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"Bildungsort Esstisch" - Fachtag für Fachkräfte und Interessierte

Stand:

Fachtag zu Ernährungsbildung, dem Bildungs- und Erziehungsplan und Kinderrechten rund um den Esstisch

„Gemeinsame Mahlzeiten: Lasst die Kleinsten mitbestimmen“
 

  • 24.06.2021 – Main Kinzig Kreis

weitere Termine für 2021 sind in Planung!

 

Drei kleine Kinder beim essen
Off

Rund 90 Fachkräfte aus Kita, Kindertagespflege und weitere Interessierte nahmen im Oktober 2020 am ersten Online-Fachtag „Bildungsort Esstisch“ teil. Bequem vom heimischen Computer aus erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer was es bedeutet, gesunde Ernährung mit den Zielen des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan zu verknüpfen.

Gerade bei den Kleinsten sind Alltagssituationen wie gemeinsame Mahlzeiten Schlüsselsituationen für ihre Entwicklung. Mahlzeiten mit zu gestalten und Essen als positives Erlebnis abzuspeichern, legt den Grundstein für ein lebenslanges, gesundheitsförderndes Ernährungsverhalten. Aktivitäten rund um „Gesunde Ernährung von Anfang an“ sind daher geeignete Inhalte für den gelebten Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0-10 Jahren (BEP). Hierbei findet Bildung über den Tellerrand hinaus statt und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die gemeinsame Gestaltung von Essenssituationen fördert die Partizipation und das gute Miteinander. Den Esstisch als Raum zur Kommunikation zu verstehen und zu leben, stärkt die sozialen und individuellen Kompetenzen von Kindern.

Daneben lernen die Teilnehmenden beim Fachtag, dass gleichzeitig  Kinderrechte eine bedeutsame Rolle rund um den Esstisch spielen. Denn Kinder haben Rechte – von Anfang an! Deutschland hat 1992 die Kinderrechtskonvention unterzeichnet und sich damit verpflichtet, dass das Wohl der Kinder in allen sie betreffenden politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen Vorrang hat – dies gilt auch am Esstisch. Familie und Kindertageseinrichtungen sind wichtige Orte, an denen Kinder die Anerkennung ihrer Person erfahren, Selbstwirksamkeit, echte Beteiligung und Mitentscheidung erleben können. Kinder sollen die Möglichkeit haben, sich selbstbestimmt und selbstwirksam an Esssituationen zu beteiligen – immer bezogen auf ihre individuellen Fertigkeiten und Fähigkeiten. Die Umsetzung der Rechte der Kinder ist ein zentraler Aspekt guter Qualität in der pädagogischen Arbeit.

Der BEP mit den Kinderrechten und die Ernährungsbildung beschäftigen die Kin­derbetreuungen der Kleinsten thematisch tagtäglich. Da liegt die Frage nahe: Wie kann man dies in den Alltag, aber auch in die Aus- und Weiterbildungen integrieren? Der Fachtag gibt durch regen Austausch in Workshops sowohl Betreuungspersonen der Kleinkinder in Kindertagespflege und Kindertagesstätten als auch Referentinnen und Referenten, Fachberatungen und Fachdiensten neue Ideen und Impulse für ihre Arbeit. Er bietet Gelegenheit, Praxisansätze kennen zu lernen, zu ergänzen und zu vertiefen.

Programm (folgt zu gegebener Zeit)

Programm folgt

Kosten

Die Teilnahmegebühr für die Veranstaltung beträgt 30 Euro pro Person.

Eine Stornierung ist schriftlich bis jeweils 14 Tage vor der Veranstaltung mög­lich. Hier­für wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10 Euro berechnet und der Restbetrag erstattet. Es gelten unsere AGB

Workshop 1: Das Selbstbild des Kindes

Referentin: Edith Gätjen (Ökotrophologin, systemische Paar- und Familien­therapeutin)

Das Selbstbild entwickelt sich in den ersten Lebensjahren aus dem Fremdbild und wird beibehalten ohne auf Richtigkeit überprüft zu werden. Das Körperbild ist ein Teil des Selbstbildes. Entscheidend sind somit die Erfahrungen die Kinder mit Lebensmitteln und mit den Menschen mit denen sie essen und das Essen lernen, machen. Ein positives Selbstbild spielt eine entscheidende Rolle für unsere körperliche und seelische Gesundheit.

Inhalte sind: Essen ist ein Beziehungsthema, meine eigene Haltung und Rolle in der Essensbegleitung und der Umgang mit herausfordernden Situationen.

Workshop 2: Bildungsanlässe rund um den Esstisch

Referentin: Gabi Dillenburger (BEP-Multiplikatorin)

Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Mahlzeiten bieten als wichtiges gemeinsa­mes Geschehen viele Bil­dungsanlässe, zum Beispiel für die Stärkung kind­licher Kompetenzen nach dem BEP. Welche Kompetenzen werden konkret geför­dert? Wie kann man die Ess- Situ­ation nutzen? Wie bin­det man die Kinder in den Ablauf der Mahlzeiten mit ein? Andere Län­der, andere Sitten – welche Rolle spielt interkulturelles Essen als Element der Ernäh­rungsbil­dung mit dem BEP?

Workshop 3: Ausgewogene Ernährung im Kindesalter

Referentin: Anke Schäfer (Dipl. Oecotrophologin)

Ein Ziel des BEP sind starke, gesunde Kinder. Eine ge­sundheitsfördernde Ernährung spielt hierbei eine große Rolle. Doch welches Wissen braucht es, um diese im All­tag umsetzen zu können? Dürfen Kleinkin­der am Fami­lientisch alles essen? Wie durchschaut man den Ange­botsdschungel im Supermarkt? Brau­chen 2-Jährige noch spezielle Kinderprodukte? Wie lau­ten die Empfehlungen zur Allergieprävention? 

Workshop 4 „Essen mit allen Sinnen“ und mehr…

Referentin: Kathrin Stockmayer (Oecotrophologin)

„Essen mit allen Sinnen“ ist die beste Ernährungsbil­dung im Kleinkindalter. Wie riecht und schmeckt et­was? Wie kann ich die Klei­nen auf die Lebensmittel­vielfalt neugierig machen? Ne­ben der positi­ven Tischatmosphäre gibt es viele wei­tere Aktivitäten, um die Jüngsten mit unterschiedlichen Lebensmitteln vertraut machen zu kön­nen. Auch für Kin­der mit Migrations- und Fluchthinter­grund bietet der Esstisch viele Möglichkei­ten, das Ankommen zu erleichtern.

Information

Verbraucherzentrale Hessen e. V.

Fachgruppe Lebensmittel und Ernährung

Ansprechpartnerin: Bettina Meints-Korinth

E-Mail: meints-korinth@verbraucherzentrale-hessen.de

Telefon: (069) 97 20 10 49

gefördert durch:

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