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Sehstärkenbestimmung beim Augenarzt

Stand:

Gesetzlich Krankenversicherte mit Sehschwierigkeiten können ihre Werte beim Augenarzt mit einem Sehtest überprüfen lassen. Außerdem müssen ihnen die Ärzte die Messergebnisse mitteilen. Es handelt sich dabei um Kassenleistungen. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Versicherte ab dem 6. bis zum vollendeten 59. Lebensjahr bekommen kostenlos eine Sehhilfenverordnung und/oder schriftliche Bestätigung der beim Augenarzt ermittelten Werte ausgestellt.
  • Ausgenommen sind Arbeitsplatzbrillen, Arbeitsschutzbrillen und in der Regel Hobby- und Sportbrillen.
eine Frau macht bei einem Augenarzt einen Sehtest
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Die Bestimmung der Sehstärke (Refraktionsbestimmung) und der Ausdruck eines Rezeptes für die Brille sowie auch den Ausdruck der Werte wird den  Augenärzte über die so genannte augenärztliche Grundpauschale gegenüber der Kasse abgerechnet. Seit April 2020 ist dies in dem Einheitlichen Bewertungsmaßstäben (EBM) für die Grundpauschale festgelegt. In dieser augenärztlichen Grundpauschale für Versicherte ab Beginn des 6. bis zum vollendeten 59. Lebensjahr ist geregelt, dass die Ausstellung einer Sehhilfenverordnung und/oder schriftliche Bestätigung über die für Erstellung bzw. Anpassung einer Sehhilfe erforderlichen und im Rahmen der augenärztlichen Untersuchung ermittelten Werte in der Grundpauschale enthalten ist. Nun ist also auch der Ausdruck enthalten, der bei der augenärztlichen Untersuchung die ermittelten Werte für eine Sehhilfe in den augenärztlichen Grundpauschalen ausweist.

Hiervon ausgenommen sind Arbeitsplatzbrillen (z. B. Bildschirmarbeitsplatzbrillen), Arbeitsschutzbrillen, Hobbybrillen (z. B. Musizierbrillen), Sportbrillen (z. B. Schießbrillen), sofern eine Verordnung von Sportbrillen nicht gemäß § 14 Abs. 3 der Hilfsmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses erfolgt).

Tipps der Verbraucherzentrale

  • Wenn Sie Schwierigkeiten beim Sehen haben, ist die Bestimmung der Sehstärke (Refraktionsbestimmung) eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Arzt darf hierfür keine Extrakosten erheben.
  • Falls es Probleme gibt, können Sie sich auf die Seite der KV Hessen beziehen, die ausdrücklich auf die Einheitlichen Bewertungsmaßstäbe Bezug nimmt.
  • Wenn Sie sich eine neue Brille anfertigen lassen möchten, reichen dazu die ermittelten Refraktionswerte für eine Korrektur der Fehlsichtigkeit auf 100% nicht automatisch aus. Hierfür muss eine Brillenglasbestimmung durchgeführt werden, die Sie beim  Augenarzt oder beim Augenoptiker durchführen lassen können. Der Optiker erhebt für die Brillenglasbestimmung in der Regel keine Extrakosten, wenn Sie im selben Durchgang dort die Brille kaufen.
  • Wenn Sie die Brille im Internet bestellen möchten, bieten viele Online-Anbieter beim Kauf einer Brille kostenlose Sehtests bei Partneroptikern vor Ort an.