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Zwischen Weihnachten und Neujahr hat die Verbraucherzentrale Hessen Betriebsferien. Wir wünschen frohe Feiertage!

Cookies kontrollieren und verwalten

Stand:

Wie funktionieren Cookies, wie sollte man mit ihnen umgehen und wie kann man sie löschen?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei jeder Website, die Sie besuchen, werden kleine Datensätze in Ihrem Browser auf Ihrem Gerät gespeichert. Man spricht von "Cookies".
  • Cookies können nützlich sein, wenn Sie mehrere Schritte auf einer Webseite vornehmen zum Beispiel ein Produkt in den Warenkorb legen.
  • Durch Cookies können Unternehmen allerdings auch Ihr Surfverhalten analysieren. Aktivieren Sie deswegen nur temporäre Session-Cookies und deaktivieren Sie Cookies von Drittanbietern.
  • In Video-Anleitungen zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie Cookies in den fünf gängigsten Browsern verwalten.
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"Unsere Seite nutzt Cookies, um Ihnen ein optimales Surferlebnis zu bieten" – mit diesen oder vergleichbaren Worten weisen viele Internetseiten auf den Einsatz von sogenannten "Cookies" hin. Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs reicht so eine bloße Information nicht aus (Az. C-673/17). Wir erklären, wie Cookies funktionieren und wie Sie sich vor ungewolltem Tracking schützen können.

Was sind Cookies?

"Cookies" sind kleine Datensätze, die auf Ihrem Gerät gespeichert und über Ihren Browser verwaltet werden, wenn Sie eine Webseite besuchen. Surfen Sie später noch einmal auf derselben Internetseite, kann die Seite Sie wiedererkennen.

Durch Cookies können jedoch auch personenbezogene Informationen transparent werden und an Unternehmen und Werbetreibende übermittelt werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Häufigkeit und Dauer Ihrer Internetbesuche
  • Ihre IP-Adresse
  • Besuchte Seiten - und somit Ihre Interessenschwerpunkte
  • Daten, die Sie in Online-Formulare eingegeben haben
  • Ihre E-Mail-Adresse
  • Passwörter
  • Ihr Bildungsstatus
  • Ihr finanzieller Hintergrund
  • Produkte, die Sie sich kürzlich angesehen haben
  • Warenkorbinhalte

Profilbildung durch Cookies

Mit Hilfe von Cookies können Unternehmen Ihr Surfverhalten theoretisch über Jahre verfolgen, die gesammelten Informationen zusammenfügen und so ein umfassendes Profil über Sie erstellen. Diese Informationen können Unternehmen dann u.a. zu Werbezwecken professionell vermarkten. Man spricht von Profilbildung oder "Profiling".

Je detaillierter ein solches Profil ist, umso höher ist der monetäre Wert des jeweiligen Nutzerprofils.

Session-Cookies

Temporäre Cookies, die nach jeder beendeten Internet-Sitzung automatisch gelöscht werden, werden als Session-Cookies bezeichnet. In der Regel werden diese gelöscht, wenn Sie Ihren Browsers schließen.

Aktivieren Sie Session-Cookies für Ihren Browser, hat das beispielsweise den Vorteil, dass sich ein Online-Shop die Produkte merkt, die Sie zuvor in den Warenkorb gelegt haben. Das kann praktisch sein, denn ohne sie wäre der digitale Warenkorb bei jedem Aufruf einer neuen Unterseite wieder leer.

Trotzdem sollten Sie aufpassen: Denn beenden Sie Ihre Internet-Sitzung nicht bzw. melden Sie sich nicht von der Sitzung ab, bleibt das Session-Cookie weiterhin gültig, bis Sie Ihren Browser schließen – Ihr Warenkorb zum Beispiel könnte also für andere sichtbar werden, wenn Sie Zugriff auf Ihr Gerät haben.

Vorsicht ist aber vor allem bei öffentlich zugänglichen Computern oder mobilen Geräten geboten. Loggen Sie sich nicht aus der Internetseite oder der App aus, kann jemand anderes in Ihrem Profil möglicherweise Schaden anrichten. Zudem sind zum Beispiel soziale Netzwerke oft so eingestellt, dass Ihre Zugangsdaten gespeichert bleiben, auch wenn Sie den Browser schließen. Deshalb: Nach der Nutzung an öffentlich zugänglichen Geräten immer ausloggen!

Cookies von Drittanbietern

Cookies werden jedoch nicht nur von den Unternehmen platziert, deren Seiten Sie aktiv besuchen, sondern auch von vielen anderen Unternehmen – von so genannten Drittanbietern. Das sind häufig Werbefirmen, die auf diese Weise auf Sie persönlich zugeschnittene Werbung platzieren können.

