeitpunkt für die „Neue“ ist, wenn das Gebäude ohnehin modernisiert werden soll: Es gibt nur einmal Dreck und Lärm. Wird zum Beispiel die Fassade gedämmt, lässt sich die neue Tür leicht in die neue Dämmebene einfügen. In die Fassade können Sie eine moderne Zugangskontrolle und Türkommunikation einbauen und die Tür sogar verbreitern lassen. Dazu gibt es noch staatliche Fördermittel für folgende Zwecke: zur energetischen Verbesserung, zum Abbau von Barrieren, für den Einbruchschutz und für Smart-Home-Technik, wie z.B. moderne Türsprechanlagen. 

Auch im Zusammenhang mit Erdarbeiten, um etwa feuchte Kellerwände trockenzulegen, sollten Sie den Eingangsbereich kritisch prüfen und womöglich komplett erneuern lassen. Alle Schutzmaßnahmen sollten darauf abzielen, dass kein Wasser, egal ob es sich um Regen, tauenden Schnee oder sich aufstauendes Grundwasser handelt, von unten, seitlich, durch Kellerlichtschächte oder Zugänge ins Gebäude eindringen kann. Wasser muss stets vom Haus weggeleitet werden.

11 Tipps für Ihren Hauseingang

Tipp 1: Holz, Kunststoff, Glas oder Metall: Wie Sie das passende Material für die Haustür finden

Das Material bestimmt maßgeblich das Aussehen der Haustür. Es gibt Türen aus Holz, Aluminium, Edelstahl, Glas oder Kunststoff sowie Kombinationen dieser Werkstoffe. Grundsätzlich eignen sich alle diese Materialien für Haustüren, wenn sie eine gute Qualität haben. Dann können auch alle einen effektiven Wärmeschutz erreichen und die eigenen fvier Wände vor Hitze wie vor Einbruch bewahren. 
Welches Material für Sie in Frage kommt, hängt vor allem von Ihren persönlichen Anforderungen ab. Wichtige Kriterien sind die Farbe sowie das Design, der Preis, der Pflegebedarf, die Energieeffizienz und natürlich die Sicherheit.

Dabei sollten Sie auch bedenken, dass Türen oft starken Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. Je stärker eine Haustür mit Regen, Schnee, Wind und der UV-Strahlung der Sonne in Berührung kommt, umso intensiver muss sie auch gepflegt werden. Um den Pflegebedarf zu reduzieren, sollte die Tür baulich möglichst gut geschützt werden. So lassen sich Witterungseinflüsse zum Beispiel durch ein Vordach oder einen ins Gebäude zurückgesetzten Eingangsbereich deutlich abmildern. Glaseinsätze sollten grundsätzlich aus Wärmeschutzglas bestehen und auch den gleichen Einbruchschutz aufweisen wie die Haustür selbst. Bei Glastüren sollten Sie auf die Bruchsicherheit achten. Um Vögel davor zu bewahren, gegen die Scheiben zu fliegen, gibt es Vogelschutzglas. 

Checkliste:

  • Neben Design und Preis sind auch Pflegeaufwand, Wärmeschutz und Sicherheit bei der Materialwahl berücksichtigt
  • Die Haustür ist vor Witterungseinflüssen geschützt
  • Glastüren sind bruchsicher und aus Vogelschutzglas
Tipp 2: Wie Sie die Energiekosten senken können

Die energetischen Eigenschaften einer Haustür hängen vom Material des Rahmens und des Türblatts, deren Dicke und Aufbau und dem fachgerechten Einbau ab. Achten Sie bei einer neuen Haustür auf einen guten Wärmeschutz! Da die Materialien heute technisch ausgereift sind, spielt es keine Rolle mehr, ob Sie sich für Holz, Kunststoff, Glas oder ein Metall entscheiden.

Wie gut der Wärmeschutz Ihrer neuen Haustür ist, können Sie am Ud-Wert erkennen, den die Hersteller angeben. Diese Kennziffer der Tür sollte 1,5 W/(m2K) oder kleiner sein. Noch bessere energetische Eigenschaften bieten Passivhaustüren, die Ud-Werte bis zu 0,6 W/(m2K) erreichen. Wenn Sie Fördermittel von der KfW haben möchten, darf der Ud-Wert maximal 1,3 betragen.

Zudem sollte die Türkonstruktion luftdicht sein: Neben einer inneren und einer äußeren Dichtung muss die Haustür auch eine Dichtung unterhalb des Türblatts haben. Bei schwellenlosen Türen ist eine absenkbare Bodendichtung empfehlenswert oder eine von oben und unten greifende Magnetdichtung beim Schließen der Tür. 

