Am Freitag, den 19. Juni, von 8:00 bis 9:30 Uhr veranstaltet die Verbraucherzentrale Hessen ihr nächstes digitales verbraucherpolitisches Frühstück. Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen, spricht mit Expertinnen und Experten und mit Jugendlichen darüber, welchen Beitrag eine Herstellerabgabe auf Süßgetränke zu gesünderer Ernährung und mehr Prävention leisten kann.
Ein hoher Konsum zuckerhaltiger Getränke erhöht nachweislich das Risiko für starkes Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders Kinder und Jugendliche konsumieren große Mengen Softdrinks. Deutschland zählt zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch zuckergesüßter Getränke – mit spürbaren Folgen für Gesundheitssystem und Gesellschaft.
Als Gegenmaßnahme wird eine Herstellerabgabe auf Süßgetränke diskutiert, auch bekannt als Zuckersteuer. Erfahrungen aus über 60 Ländern zeigen als Ergebnisse einen sinkenden Konsum, reduzierte Zuckergehalte und positive gesundheitliche Effekte, die die Gesundheitskosten langfristig senken können. Kritische Stimmen bezweifeln hingegen die Aussagekraft der Studien und warnen vor Eingriffen in die Konsumfreiheit sowie vor negativen Folgen für Landwirtschaft und Getränkeindustrie.
Nachdem die CDU noch im Februar 2026 eine „Zuckersteuer“ auf ihrem Bundesparteitag abgelehnt hatte, ist nun Bewegung in die politische Debatte gekommen. Die Bundesregierung hat sich Ende April für die Einführung einer solchen Abgabe ausgesprochen. Denkbar ist, dass sie bereits Ende Juni im Zusammenhang mit dem Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung im Bundestag verabschiedet wird.
In unserem verbraucherpolitischen Frühstück wollen wir diskutieren, welche internationalen Erfahrungen zu einer Herstellerabgabe vorliegen, wie eine wirksame Ausgestaltung in Deutschland aussehen könnte und welchen Beitrag strukturelle Präventionsmaßnahmen für mehr gesundheitliche Chancengleichheit leisten können.
Einladung an hessische Verbraucherinnen und Verbraucher
Die Verbraucherzentrale Hessen lädt alle Verbraucherinnen und Verbraucher in Hessen ein, ihre Fragen an die Experten zu richten. Es besteht während der Veranstaltung die Möglichkeit, Fragen direkt oder per Chat zu stellen. Eine Anmeldung über verbraucherzentrale-hessen.de/verbraucherpolitisches-fruehstueck bis zum 17.6.2026 ist erforderlich. Hier ist auch das gesamte Programm einsehbar.
Einwahl per Link
Für die Teilnahme sind ein PC, Tablet oder Smartphone mit Audio und Mikrofon sowie eine gültige E-Mail-Adresse erforderlich. Die Zugangsdaten zur digitalen Veranstaltung erhalten alle angemeldeten Teilnehmenden rechtzeitig per E-Mail. Wer anonym teilnehmen möchte, kann sich mit einem Pseudonym anmelden sowie Kamera und Mikrofon deaktivieren.