Kinder schützen - Zuckerabgabe auf Süßgetränke
Verbraucherpolitisches Frühstück
Veranstalter: Verbraucherzentrale Hessen
Ein hoher Konsum stark zuckerhaltiger Getränke erhöht das Risiko für starkes Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deutschland zählt zu den EU-Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch zuckergesüßter Getränke – mit spürbaren Folgen für die Betroffenen und das Gesundheitssystem. Besonders Kinder und Jugendliche konsumieren große Mengen Softdrinks.
Als Teil der Lösung wird eine Herstellerabgabe auf Süßgetränke diskutiert. Erfahrungen aus mehr als 60 Ländern zeigen: sinkender Konsum, reduzierte Zuckergehalte, positive gesundheitliche Effekte. Kritiker bezweifeln hingegen die Aussagekraft der Studien und warnen vor Eingriffen in Konsumfreiheit sowie negativen Folgen für Landwirtschaft und Getränkeindustrie.
Nachdem die CDU noch im Februar 2026 eine „Zuckersteuer“ auf ihrem Bundesparteitag abgelehnt hatte, ist nun Bewegung in die politische Debatte gekommen. Die Bundesregierung hat sich Ende April für die Einführung einer solchen Abgabe ausgesprochen. Denkbar ist, dass sie bereits Ende Juni im Zusammenhang mit dem Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung im Bundestag verabschiedet wird.
In diesem verbraucherpolitischen Frühstück wird diskutiert, welchen Beitrag eine Herstellerabgabe auf Süßgetränke zu einer gesünderen Ernährung leisten kann, welche internationalen Erfahrungen vorliegen und wie eine wirksame Ausgestaltung in Deutschland aussehen sollte.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten.

