Snack-Zeit für Kinder: einfach, kindgerecht und ausgewogen

Pressemitteilung vom 14. August 2026

Verbraucherzentrale Hessen testete die Zwischenverpflegung in Einrichtungen der hessischen Kindertagesbetreuung

Fünf Mahlzeiten am Tag für Kleinkinder und Kinder im Kita-Alter - das ist die Empfehlung verschiedener Fachgesellschaften. Zwischen drei Hauptmahlzeiten gibt es für die Kleinsten vormittags und nachmittags je einen Snack. Dieser ist für eine ausreichende Nährstoffversorgung während des Wachstums wichtig. Immer mehr Kinder nehmen mindestens eine Zwischenmahlzeit in der Kindertagespflege oder Kita ein. Täglich Gemüse, Obst und Vollkorngetreide, abgerundet mit Milchprodukten, so lauten grob die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die Vernetzungsstelle Ernährung in der Kindertagesbetreuung Hessen hat auf die Snack-Angebote in Kitas und der Kindertagespflege geschaut und gibt Empfehlungen für eine praxisnahe Umsetzung. 

Was einen guten Snack ausmacht, ist für viele Familien, aber auch in der Kindertagesbetreuung, ein alltägliches Thema. „Die Gestaltung der Zwischenverpflegung stellt viele Eltern, aber auch Kindertagespflegepersonen und Kindertagesstätten vor eine große Herausforderung“, sagt Bettina Meints-Korinth, Leiterin der Vernetzungsstelle Ernährung in der Kindertagesbetreuung bei der Verbraucherzentrale Hessen. „In vielen Einrichtungen bringen Kinder für das (zweite) Frühstück, und manchmal auch für den Nachmittags-Snack, eine Brot-Box von zuhause mit. Der Trend geht aber dahin, dass immer mehr Einrichtungen die Angebote für die Zwischenverpflegung stellen “, so Bettina Meints-Korinth weiter.

Zwischenverpflegung in der hessischen Kindertagesbetreuung unter der Lupe 

Im Rahmen einer Mitmachaktion hat die Vernetzungsstelle Ernährung in der Kindertagesbetreuung Hessen die Angebote zur Zwischenverpflegung von Kindertagesstätten geprüft. Ziel war es, die Qualität und Nachhaltigkeit der Zwischenverpflegung in der Kindertagesbetreuung zu beleuchten und mit individuellen Rückmeldungen an die Teilnehmenden gezielt zu verbessern. Bewertet wurden das Frühstück und der Nachmittagssnack anhand des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas.

„Positiv hervorzuheben ist, dass nährstoffreiches Gemüse in Form von Rohkost und frisches Obst bereits regelmäßig auf dem Snack-Plan stehen“, sagt Meints-Korinth. „Handlungsbedarf gibt es beim Angebot von Wurst. Diese ist nach den Empfehlungen der DGE im Rahmen des Snack-Angebotes nicht vorgesehen, findet sich aber bei über der Hälfte der geprüften Angebote ein- bis zweimal pro Woche auf den Tellern der Kinder wieder. Hinsichtlich des Angebotes an Getreidekomponenten ist eine Erhöhung des Vollkornanteils wünschenswert. Ausgewogene Snacks bieten gute Möglichkeiten Kinder an neue Lebensmittel heranzuführen und diese auszuprobieren.“  

So wird der Snack vielfältig und kindgerecht 

  • Weniger ist mehr: Mit Thementagen, wie einem Müsli-Obst-Tag, einem Brot-Gemüse-Tag, und einem „Teste den Dip“-Tag, steht Kindern Vielfalt zur Verfügung, ohne sie zu überfordern. Große Buffets können für Kinder unübersichtlich sein und ihnen die Entscheidung erschweren.
  • Vegetarische Aufstriche, gerne auf Basis von Hülsenfrüchten: Die Angebote zeigen viele Ideen in Form von selbstgemachtem Hummus, Linsenaufstrichen oder auch Frischkäse-Variationen. Selbstgemachte Varianten sind Convenience-Produkte vorzuziehen, da letztere oft viel Salz, Fett und Zucker enthalten.
  • Am Nachmittag öfter herzhaft statt Kuchen: Die Möglichkeiten reichen von simplen Rohkost-Sticks mit Dips wie Hummus oder Kräuterquark bis hin zu Vollkorn-Wraps, die sich Kinder mit einer kleinen Auswahl an Salat, Bohnen, Mais und auch frischem Gemüse nach ihrem Geschmack belegen können.
  • Gemeinsam geht es besser: Die Kinder in die Vorbereitungen der Snacks einzubinden macht Spaß und fördert ihr Wissen rund um Lebensmittel.  
  • Selbstständigkeit fördern, indem die Kinder sich aus dem Angebot aussuchen, was sie snacken möchten und viele Schritte eigenständig machen können.

 

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