Wichtig ist außerdem ein fachgerechter Einbau, um sicherzustellen, dass die Anschlussfugen zwischen Rahmen und Mauerwerk dicht sind. Ein Brieftürschlitz oder eine Katzenklappe können Energieverluste verursachen und die Sicherheit beinträchtigen (siehe Tipp 7). 

Wenn Sie den Eingangsbereich erneuern, sollten Sie darauf achten, dass ein Treppenpodest oder Eingangsstufen thermisch von der Bodenplatte des Hauses getrennt sind und nicht etwa über eine durchgehende Betonplatte eine Wärmebrücke von drinnen nach draußen entsteht.

Checkliste:

  • Wärmedurchgang (Ud-Wert) der Tür maximal 1,5 W/(m2K), für KfW-Förderung maximal 1,3 W/(m2K)
  • Glaseinsätze aus Wärmeschutzverglasung und bruchsicher
  • keine Energieverluste durch Brieftürschlitze oder Katzenklappen
  • luftdichter Einbau
  • thermische Trennung der Bodenplatte
  • Vordach, Treppenpodest, Treppe und Geländer frei von Wärmebrücken
Tipp 3: Wie Sie sich vor Einbruch schützen

Etwa alle 2 Minuten findet in Deutschland ein Einbruch statt; oft gelangen die Täter direkt über die Haustür ins Gebäude. Neue oder umgebaute Türen sollten daher einbruchhemmend sein. Entscheidend ist, dass die Gesamtkonstruktion aus Türblatt, Zarge, Beschlägen, Bändern und Schloss aufeinander abgestimmt ist und keinen Schwachpunkt aufweist. So sollten Glaselemente einbruchsicher, Beschläge aushebelsicher, Profilzylinder aufbohrhemmend und das Schloss mehrpunktverriegelt sein.

Einbrecher
Foto: Gina Sanders / Fotolia.com
Nach ihrem Einbruchschutz werden neue Haustüren in Widerstandsklassen von RC 1 bis RC 6 eingeteilt. Bei privaten Wohngebäuden empfiehlt die Polizei in der Regel die Widerstandsklasse RC 2 oder RC 3. Achten Sie auch bei der Nachrüstung vorhandener Türen auf DIN-geprüfte und zertifizierte Produkte!

Grundsätzlich sollten qualifizierte Fachbetriebe die Tür einbauen. Denn an einer guten Sicherheitstechnik und der fachkundigen Montage scheitern immerhin 40 Prozent der Einbruchsversuche. Die (kriminal-)polizeiliche Beratungsstelle in Ihrer Nähe berät Sie kostenlos über einen sinnvollen Einbruchschutz.

Checkliste:

  • nach DIN geprüfte einbruchhemmende Gesamtkonstruktion
  • neue Türen mit Widerstandsklasse RC 2 oder RC 3
  • Nachrüstung nur mit DIN-geprüften und zertifizierten Produkten
  • Montage durch qualifizierten Fachbetrieb

Tipp 4: Wie Sie Schäden durch Starkregen vermeiden

Dass Regen-, Spritz- oder Schmelzwasser ins Haus eindringt, lässt sich – auch bei einem ebenen und schwellenfreien Übergang - verhindern, wenn Sie folgende Regeln beachten: Es darf kein Wasser eben vor der Haustür stehen. Deshalb sollte unmittelbar vor der Haustür eine ausreichend breite Entwässerungsrinne liegen und das Wasser aus dem darunter befindlichen Auffangkasten über eine Drainage abgeleitet werden.

Gibt es weder eine Drainage, noch ein Vordach, so dass Wasser vor der Tür stehen kann, empfiehlt sich ein leichtes Bodengefälle von 2 Prozent, damit das Wasser vom Haus weg fließen kann. Vollständig pfützenfrei wäre der Eingangsbereich ab einem Gefälle von mehr als 5 Prozent. Ein so starkes Gefälle ist aber unmittelbar an der Haustür nicht sinnvoll, da abgestellte Gegenstände wie Dreiräder, Rollatoren oder Rollstühle wegrollen könnten.

Drainage
Foto: Grundmeier KG

Untere und seitliche, sorgfältig ausgeführte Abdichtungen verhindern, dass Wasser unter der Tür oder seitlich in die Dämmschicht oder angrenzende Bauteile sickern kann. Beispielsweise mit einem Gitterrost und einer darunterliegenden Drainage – wie auf dem Foto. Ebene, schwellenfreie Türübergänge werden gegen Nässe undurchlässig mit Magnet- oder speziellen Bodendichtungen, die sich automatisch absenken, sobald Sie die Tür schließen. 


