Verbraucherpolitisches Frühstück: Gut gerüstet fürs Leben? Finanzbildung an Hessens Schulen
Drei- bis viermal im Jahr laden wir morgens zwischen 8:30 Uhr und 10:00 Uhr zum digitalen verbraucherpolitischen Frühstück zu einem aktuellen Thema. Am 21. Oktober geht es um den Stand der schulischen Finanz- und Verbraucherbildung in Hessen.

Junge Menschen treffen Tag für Tag finanzielle und verbraucherbezogene Entscheidungen: Sie schließen Verträge ab, nutzen digitale Zahlungsangebote, kaufen online, werden mit personalisierter Werbung und Influencer-Marketing konfrontiert und stehen zunehmend vor Fragen zu Sparen, Versicherungen, Altersvorsorge und Geldanlage.
Doch wie gut sind junge Menschen auf diese Entscheidungen vorbereitet?
Der Hessenmonitor Finanzkompetenz zeigt: Finanzthemen haben eine hohe Relevanz für junge Menschen. Gleichzeitig fehlen verlässliche Informationen. Bemerkenswert ist: 73 Prozent der Befragten gaben an, bislang keine Schulung zu Finanzthemen erhalten zu haben. Rund ein Drittel berichtete von finanziellem Stress, 14 Prozent konnten nach eigenen Angaben wegen ihrer finanziellen Situation nicht ruhig schlafen. Zugleich äußerten 63 Prozent Interesse daran, ihre finanziellen Kompetenzen weiter auszubauen.
Wie reagiert das Land Hessen auf den Bedarf nach schulischer Finanz- und Verbraucherbildung?
Seit dem Jahr 2022 sind finanzielle Allgemeinbildung und Verbraucherkompetenz als besondere Bildungs- und Erziehungsaufgaben im Hessischen Schulgesetz verankert. 2025 hat das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen zudem eine Handreichung zur Finanz- und Verbraucherbildung in der Sekundarstufe I veröffentlicht. Sie umfasst unter anderem Themen wie Haushaltsplanung, Sparen und Vorsorge, Zahlungsverkehr, Schuldenprävention, Verträge und Verbraucherrechte, Versicherungen, Online-Handel, Datenschutz und Dark Patterns.
Mit besonderen Angeboten wie zum Beispiel dem Tag der Verbraucherbildung oder den Zukunftstagen für Auszubildende fördert das Land aktiv die Finanzbildung. Das Netzwerk ökonomische Bildung in Hessen bietet interessierten Lehrkräften zudem kostenfreie Fortbildungen im Bereich der Finanzbildung an.
Wir finden: Gut 4 Jahre, nachdem die Finanz- und Verbraucherbildung im Hessischen Schulgesetz aufgenommen wurde, ist ein guter Zeitpunkt für eine Bestandsaufnahme.
- Wo steht Hessen bei der Finanz- und Verbraucherbildung an Schulen heute?
- Was funktioniert bereits gut?
- Wo gibt es Optimierungsbedarf?
- Reichen die bisherigen Bestrebungen des Landes aus?
- Wie muss schulische Finanz- und Verbraucherbildung gestaltet sein, damit sie möglichst alle jungen Menschen erreicht?
Programm | |
|---|---|
| 8:30 Uhr bis 8:40 Uhr | Begrüßung (Philipp Wendt, Vorstand Verbraucherzentrale Hessen) |
| 8:40 Uhr bis 9:15 Uhr | Impulsvorträge: Erfolgsfaktoren und Herausforderungen von Finanzbildung bei jungen Menschen (Dr. Anja Bonfig, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd)
Finanz- und Verbraucherbildung neu denken – Kompetenzen für die Welt von morgen (Ulrike Naumann, Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen)
Finanzfit – aber unabhängig! Was macht „gute“ Finanzbildung aus Sicht der Verbraucherzentralen aus? (Peter Reinhardt, Referent Verbraucherbildung, Verbraucherzentrale Hessen) |
| 9:15 Uhr bis 9:55 Uhr | Diskussion mit Mitgliedern des Hessischen Landtags und den Vortragenden: Nina Heidt-Sommer, MdL, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Bildungspolitik der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag Thomas Hering, MdL, Mitglied im Kulturpolitischen Ausschuss, Fraktion der CDU im Hessischen Landtag Sascha Mayer, MdL, Mitglied im Kulturpolitischen Ausschuss, Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Hessischen Landtag |
| 9:55 Uhr bis 10:00 Uhr | Abschluss und Zusammenfassung (Philipp Wendt) |
Das digitale verbraucherpolitische Frühstück findet in der Regel über Microsoft Teams statt. Nach Anmeldung senden wir Ihnen den Zugangslink rechtzeitig an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse.
Das war bisher Thema bei unserem Verbraucherpolitischen Frühstück:
- Kinder schützen mit Zuckerabgabe auf Süßgetränke
- Verbraucherkredit und Überschuldung – zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie
- Verbraucherpolitisches Frühstück zur Bundestagswahl: Was kann die Politik tun, um die drängendsten Alltagsprobleme der Verbraucherinnen und Verbraucher zu lösen?
- Verbraucherberatung auf dem Land stärken
- Postbank-Chaos: Verbraucherpolitische Folgen
- Kinder schützen: Lebensmittelmarketing regulieren
- Künstliche Intelligenz im Verbraucherschutz
- Trotz Pflege allein: Die rechtliche Situation pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen
- Umsetzung der EU-Verbandsklage in nationales Recht
- Teilverkauf der eigenen Immobilie