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Ärger mit dem Zahnarzt? Das müssen Sie sich nicht gefallen lassen

Stand:

Mit kostenfalle-zahn.de bieten die Verbraucherzentralen seit 2016 eine Seite für Patienten-Beschwerden. Hier können Sie Ihrem Ärger Luft machen, wenn Sie sich schlecht aufgeklärt oder unter Verkaufsdruck gesetzt fühlen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Verkaufspraktiken von Zahnärzt:innen und Kieferorthopäd:innen untersuchen und Missstände offenlegen: Auf einem eigenen Portal sammeln die Verbraucherzentralen Ihre Erfahrungsberichte.
  • Zahlreiche Fälle zeigen: Vor allem die Kostenaufklärung erfolgt aus Sicht der Verbraucher:innen oft unzureichend.
  • Viele Informationen und Tipps runden das Angebot für Patient:innen ab.
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Zahnfüllung nur mit Zuzahlung, teures Implantat statt Krone als Kassenleistung und keine optimale Aufklärung über Kosten, Risiken oder Alternativen - dies sind nur einige Ärgernisse von Patient:innen. Sie können uns Ihre Beschwerden über kostenpflichtige Extras bei Zahnärzt:innen und Kieferorthopäd:innen auf der Online-Plattform www.kostenfalle-zahn.de schildern.

Medizinisch notwendige Leistungen im Bereich der Zahnmedizin werden von den Krankenkassen bezahlt. Zahnärzt:innen verdienen jedoch meist mehr, wenn sie ihre Leistungen privat abrechnen. So schlägt ein Implantat, für das die gesetzlichen Kassen keinen Zuschuss zahlen, inklusive Aufbau für Sie mit 1500 bis 2500 Euro zu Buche. Bei mehreren Zähnen summiert sich dies schnell zu einem fünfstelligen Betrag.

Auf der Seite erfahren Sie, worauf Sie Anspruch haben

Gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich nicht an den Kosten von privat angebotenen Zahnarztleistungen. Die Kassen übernehmen beim Zahnersatz nur einen Festzuschuss (der aber mit Bonusheft aufgestockt werden kann) und Wurzelbehandlungen nur mit Einschränkungen. Daher bleiben Sie mit der Beurteilung, ob die Kosten für eine Zahnbehandlung angemessen sind und die Abrechnung korrekt erfolgt ist, meist auf sich allein gestellt. Es gibt aber weiterhin Kassenleistungen bei der Zahnärztin / beim Zahnarzt.

Hier setzen die Verbraucherzentralen mit dem Portal an und liefern hilfreiche Informationen zur Problemlösung: Als Patient:in können Sie auf kostenfalle-zahn.de erfahren, worauf Sie in der Zahnarztpraxis Anspruch haben, welche Alternativen es gibt und für welche Leistungen Sie berechtigt zahlen müssen.

Ein Projekt mehrerer Verbraucherzentralen

Das Projekt wurde von den Verbraucherzentralen NRW, Rheinland-Pfalz und Berlin gemeinsam ins Leben gerufen und gefördert vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Mit ihrem Angebot wollen die Verbraucherzentralen Missstände offenlegen und Ärzt:innen bei ihren Verkaufspraktiken stärker auf den Zahn fühlen.

So funktioniert es

Patient:innen können ihren Ärger in dem Portal melden. Die Fälle werden auf einer Beschwerde-Pinnwand anonym veröffentlicht. Die Expert:innen der Verbraucherzentrale NRW erklären die rechtlichen Regeln und geben Tipps, an wen sich Betroffene wenden können.

Praktische und rechtliche Tipps für den Umgang mit Zahnarztleistungen runden das Informationspaket des Onlineportals ab. So ist hier zum Beispiel zu erfahren, wie man Kostenfallen erkennt und unnötig teure Behandlungen vermeiden kann. Sie erhalten Hinweise, was Sie bei Zahnbehandlungen im Ausland beachten sollten oder worauf es ankommt, wenn man kieferorthopädische Leistungen in Anspruch nimmt.