Ein ausreichend großes Vordach und ein seitlicher Windschutz zur Hauptwindrichtung sind weitere wichtige Schutzmaßnahmen gegen Schlagregen, Hagel und Schnee.

Checkliste:

  • Bei ebenen Flächen vor der Haustür möglichst 2 Prozent Gefälle
  • Entwässerungsrinne mit Drainageanschluss vor dem Übergang ins Haus
  • Schlagregen-, wind- und luftdichte Magnet- oder Bodendichtung
  • Vordach und seitlicher Windschutz
Tipp 5: Wie Sie den Hauszugang kontrollieren

Damit sich keine unerwünschten Personen Zutritt zu Ihrem Haus verschaffen können, sollten Sie von innen sehen können, wer draußen vor der Tür steht. Die einfachste und kostengünstigste Lösung ist ein Weitwinkelspion, der in die Tür eingebaut ist.

Erhöhten Komfort und Sicherheit bietet eine Türsprech- und Klingelanlage mit elektrischem Türöffner, die idealerweise mit einem optischen Signal und einer Videokamera kombiniert ist. Solche Anlagen lassen sich von verschiedenen Räumen aus über fest installierte oder mobile Geräte bedienen. Die Kameras sind heutzutage so klein, dass sie kaum sichtbar platziert werden können und funktionieren durch Infraroterkennung auch in der Dunkelheit. 

Personenbezogene Zugangssysteme oder geprüfte und zertifizierte Alarmanlagen können den Einbruchschutz zusätzlich verbessern, wenn sie von qualifizierten Fachbetrieben installiert werden. Achten Sie zudem auf einen geringen Stromverbrauch der Anlage.

Checkliste:

  • Türspion mit Nachtsichtfunktion
  • Türsprechanlage mit akustischem und optischem Signal und Sicht- oder Videokontrolle und modernes, einbruchhemmendes Schließsystem
  • personenbezogener Zugang zum Beispiel über Fingerscan oder Spracherkennung
  • geringer Stromverbrauch im Bereitschaftsbetrieb
  • Installation durch qualifizierten Fachbetrieb
Tipp 6: Wie Sie den Eingangsbereich ausreichend beleuchten

Eine gute Beleuchtung im Eingangsbereich bedeutet Sicherheit und Komfort für Bewohner und Besucher. Je nach gewünschter Funktion können Sie das Licht über Bewegungsmelder, Dämmerungsschalter oder eine beliebig einstellbare Zeitschaltung steuern. 

Eine gute Ausleuchtung sorgt auch bei Nässe und Dunkelheit dafür, dass es hell genug und der Bodenbelag mühelos wahrnehmbar ist. Richtig platzierte und montierte Lichter verhindern Schlagschatten. Alle wichtigen Informationen wie Hausnummer, Name, Briefkasten, Türschloss, vorhandene Stufen und mögliche Stolperfallen sollten intuitiv – und im Notfall auch schnell – erfasst werden können.

Empfehlenswert für den Außenbereich sind LED-Lampen, da sie nach dem Einschalten sofort hell sind und es bei Kälte oder Hitze auch bleiben. Im Vergleich zu Halogenglühlampen benötigen sie nur rund ein Viertel des Stroms und haben eine zehnmal längere Lebensdauer.

Checkliste:

  • Beleuchtung möglichst blendfrei ohne Schlagschatten
  • energieeffiziente Lampen (LED)
  • Steuerung zum Beispiel über Bewegungsmelder
  • programmierbar für verschiedene Modi
  • Hausnummer beleuchtet und von der Straße aus gut sichtbar (etwa für Rettungskräfte)
Tipp 7: Briefkasten und Katzenklappe: Wie Sie Schwachstellen vermeiden

Der Briefkasten - muss gut zugänglich sein und eine ausreichende Größe besitzen, um Briefpost, Zeitschriften und Zeitungen aufnehmen zu können. In den Einwurfschlitz sollten auch große Briefumschläge ungeknickt hineinpassen – günstig ist eine Breite zwischen 325 mm und 400 mm.

Den Briefkasten können Sie passend zur baulichen Situation anbringen, z.B. mit Unterputz, aufgesetzt, freistehend oder in den Hauseingang integriert. Verzichten Sie auf Brief- oder Zeitungsschlitze in der Haustür, denn sie führen zu unnötigen Energieverlusten und bilden einen Schwachpunkt beim Einbruchschutz. Briefkästen, die in der Außenwand integriert sind und im Haus entleert werden, sollten über einen entsprechenden Wärmeschutz verfügen. 

