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Tipps: Mikroplastik aus Kleidung reduzieren

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Mikroplastik gelangt unter anderem aus Textilfasern in Flüsse und Meere. Du möchtest die Umwelt weniger belasten und Mikroplastik sparen? Da kann es ein guter Anfang sein, den eigenen Konsum zu hinterfragen, Kleidungsstücke lange zu benutzen und zu pflegen. Diese Tipps zeigen, wie das geht und worauf du beim Kauf neuer Kleidung achten kannst.

Eine Kleiderstange mit vielen Kleidern, Zwei junge Frauen schauen dazwischen hervor
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Unsere Tipps in Kürze:

  • Secondhand ist Trend
  • Selber machen und recyceln
  • Kleidung lange nutzen
  • Richtig pflegen und waschen
  • Fast Fashion-Industrie meiden
  • Naturfasern oder Lyocell bevorzugen
  • High Tech-Kleidung vermeiden

     
  1. Secondhand ist Trend
    Ob Vintage-Look oder Trend-Klamotten: Es muss nicht immer neu sein. Peppige und gut erhaltene Kleidung findest du in Secondhand-Läden, auf Flohmärkten sowie online auf entsprechenden Plattformen oder in Kleinanzeigen. Auch Kleidertausch-Partys sind eine gute Möglichkeit, gebrauchte Kleidung zu bekommen und die eigene Kleidung weiterzugeben.
     
  2. Selber machen und recyceln
    Mit ein bisschen Zeit und Geschick kannst du deine Kleidung selber produzieren und reparieren: Anleitungen zum Stricken, Nähen oder Sockenstopfen findest du in Büchern und Tutorials. Oder du machst aus ausgedienter Kleidung etwas Neues: Ob Färben, Muster sticken oder Upcycling: Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
     
  3. Kleidung lange nutzen
    Besonders umweltfreundlich ist es, Kleidungsstücke möglichst lange zu tragen. Kaufe am besten hochwertige Klassiker, die sich immer neu kombinieren lassen. Falls es mal nicht mehr passt, Knöpfe fehlen oder Löcher entstehen: einfach in der Änderungsschneiderei reparieren lassen. Und wenn du es gar nicht mehr magst: Gib es weiter, verkaufe oder spende es.
     
  4. Richtig pflegen und waschen
    Wenn du deine Kleidung gut pflegst, gelangt ebenfalls weniger Mikroplastik ins Abwasser. Beachte dafür die Pflegehinweise im Etikett. Allgemein gilt: Niedrige Temperaturen, eine geringere Schleuderzahl und mikroplastikfreies Flüssigwaschmittel schonen die Fasern. Auch kleinmaschige Wäschesäcke verringern den Abrieb und halten Fasern zurück.

    Noch besser ist es, insgesamt weniger Wäsche zu waschen, die Kleidung gut auszulüften und Flecken direkt zu behandeln. Verzichte am besten auf den Trockner, denn er schädigt die Gewebestruktur stark.

    Mehr Tipps zum Waschen gibt es auch von der Verbraucherzentrale Hamburg.
     
  5. Fast Fashion-Industrie meiden
    Billig produziert und schnell kaputt: Die sogenannte Fast-Fashion-Industrie ist kaum nachhaltig. Sie verwendet überwiegend Chemiefasern und setzt viele Chemikalien ein, außerdem werden die Mitarbeiter schlecht entlohnt. Häufig sind die Kleidungsstücke minderwertig verarbeitet und nur für eine Saison gedacht. Sie reißen an den Nähten auf, bleichen aus und haben schnell ausgedient. Unser Tipp: Kaufe lieber weniger, dafür hochwertigere, länger haltbare Kleidung.
     
  6. Naturfasern oder Lyocell bevorzugen
    Zu den Naturfasern zählen beispielsweise Baumwolle, Wolle und andere Tierhaare, Seide, Hanf und Leinen. Da aber auch hier Chemie-Einsatz und Wasserverbrauch hoch sind, achte am besten auf eine Biozertifizierung oder andere Siegel.

    Als nachhaltige Faser gilt ebenfalls Lyocell, auch Tencel genannt. Die halbsynthetische Chemiefaser aus nachwachsenden Rohstoffen ist biologisch abbaubar. Außerdem werden für die Herstellung keine giftigen Lösungsmittel und im Vergleich zur Produktion von Baumwolle und Chemiefasern deutlich weniger Wasser benötigt. 
     
  7. High Tech-Kleidung vermeiden
    Aufgepasst bei Wörtern wie „Antismell“, „Schmutz- und wasserabweisend“ oder „knitterfrei“. Hier können bedenkliche Chemikalien eingesetzt worden sein. Eine PU-Beschichtung (Polyurethan-Beschichtung) ist außerdem nichts anderes als eine Plastikbeschichtung, die bei der Wäsche wieder herausgelöst werden kann. Frage dich: „Brauche ich das wirklich?“ Wer keine großen Outdoor-Touren plant, braucht nicht unbedingt die Jacke mit der höchsten Wassersäule.

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