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Achtung, Phishing: Keine Verifizierung für Energiepauschale nötig!

Stand:
Aktuelle politische Entwicklungen machen sich Kriminelle schnell zu Nutzen. So auch zum aktuellen Thema Entlastungspaket und Energiepauschale. Die Betrüger:innen behaupten per E-Mail und SMS, man müsse persönliche Daten verifizieren, um das Geld zu bekommen. Das ist Betrug!
Hand hält Smartphone mit einer Phishing-Mail der Sparkasse auf dem Display

Das Wichtigste in Kürze:

  • Kriminelle nutzen die angekündigte Energiepauschale der Bundesregierung für Betrugsversuche.
  • In E-Mails von angeblichen Banken behaupten sie, dass zur Auszahlung der Pauschale die persönlichen Daten der Empfänger:innen abgeglichen werden müssten.
  • Als SMS kommen gefälschte Nachrichten des "Bundesministeriums der Finanzen".
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Im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW ist eine E-Mail aufgefallen, die angeblich von der Sparkasse stammt. Empfänger:innen sollen dazu gebracht werden, eine betrügerische Internetseite zu öffnen und persönliche Daten einzutippen. Auch per SMS wollen Betrüger:innen an personenbezogene Daten kommen. Beide Male wird behauptet, dass man erst dadurch die Energiepauschale der Bundesregierung erhalten könne. Das ist reiner Blödsinn!

Phishing-Mail mit Sparkasse-Logo

Phishing Sparkasse mit Energiepauschale-Bezug

In dieser Phishing-Mail wird erklärt, wer die Energiepauschale aus dem Entlastungspaket der Bundesregierung erhält. Anders als oft üblich, ist die betrügerische Mitteilung nahezu ohne Rechtschreibfehler und in guter Grammatik geschrieben. Um Empfänger:innen zum Anklicken des Links auf eine falsche Sparkasse-Internetseite zu bewegen, heißt es in der E-Mail: "Um Ihre Identität sowie den Anspruch auf eine Auszahlung feststellen zu können, benötigen wir eine Bestätigung Ihrer bereits angegebenen Daten bei der Erstellung Ihres Girokontos in einer unserer Filialen." Erst dann erhalte man "in den nächsten vier Wochen Ihre Auszahlung der Energiepauschale".

Vergleichbare Behauptungen gibt es inzwischen auch mit den Logos anderer Banken – zum Beispiel der Volksbanken und Raiffeisenbanken, wie das Phishing-Radar am 9. September zeigte.

Fallen Sie nicht auf diesen Trick herein! Keine Bank oder Sparkasse muss Daten zur Auszahlung der Energiepauschale prüfen. Die Auszahlung erfolgt über den Lohn oder das Gehalt.

Falsche SMS des Finanzministeriums

Auch per SMS versuchen Kriminelle, Ahnungslose auf dubiose Internetseiten zu locken und Daten abzugreifen. In diesem Fall spricht man von Smishing (Zusammengesetzt aus den Begriffen SMS und Phishing). Beispiel so einer SMS:

Screenshot einer SMS, die angeblich vom Bundesfinanzministerium stammt

"(Bundesministerium der Finanzen) Sie müssen noch einen Betrag von 254,33 erhalten. Verifizieren Sie sich und erhalten Sie den Betrag per: https:// ruckkehr .biz/index5.php"

Eine andere Formulierung so einer SMS lautet: "Die Regierung hat beschlossen dass Sie eine Erstattung von €278,35 erhalten werden. Hier klicken, um die Zahlung zu erhalten. cutt .ly/erstattung-"

Die Leerschritte in der Internet-Adresse haben wir absichtlich gesetzt, damit Ihr Browser nicht automatisch einen Link erzeugt und Sie möglicherweise versehentlich auf die Betrugsseite gelangen.

Schützen Sie sich vor Betrug!

  • Wenn Sie eine Nachricht erhalten, über die Sie Ihre Daten zur Auszahlung der Energiepauschale angeben sollen, folgen Sie keinem darin enthaltenen Link!
  • Antworten Sie nicht auf die Nachricht!
  • Kennzeichnen Sie solche E-Mails als Spam oder verschieben Sie sie in den Spam-Ordner!
  • Wenn Sie eine vergleichbare Aufforderung per SMS bekommen, ignorieren Sie sie und sperren Sie die Absendernummer.

Haben Sie doch Ihre Daten auf einer verlinkten Internetseite eingegeben, ist nicht abzuschätzen, was die Kriminellen damit anstellen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Identitätsdiebstahl, der von einfachen Internet-Bestellungen auf Ihre Rechnung bis zu kriminellen Geschäften in Ihrem Namen reichen. Vorsorglich sollten Sie Anzeige bei der Polizei erstatten – vor allem, wenn Sie ungewöhnliche Geld-Abbuchungen feststellen oder Rechnungen für nicht bestellte Waren und Dienstleistungen erhalten. In solchen Fällen können Ihnen auch die Fachleute Ihrer Verbraucherzentrale in einer Beratung helfen.