Auch Katzenklappen - in feststehenden Glaselementen neben der Haustür oder neben Terrassentüren stellen eine Wärmebrücke dar, durch die unnötig Energie verloren geht! Außerdem nutzen Einbrecher gern diese räumliche Nähe von Katzenklappen und Haus- bzw. Terrassentüren als Zugang. Wer nicht darauf verzichten will, sollte ein möglichst stabiles und isoliertes Modell wählen.

Checkliste:

  • Briefkasten für für Postzusteller und Bewohner leicht erreichbar
  • ausreichende Größe auch für Zeitschriften und Zeitungen (optional mit Extrafach)
  • Einwurfschlitz möglichst 325 mm bis 400 mm breit und 30 mm bis 35 mm hoch
  • Bei Briefkästen mit Mauerdurchwurf auf die Wärmedämmung achten
  • gut lesbares Namensschild
  • keine Energieverluste durch Brieftürschlitze oder Katzenklappen

 

Tipp 8: Wie Sie Barrieren vorm Hauseingang reduzieren

Stolperfallen ins Haus hinein müssen nicht sein. Sie lassen sich reduzieren, wenn die Haustür schwellenlos eingebaut wird und der Schmutzrost- bzw. die Entwässerungsrinne und Fußmatten außen und innen bündig in den Boden eingelassen sind. Ein Höhenunterschied bis zum Haus sollte vor der Haustür in einer ebenen Fläche enden, am besten mit einer Bewegungsfläche von mindestens 1,20 x 1,20 m oder noch besser von 1,50 x 1,50 m. 

Höhenunterschiede zwischen Gelände und Haustür lassen sich für die meisten Menschen durch eine Rampe überbrücken. Sind Treppenstufen unvermeidlich oder z.B. zur besseren Orientierung gewünscht, erhöhen folgende Punkte die Sicherheit:

  • ein rutschfester und kontrastreicher Belag, 
  • beidseitig angebrachte, ausreichend lang geführte Geländer mit ergonomischem Handlauf,
  • eine optische und tastbare Kantenführung sowie
  • bündige Kanten ohne Untertritt (wie im unteren Foto)


Die Durchgangsbreite der Eingangstür sollte 0,90 m betragen. Noch komfortabler ist eine Türbreite von 1,00 m, sie benötigt aber nach innen auch die entsprechende Freifläche. Je breiter die Tür ist, desto schwerer wird sie auch. 
Bedienelemente wie Klingel, Gegensprechanlage, Namensschild, Türdrücker und Briefkasten sind in einer Höhe zwischen 0,85 m und 1,05 m für alle gut erreichbar.

Stufen zum Haus
Foto: Elisabeth Mertens

Checkliste:

  • Bedienelemente in komfortabler Höhe
  • ausreichende Durchgangsbreite
  • Stolperfreiheit durch schwellenlos eingebaute, leichtgängige Haustür
  • Abtrittrost oder Fußmatte außen und innen bündig mit Fußboden
  • trittfester, kontrastreicher Bodenbelag
  • ausreichend Bewegungsfläche unmittelbar vor und hinter der Haustür
Tipp 9: Wie Sie den Eingang ansprechend gestalten

Der Eingang trägt erheblich zur Gestaltung der Fassade bei und bestimmt, wie wir uns beim Betreten eines Gebäudes fühlen. Das Haus wirkt einladend, wenn Design, Material und Farbe der Haustür mit der Fassade und den Fenstern des Gebäudes harmonieren. Soll die Tür über Jahrzehnte ihre Funktion erfüllen, lohnt es sich, einen zeitlosen Stil modischen Spielereien vorzuziehen.

Historische Massivholztüren, aber auch jüngere, bauzeittypische Türen sollten möglichst erhalten und an heutige Anforderungen angepasst werden. Ist dies nicht möglich, sollten zumindest die historischen Beschläge - nachempfunden werden.

Alte Türen mit Einfachverglasung lassen sich oftmals energetisch verbessern, wenn Sie das alte Glas gegen Wärmeschutzglas austauschen. Bei einem besonderen, erhaltenswerten Glas können Sie auch von innen eine zusätzliche Verglasung dagegensetzen.

Bei Sanierungsarbeiten ist zu beachten, dass alte Türanstriche oder Dichtungsmaterialien Schadstoffe enthalten können, insbesondere wenn die Tür zwischen 1960 und 1980 eingebaut wurde.

Checkliste:

  • Haustür, Vordach und weitere Elemente des Eingangs ergeben zusammen ein stimmiges Gesamtbild
  • Material und Farben harmonieren mit dem Baustil und der Fassade des Gebäudes
  • Historische Türen sind aufgearbeitet und an moderne Standards angepasst (wenn möglich)
Tipp 10: Wie Sie den Hauszugang verbessern

Der Hauszugang muss viele Funktionen erfüllen: Er soll möglichst Platz für Fahrräder, den Rollator oder den Großeinkauf bieten, vielleicht dem Aufenthalt dienen und ist in den meisten Fällen auch Standort für den Hausmüll. Egal, ob der Zugang über Stufen erfolgt oder eine Rampe zum Haus führt: Eine Podesttiefe von mindestens 1,20 m x 1,20 Meter, besser noch von 1,50 m x 1,50 Meter, direkt vor der Eingangstür sorgt für ausreichend Bewegungsfreiheit für alle, die ein- und ausgehen.

Ein Vordach und ein zusätzlicher seitlicher Windschutz schützen gegen Regen, Hagel, Schnee und Sturm - erhöhen die Lebensdauer der Haustür und verringern den Pflegeaufwand. Den Komfort und die Sicherheit Ihres Hauszugangs können Sie deutlich verbessern, indem Sie, bei ausreichendem Platz auf dem Grundstück, die Treppe vorverlagern, so dass Sie mehr Platz vor der Tür gewinnen. Mit einem neuen Belag, glatten Stufenkanten ohne Überstand der Trittstufe und einem von unten bis oben durchgehenden Treppengeländer sowie beidseitigen Handläufen gelangen Sie unfallfrei ins Haus.

Checkliste:

  • Zugang über eine Rampe oder Stufen ohne Untertritt
  • Rampen haben eine Neigung von bis zu 6 Prozent, damit sie gut befahren werden können
  • beidseitige Handläufe
  • Bewegungsfläche vor der Haustür mindestens 1,20 Meter x 1,20 Meter, besser 1,50 Meter x 1,50 Meter
  • Überdachung als Wetterschutz für Bewohner und Tür frei von Wärmebrücken angebracht
  • gut handhabbare Müllentsorgung
Tipp 11: Wie Sie Fördermittel für eingesparte Energie, weniger Barrieren, Einbruchschutz und smarte Technik erhalten

Wenn Sie die Umgestaltung des Hauseingangs damit verknüpfen, den Wärmeschutz zu verbessern, Barrieren zu reduzieren und den Einbruchschutz zu erhöhen, winken staatliche Förderprogramme.

Fördermittel
Foto: bluedesign / Fotolia.com

So bietet die KfW Bank im Produkt "Energieeffizient Sanieren" (Prod.-Nr. 151/152/430) zinsgünstige Kredite für Modernisierungen zur Energieeinsparung an. Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern können auch direkte Förderzuschüsse erhalten ohne einen Kredit in Anspruch zu nehmen. Bauen Sie nur den Eingang energiesparend um, gibt es dafür zurzeit einen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der Kosten, für umfassende Sanierungen zu einem Effizienz- oder Passivhaus sind sogar bis zu 30 Prozent drin.

Wird auch der Bereich um die Hauseingangstür komfortabler, indem beispielsweise Durchgänge versetzt, Bewegungsflächen vor der Tür geschaffen oder Schwellen entfernt werden, können diese Maßnahmen im Produkt "Altersgerecht Umbauen" (Prod.-Nr. 159/455-B) mit einem zinsgünstigen Kredit oder einem Investitionszuschuss gefördert werden. Weitere Umbaumaßnahmen zum Reduzieren von Barrieren – beispielsweise in Küche, Bad oder dem Balkon- und auch Türkommunikation, Einbruchschutz und Beleuchtung mittels smarter Steuerung lassen sich ebenfalls damit finanzieren.
Über die KfW-Förderprodukte 159 Kredit bzw. 455-E Zuschuss werden Maßnahmen zum Einbruchschutz (z. B. Einbau und Nachrüstung von einbruchhemmenden Türen sowie Einbau von Alarmanlagen und Türspionen) gefördert. Für die ersten 1.000 Euro, die Sie investieren, erhalten Sie einen Zuschuss von 20 Prozent. 

Die Produkte "Energieeffizient Sanieren" und "Altersgerecht Umbauen" sind miteinander kombinierbar. Wichtig ist, dass Sie die Förderanträge vor Beginn des Bauvorhabens stellen und die technischen Anforderungen der KfW-Bank genau einhalten.

Checkliste: 

  • Die KfW-Förderung "Energieeffizient Sanieren" und/oder "Altersgerecht Umbauen" wurden geprüft
  • Der Antrag wurde vor Beginn des Bauvorhabens gestellt
  • KfW-Anforderungen sind genau eingehalten
  • Ud-Wert von Außentüren maximal 1,3 W/(m2K)