Essen in der Kindertagespflege: alles in, alles aus einer Hand
Kindertagespflegepersonen sind Allrounder in der Kinderbetreuung. In einer häuslichen Atmosphäre und Alleinverantwortung organisieren sie die Verpflegung der Kleinsten „nebenbei“. Dadurch bestehen für sie besondere Anforderungen an die Planung, Zubereitung und die pädagogische Begleitung beim gemeinsamen Essen.

In der Kindertagespflege als familiennahe Betreuungsform gibt es viele Chancen, aber auch Herausforderungen bei der Verpflegung der Schützlinge. Kindertagespflegepersonen müssen sowohl die Planung, den Einkauf und das Kochen als auch die Mahlzeitensituation alleine meistern. Sie können sich nicht in einem Team austauschen oder Aufgaben verteilen – hier liegt alles in einer Hand. Und nicht zuletzt bereiten Tageseltern die Speisen häufig während der Betreuung „nebenbei“ in der eigenen Küche zu. Unsere nicht-repräsentative Umfrage Ende 2024 bestätigte dies: Kindertagespflegepersonen nannten als größte Herausforderungen Zeitdruck, Kosten und die besonderen Bedürfnisse bei der Ernährung von kleinen Kindern unter drei Jahren.
Das Eintrittsalter in die Kindertagespflege ist mit durchschnittlich 1,4 Jahren deutlich geringer als in Kitas (2,4 Jahre; Quelle: Destatis). Kleinere Kinder müssen Stück für Stück bei ihren Ess-Erfahrungen begleitet werden, insbesondere, wenn sie neue Lebensmittel kennenlernen. Tageseltern kommt daher eine bedeutende Rolle in der Prägung eines ganzheitlich gesundheitsfördernden Essverhaltens zu. Durch ein vielfältiges Lebensmittelangebot und eine entspannte, partizipative Mahlzeitengestaltung in der Kindheit wächst die Gewöhnung an verschiedene Speisen und Geschmäcker. Das früh erlernte Essverhalten prägt den Umgang mit Lebensmitteln und die Vorlieben bis ins Erwachsenenalter hinein.
Wie dies in der Praxis aussehen kann, zeigt dieses Video der Verbraucherzentrale Niedersachsen: