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Verbraucherzentrale als Türöffner

  • Immer wieder geben sich unseriöse Geschäftemacher als Verbraucherschützer aus, oft verwenden sie sogar den Namen "Verbraucherzentrale".
  • Sie fordern Verbraucher auf, Geld zu bezahlen, um zum Beispiel eine Abmahnung abzuwehren, sich an Sammelklagen zu beteiligen, den Energieversorger zu wechseln oder geben vor, Daten abgleichen zu wollen.
  • Die Verbraucherzentrale Hessen kontaktiert Verbraucher nicht, um Beratungen oder sonstige Leistungen anzubieten - weder per Mail noch am Telefon. Sie wirbt nicht für Produkte oder Dienstleistungen und gibt keine Daten an Dritte weiter.
  • Sie sollten sich auf gar keinen Fall auf solche Geschäftemacher einlassen. Meist bleibt die versprochene Leistung aus, das gezahlte Geld ist verloren und Ihre persönlichen Daten in fragwürdigen Händen.
"Original" und "Fälschung", jeweils unter einer Lupe zu sehen
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Telefonwerbung ohne ausdrückliches Einverständnis der Verbraucher ist gesetzlich verboten und verstößt gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

Hauptärgernis sind immer wieder die unerlaubten Telefonanrufe, die Verbraucher von vermeintlichen Verbraucherschützern erhalten. Sie geben unter anderem vor, dass

  • sie Telefonnummer, Namen und andere Daten des Angerufenen von einer Verbraucherzentrale bekommen hätten,
  • sie mit einer Verbraucherzentrale zusammenarbeiten würden,
  • sie im Auftrag einer Verbraucherzentrale anrufen.

Besonders dreist ist es, wenn sich die Anrufer oder Absender von Mails als "Verbraucherzentrale Frankfurt" vorstellen und so der Eindruck erweckt wird, der Anruf oder die Mail käme von der Verbraucherzentrale Hessen. Oft nennen die Anrufer auch hessische Ortsnamen, an denen die Verbraucherzentrale Hessen gar keinen Standort unterhält.

Aber es gibt noch viele andere Maschen, fragwürdige Geschäftsmodelle, Werbe- und Geschäftsstrategien, die wir hier beschreiben sind und von denen wir uns ausdrücklich distanzieren.

Diese Maschen sind uns bekannt - achten Sie darauf!

  • November 2019: Verbraucher in Hannover erhalten Anrufe der "Verbraucherzentrale Frankfurt". Die Rufnummer im Display lautet 069 1200608860 - eine ähnliche Nummer wurde schon im August verwendet. Diesmal wurden die Angerufenen nach ihren Geburtsdaten gefragt.  
  • August 2019: An seinem geparkten Auto fand ein Verbraucher einen Zettel mit einer Handynummer und der Bitte um Rückruf. Es meldete sich eine Frau, angeblich Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale. Sie wolle eine Umfrage machen, ob er vom Diesel-Skandal betroffen sein, und hierfür seine Daten aufnehmen.
  • August 2019: Verbraucher melden uns Anrufe eines „Verbraucher-Checks“. Begonnen wird das Gespräch mit einem Stromanbieterwechsel und endet mit einer Teilnahme an einem Lottoservice. Die Nummer im Display lautet 069 1200608830, Christian Berg und eine Frau Jürgens. 
  • Juli 2019: Mehrere Verbraucher melden uns Anrufe von einer "Verbraucherzentrale", die die Daten der Angerufenen für eine allgemeine Umfrage abgleichen möchte. Im Telefondisplay steht die Nummer 069 1200608840. 
  • November 2018: Verbraucher werden (sogar mehrfach) von der „Verbraucherzentrale Wiesbaden“ angerufen. Angeblich hätten sie Schulden aus einer Lotterieteilnahme und sollen sich nun dringend mit einem Anwalt namens Sebastian Welz unter einer Wiesbadener Rufnummer in Verbindung setzen.
  • Oktober 2017: Verbraucher aus dem Westerwald melden, dass ein "Verbraucherverband Frankfurt" eine Umfrage zum Thema "Haustiere und Rente" durchführe.
  • September 2017: Verbraucher in Bayern erhalten Anrufe von einer "Verbraucherzentrale" in Bad Nauheim/Hessen. Sie sollen 170 Euro für die Löschung gestohlener Daten bezahlen. Der Betrag werde später erstattet.
  • Mai 2017: Mit Bezug auf die Mailadresse vzh(at)verbraucher.de wird eine SPAM-Mail verschickt, in der den Empfängern eine Abmahnung angedroht wird - unter anderem wegen angeblich fehlender Angaben zum Widerrufsrecht und Verstoßes gegen weitere Informationspflichten. Diese Mail stammt nicht von der Verbraucherzentrale Hessen. Die Verbraucherzentrale Hessen verschickt Abmahnungen niemals per Mail.
  • Mai 2017: Auch Verbraucher außerhalb Hessens erhalten Anrufe von einer angeblichen "Rechtsschutzhilfe"-Abteilung der Verbraucherzentrale. Man erklärt ihnen, es läge ein Strafverfahren gegen sie vor und sie müssten über 8.000 Euro Strafe zahlen. Auch diese Anrufe stammen natürlich nicht von der Verbraucherzentrale Hessen.
  • Januar 2016: Vermeintliche Rechtsanwälte - angeblich von der Verbraucherzentrale - rufen an und behaupten, dass gegen die Angerufenen einen Vollstreckungstitel wegen einer offenen Forderung vorläge. Die Verbraucherzentrale führe angeblich eine Sammelklage für alle Verbraucher ab 70 Jahren durch. Man solle Beträge über 3.000 Euro nicht auf dem Konto liegen lassen. Das Geld werde von einem Sicherheitsmitarbeiter der Verbraucherzentrale abgeholt. Die Verbraucherzentrale kümmere sich dann um alles Weitere, inklusive kostenloser Vertretung durch den Anwalt der Verbraucherzentrale. Lassen Sie sich keinesfalls auf diese Gespräche ein. Schon gar nicht sollten Sie Geld oder andere Wertsachen an vermeintliche Sicherheitsmitarbeiter übergeben. Diese sind - wie auch die Anrufer - keine Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hessen.
  • Januar 2016: Angebliche Mitarbeiter der Verbraucherzentrale fragen Verbraucher nach dem Stromverbrauch und ob man schon genug Strom spare. Im Verlauf des Gesprächs sollen die Angerufenen ihren Stromanbieter wechseln und/oder zustimmen, dass sie Werbung von Stromanbietern erhalten. Auch diese Anrufe kommen nicht von Mitarbeitern der Verbraucherzentrale Hessen.
  • Januar 2016:  Anrufe von der angeblichen "Verbraucherzentrale Marburg". Verbraucher werden gebeten, an einer Umfrage teilzunehmen. Die Verbraucherzentrale Hessen hat in Marburg keine Beratungsstelle.

Werbung mit vermeintlichen Gütesiegeln, Empfehlungszeichen und "Serviceversprechen"

Auch mit dem von verbraucherschutz.de vergebenen "Signet für Firmen und Unternehmen, die sich als kundenfreundlich erweisen", hat die Verbraucherzentrale Hessen nichts zu tun. Die Verbraucherzentrale Hessen distanziert sich ausdrücklich, von dem als Serviceversprechen daherkommenden "Signet" von verbraucherschutz.de. Es wird nicht von den Verbraucherzentralen vergeben. Verbraucherschutz.de ist keine Internetpräsenz der Verbraucherzentrale.