Als Nutzer können Sie jedoch nur schwer nachvollziehen, welche Informationen in welchem Umfang automatisch an welche Unternehmen weitergeleitet werden.

Tracking-Cookies

Neben Cookies, die nach jeder beendeten Sitzung gelöscht werden, gibt es auch solche, die über mehrere Sitzungen hinweg gespeichert werden. Dazu gehören die sogenannten Verfolgungs-Cookies (englisch: Tracking-Cookies).

Diese hartnäckigen Cookies nehmen Ihr digitales Verhalten teilweise über verschiedenste Internetseiten und über Jahre hinweg unter die Lupe. Damit können Anbieter von Websites, aber oft auch Dritte (z.B. Werbefirmen), ein besonders umfangreiches individuelles Profil von Ihnen anfertigen.

Dadurch können Tracking-Cookies zu einem Sicherheitsrisiko werden. Denn manchmal speichern die kleinen Textdateien auch sensible Daten wie Benutzernamen, Adressen, Telefonnummern oder Bankverbindungen. Dem anschließenden Missbrauch dieser persönlichen Daten sind hier keine Grenzen gesetzt.

Was tun gegen Cookies? 7 Tipps

  1. Cookies regelmäßig löschen
    Wollen Sie sich beim Surfen nicht allzu sehr beobachten lassen, löschen Sie regelmäßig alle gespeicherten Cookies. Das ist meist über die Einstellungen des Browsers oder auf den Geräten unter "Datenschutz" oder "Inhaltseinstellungen" möglich. Löschen Sie Cookies bestenfalls nach jedem Surfen im Netz, mindestens jedoch einmal monatlich.
    Es ist auch möglich, alle Cookies grundsätzlich abzulehnen. Das ist in einigen Fällen aber nicht sinnvoll, da beispielsweise die Funktion eines Warenkorbs beim klassischen Online-Shopping über einen Cookie funktioniert und damit auch ausgeschaltet wäre.
  2. Cookie-Einstellungen verwalten
    Um Tracking vorzubeugen bzw. es deutlich zu reduzieren, können Sie Ihrem Browser zudem über die Datenschutzeinstellungen mitteilen, wie er mit Cookies verfahren soll. Dort können Sie die zum Cookie-Setzen berechtigten Webseiten verwalten und insbesondere Drittanbieter-Cookies einschränken.
  3. Session-Cookies bevorzugen
    Stellen Sie Ihren Browser so ein, dass die Cookies nach jeder Sitzung automatisch gelöscht werden. Somit wird ein dauerhaftes Tracking und die Analyse Ihrer Daten erschwert.
    Hierfür ist es jedoch wichtig, dass Sie Ihre Sitzungen immer richtig beenden. Konkret heißt das: Melden Sie sich aus Online-Shops und vom Online-Banking ab und schließen Sie den Browser nach jeder Sitzung.
    Einziger Nachteil: Sie können bei unterschiedlichen Diensten wie Sozialen Netzwerken oder Online-Shops nicht mehr über eine Sitzung hinaus eingeloggt bleiben, sondern müssen sich jedes Mal neu einloggen. Dies ist aber ohnehin ratsam, um einen Missbrauch der Online-Zugänge durch unbefugte Dritte zu vermeiden (siehe oben).
  4. Drittanbieter-Cookies verbieten
    Es ist sinnvoll, Cookies von Drittanbietern grundsätzlich im Browser zu deaktivieren. Das beeinträchtigt normalerweise auch keine wichtigen Funktionen der besuchten Website. Wählen Sie hierfür in den Browsereinstellungen unter dem Menüpunkt "Datenschutz" / "Cookies von Drittanbietern akzeptieren" die Optionen "nie akzeptieren". Safari-Nutzer können unter dem Menüpunkt "Datenschutz & Sicherheit" die Option "Cross-Sitetracking verhindern" auswählen.
  5. Anti-Tracking-Programme installieren
    Mit der Installation eines kostenlosen Anti-Tracking-Programms können Sie einen Eindruck über die Vielzahl der Unternehmen bekommen, die beim Besuch jeder einzelnen Webseite Cookies und Tracker platzieren und deren Einsatz einschränken.
  6. Anonymen Modus nutzen
    Einige Browser bieten die Option, im anonymen Modus – auch "Inkognito-Modus" genannt – zu surfen. Wollen Sie im Internet möglichst wenig Spuren hinterlassen und wünschen zum Beispiel auch keinen Browserverlauf, ist diese Einstellung empfehlenswert.
    Darüber hinaus können Sie bei einigen Browsern die Option "Do Not Track" auswählen. Das bietet allerdings leider nur begrenzten Schutz, da es sich hierbei bisher um eine unverbindliche Empfehlung an die Unternehmen handelt, die Nutzer nicht zu "tracken" und keine Daten zu erheben.
  7. Sicher Surfen
    Ein aktueller Virenschutz, eine Firewall, eine verschlüsselte WLAN-Verbindung sowie eine sichere Browser-Verbindung (beginnt in der Regel mit: https) können auch nicht schaden.

