Von Kartoffelplätzchen bis Kimchi
Online-Kochaktionen der Verbraucherzentrale Hessen zur Aktionswoche Zu gut für die Tonne! kamen gut an

Anlässlich der Aktionswoche Zu gut für die Tonne! veranstaltete die Verbraucherzentrale Hessen zwei Online-Kochaktionen am 29. September und am 1. Oktober. In beiden Veranstaltungen erfuhren die Teilnehmenden, wie sie Lebensmittelabfälle reduzieren können. Eine Ernährungswissenschaftlerin zeigte unter anderem, wie sich Lebensmittelreste kreativ verwerten lassen und was leckere und ausgewogene Brotboxen für Kita und Schule beinhalten können.
Was tun mit Gemüseresten, Apfelschalen oder der Brotdose, die mit Resten aus Kita oder Schule zurückkommt? Bei zwei Online-Mitmachaktionen der Verbraucherzentrale Hessen standen genau diese Fragen im Mittelpunkt. Gemeinsam mit einer Ernährungswissenschaftlerin wurde zuhause vor den Bildschirmen geschnippelt, gekocht und aus-probiert. „Lebensmittel retten muss weder kompliziert noch zeitaufwendig sein“, sagt Stella Glogowski, Leitung der Fachgruppe Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Hessen. „Wer Reste kreativ weiterverwertet, Vorräte richtig lagert und bei der Brotdose die tatsächlich benötigten Mengen und Vorlieben berücksichtigt, kann mit einfachen Mitteln viel erreichen.“
Aus Resten etwas Neues machen
In der ersten Mitmachaktion drehte sich alles darum, Lebensmittelreste kreativ zu verwerten und Lebensmittel länger haltbar zu machen. Aus Apfelschalen entstand ein fruchtig-süßer Apfel-Zimt-Sirup, aus Gemüseresten wurde Gemüsebrühe-Paste, die durch Trocknen im Backofen zu Gemüsebrühe-Pulver weiterverarbeitet werden kann.
Außerdem lernten die Teilnehmenden, wie sich Gemüse durch Milchsäuregärung zu veganem Kimchi verarbeiten lässt. Durch die Milchsäuregärung entsteht ein saures Milieu, das konservierend wirkt. Bei der Gemüsebrühe-Paste trägt der hohe Salzgehalt zur Haltbarkeit bei. Wird die Paste anschließend getrocknet, sinkt der Wassergehalt weiter und die Vermehrung von Keimen wird gehemmt.
Beim Haltbarmachen auf Hygiene achten
Egal mit welcher Methode Lebensmittel haltbar gemacht werden – sauberes und sorgfältiges Arbeiten ist entscheidend. Dabei helfen folgende Tipps:
- Hände gründlich waschen und nur saubere Arbeitsflächen und Küchenutensilien verwenden
- Unbeschädigte Gläser, Deckel und Gummiringe gründlich reinigen und auskochen
- Nur frisches und unbeschädigtes Obst und Gemüse verwenden
- Selbst zubereitete Vorräte mit Inhalt und Zubereitungsdatum beschriften
- Eine Liste am Gefrierschrank hilft, den Überblick zu behalten
Kreative Brotbox-Ideen
Die zweite Mitmachaktion widmete sich einem Alltagsthema vieler Familien: die Brotbox für Kita und Schule. Das Vorbereiten der Brotdose ist für viele Eltern eine Herausforderung: Der Inhalt soll möglichst ausgewogen sein und gleichzeitig schmecken. Doch häufig kommen Brotdosen unangetastet zurück und Lebensmittel landen im Müll. Schon kleine Anpassungen können die Akzeptanz erhöhen und Abfälle reduzieren. Gemeinsam wurden köstliche Brotbox-Ideen, wie knusprige Kartoffelplätzchen, süße und herzhafte Sandwiches und Overnight-Oats zubereitet.
Tipps für weniger Reste
Kommt die Brotdose regelmäßig mit Resten zurück, empfiehlt die Ernährungsexpertin die Kinder bei der Planung einzubeziehen und gemeinsam herauszufinden: War es zu viel? War nicht genügend Zeit zum Essen? Haben sich die Vorlieben verändert? Gemeinsam lässt sich herausfinden, was in die Brotdose kommt, damit das Kind auch wirklich Lust darauf hat. Manchmal können schon kleine Veränderungen helfen: Viele Kinder mögen es nicht, wenn sich einzelne Lebensmittel berühren. Unterwegs kann der Inhalt in der Brotbox jedoch ganz schön durcheinandergeraten. Hier können Dosen mit abgetrennten Fächern oder kleine Einzeldosen helfen.
Am Ende der gemeinsamen Kochaktionen war für die Teilnehmenden klar: Es gibt zahl-reiche Möglichkeiten Lebensmittelabfälle im Alltag zu reduzieren – sei es durch die Verwertung von Lebensmittelresten, indem man Lebensmittel länger haltbar macht oder durch kreative Brotbox-Ideen, die für „reste-lose“ Brotdosen sorgen.
Die Aktionswoche Zu gut für die Tonne! vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat findet in diesem Jahr vom 29. September bis 6. Oktober 2026 zum siebten Mal statt und macht auf einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam. Die Verbraucherzentralen beteiligen sich mit zahlreichen Veranstaltungen in allen Bundesländern.
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