Regionales Gemüse kochen und Lebensmittel retten
Verbraucherzentrale Hessen macht sich erneut für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln stark

Etwa ein Drittel aller Lebensmittel wird weltweit verschwendet – häufig völlig unnötig. Mit dem Projekt „Gemüse retten 3.0“ setzt die Verbraucherzentrale Hessen deshalb bereits im dritten Jahr in Folge ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und sensibilisiert junge Menschen für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln.
Im Rahmen der bundesweiten Aktionstage „Zu gut für die Tonne!“ fanden in diesem Herbst sieben Kochworkshops an beruflichen Schulen in Wetzlar, Offenbach am Main, Frankfurt am Main, Kelkheim am Taunus und Limburg. Rund 100 Schülerinnen und Schüler bereiteten gemeinsam aus gerettetem Gemüse abwechslungsreiche Gerichte zu und erfuhren dabei, wie sich Lebensmittelverschwendung im Alltag vermeiden lässt. Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) gefördert.
„Wer den Wert von Lebensmitteln zu schätzen weiß und weniger wegwirft, schont den eigenen Geldbeutel und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen. In unseren Lebensmitteln steckt viel Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte und anderer Menschen, die sie tagtäglich mit großem Engagement und viel Herzblut produzieren. Deshalb wollen wir gerade junge Menschen dafür sensibilisieren, bewusster mit Lebensmitteln umzugehen und Verschwendung zu vermeiden. Regionale Produkte zu kaufen, sorgt für Wertschöpfung in Hessen und ist zudem klimaschonend“, sagt Landwirtschafts- und Umweltminister Ingmar Jung.
Wertschätzung für Lebensmittel praktisch erleben
Das Projekt „Gemüse retten 3.0“ verfolgt das Ziel, Jugendliche für den Wert von Lebensmitteln zu sensibilisieren und sie zu motivieren, bewusster einzukaufen, Lebensmittel richtig zu lagern und vollständig zu verwerten. Statt trockener Theorie steht dabei das gemeinsame Kochen und Essen im Mittelpunkt.
In den interaktiven Workshops vermittelten Ernährungsexpertinnen der Verbraucherzentrale Hessen praxisnahes Wissen rund um Einkaufsplanung, Haltbarkeit und kreative Resteverwertung von Gemüse und Obst. Für die Kochaktionen wurde überwiegend gerettetes Gemüse verwendet, das die Schulen von regionalen Anbietern bezogen. Das Projekt gibt den Anstoß, Kontakte zu Produzentinnen und Produzenten in der Umgebung der Schule aufzubauen oder zu vertiefen – eine Vernetzung, für die im Schulalltag nicht immer Zeit und Ressourcen zur Verfügung stehen.
Mehr Kochkompetenz, weniger Lebensmittelverschwendung
Gemüse gehört nach wie vor zu den Lebensmitteln, die in privaten Haushalten besonders häufig im Müll landen. Deshalb stand auch in diesem Jahr seine kreative Verwertung im Mittelpunkt der Kochaktionen. Bewährte Rezepte aus den vergangenen Projektjahren durften dabei nicht fehlen: Gemeinsam bereiteten die Schülerinnen und Schüler unter anderem Gemüse-Cremesuppe, Wraps mit Ofengemüse und Hummus, Schoko-Zucchini-Kuchen sowie Möhrenwaffeln zu. Die beliebten Gerichte zeigen, dass nachhaltige Küche einfach, abwechslungsreich und vor allem lecker sein kann.
„Lebensmittelverschwendung ist oft ein unsichtbares Problem. Sie ist nicht nur eine Frage der Einstellung, sondern auch der Kochkompetenzen. Wer weiß, wo die Produkte herkommen und wie sich Gemüse einfach und lecker zubereiten lässt, geht bewusster mit Lebensmitteln um, wirft weniger weg und spart dabei noch Geld“, berichtet Projektleiterin Luane Schober von der Verbraucherzentrale Hessen.
Drei Jahre Projekt – auch auf Instagram
Seit drei Jahren begleitet die Verbraucherzentrale Hessen das Projekt auch über Instagram (@verbraucherzentrale.hessen). Dort gibt es Einblicke in die Kochworkshops, Rezepte sowie praktische Tipps gegen Lebensmittelverschwendung. Zum Abschluss des diesjährigen Projekts erscheinen die besten Tipps aus drei Jahren „Gemüse retten“, das Möhrenwaffel-Rezept sowie ein Video mit den schönsten Momenten der Workshops.
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