Anleitung: Cookies im Browser einstellen

In Video-Anleitungen zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie Cookies in den fünf gängigsten Internetprogrammen – Edge, Internet Explorer, Firefox, Chrome, Opera und Safari – einstellen können. Die meisten Programme gibt es inzwischen in neueren Versionen, deren Oberflächen leicht anders aussehen können.

 

Anleitung: Cookies an Tablet und Smartphone einstellen

Auch wenn wir mit Smartphone oder Tablets ins Internet gehen, werden Cookies abgelegt. Hier zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie diese verwalten können.

Android: Google Chrome
  1. Öffnen Sie die App Chrome.
  2. Tippen Sie oben rechts auf die drei senkrechten Punkte.
  3. Dann gehen Sie auf "Einstellungen".
  4. Scrollen Sie zu "Erweitert" und tippen Sie auf "Website-Einstellungen".
  5. Tippen Sie nun auf "Cookies".
  6. Dort können Sie Cookies generell erlauben oder verbieten. Wenn Sie sie erlauben, können Sie zusätzlich einen Haken zum Blockieren von Drittanbieter-Cookies setzen.
  7. Tippen Sie nun auf die Leiste "Browserdaten löschen".

Um bereits gespeicherte Cookies zu löschen,

  1. tippen Sie in den Einstellungen auf "Datenschutz".
  2. Tippen Sie dort auf "Browserdaten löschen".
  3. Nun können Sie auswählen, dass Sie den "Browserverlauf", "Cache" und "Cookies" und "Gespeicherte Passwörter" löschen können.
  4. Setzen Sie den entsprechenden Haken und bestätigen Sie mit "Löschen".
iOS: Safari (iOS 13)
  1. Gehen Sie direkt auf "Einstellungen".
  2. Scrollen Sie etwas herunter und tippen Sie auf "Safari".
  3. Scrollen Sie etwas herunter zum Bereich "Datenschutz & Sicherheit" und aktivieren Sie "Cross-Sitetracking verhindern".

Um bereits gespeicherte Cookies zu löschen,

  1. Scrollen Sie in den Safari-Einstellungen bis zu "Verlauf und Websitendaten löschen" und bestätigen Sie die Mitteilung.
Android: Samsung Internet
  1. Öffnen Sie die App Internet.
  2. Tippen Sie unten rechts auf die drei waagerechten Punkte.
  3. Tippen Sie auf "Einstellungen".
  4. Tippen Sie auf "Datenschutz und Sicherheit".
  5. Tippen Sie auf "Cookies akzeptieren" (auf die Schrift, nicht auf den Schieberegler!)
  6. Dort können Sie durch Antippen des Schiebereglers die Cookies entweder generell erlauben oder komplett verbieten. Wenn Sie sie erlauben, können Sie darunter einstellen, ob Sie Drittanbieter-Cookies zulassen möchten.

Außerdem gibt es im Menü "Datenschutz und Sicherheit" die Möglichkeit, "Smartes Anti-Tracking" zu aktivieren. Damit werden laut Erklärung "automatisch Tracking-Cookies entfernt, damit Webseiten nicht mehr feststellen können, wo Sie im Internet surfen".

Android: Firefox
  1. Öffnen Sie die App Firefox.
  2. Tippen Sie oben rechts auf die drei senkrechten Punkte.
  3. Tippen Sie auf "Datenschutz".
  4. Tippen Sie auf "Cookies".
  5. Dort können Sie durch Antippen der gewünschten Option die Cookies entweder generell erlauben oder komplett verbieten.

Außerdem können Sie an dieser Stelle zwischen zwei weiteren Optionen wählen (ab Version 68.1):

  1. Cookies erlauben, aber nicht zur Verfolgung über Websites hinweg. Hersteller Mozilla erklärt : "Dies lässt Cookies von Websites zu, die Sie bereits besucht haben, aber keine Elemente zur Aktivitätsverfolgung (Tracker) von Werbetreibenden."
  2. Erlauben, aber nicht Drittanbietern. Mozilla erklärt: "Dies lässt Cookies der von Ihnen besuchten Seiten zu, erlaubt aber keine Cookies von Drittanbietern, die an Werbende verkauft werden könnten."

Unterhalb der Einstellungen für Cookies können Sie auswählen, ob Daten beim Beenden der App gelöscht werden sollen. Hinweis: Zum Beenden der App müssen Sie oben rechts auf die drei senkrechten Punkte tippen und dann ganz unten auf "Beenden".